Ein Besuch im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Pünktlich zum 1. März startet die neue Saison im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und lädt seine Besucher zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein.
Auf einer Reise durch die Eisenbahngeschichte Nordrhein-Westfalens lädt das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen seine Besucher jedes Jahr von März bis November ein. Das Museum liegt auf einer der 25 Stationen der Route der Industriekultur und gibt seinen Besuchern einen imposanten Überblick über die Geschichte der Eisenbahn. Der lange Weg des Einstellwerks Bochum-Dahlhausen zum Museum, so wie es heute frei begehbar ist, begann Anfang des 20. Jahrhunderts.
Vom Eisenbahnwerk zum Museum - Bochum-Dahlhausen
Von 1916 bis 1918 wurde das Eisenbahnwerk im Ruhrtal errichtet und diente bis 1925 als Stätte für Untersuchungen und Reparaturarbeiten für die zahlreichen Lokomotiven der umliegenden Bahnbetriebswerke. Ab 1925 bekam das Einstellwerk Bochum-Dahlhausen die ersten eigenen Loks zugeteilt, welche hauptsächlich im Güterzug-Streckendienst für den Kohleverkehr rollten. Im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, danach wieder aufgebaut, wurden die Lokomotiven bis in die 60er Jahre von Dahlhausen aus eingesetzt. Als die Kohleförderung im Ruhrgebiet unrentabel wurde, verlor sich das Werk in Bochum in der Bedeutungslosigkeit, bis es am 1. August 1969 endgültig geschlossen wurde. Acht Jahre später wurde der Gebäudekomplex von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG) von der Deutschen Bundesbahn angemietet und 1977 offiziell als Museum eröffnet und ist heute eines der größten Museen seiner Art in Deutschland.
Geschichte zum Anfassen im Eisenbahnmuseum
Mehr als 150 verschiedene Schienenfahrzeuge von 1853 bis in die Gegenwart geben den Besuchern einen groben Überblick über die Eisenbahngeschichte. Im Ausstellungsraum können sich Interessierte über den Werdegang des Dahlhausener Werks informieren, bevor es hinaus zur Drehscheibe geht. Von hier starten die Führungen über das Gelände. Im Ringlockschuppen warten die vielen verschiedenen Dampflokomotiven auf ihre Besucher und der ehemalige Bahnsteig und das Außengelände mit dem Wasser- und Kohlekran bieten unzählige Möglichkeiten zum Stöbern und entdecken für alle Eisenbahnfreunde oder die, die es noch werden wollen.
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Außerdem werden im Laufe einer Saison unterschiedliche Sonderfahrten mit den alten historischen Nostalgiezügen angeboten, wo es entlang alter Industrie-Strecken geht. Die DGEG hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Zeitzeugen der Eisenbahngeschichte für die Nachwelt zu restaurieren und zu erhalten. Über viele Jahre liebevoll zusammengetragen und aufgearbeitet, bilden die Schienenfahrzeuge im Eisenbahnmuseum einen eindruckvollen Einblick in die Industriekultur des Ruhrgebiets.
Saisonstart, Preise und Öffnungszeiten
Die Saison im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen startet in jedem Jahr am 1. März und endet Mitte November. Für Besucher stehen die Tore der Eisenbahnanlage von Dienstag bis Freitag und an Sonn- und Feiertagen zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr offen. Kinder bis sechs Jahre brauchen im Eisenbahnmuseum nicht bezahlen, Kinder von sechs bis vierzehn Jahre müssen 3,50 Euro und Erwachsene müssen 6,50 Euro entrichten. Wer allerdings als Familie unterwegs ist, kann eine Familienkarte für 16 Euro erwerben.
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