Ein Besuch im Museo de Arqueología de Alta Montaña de Salta
Als kulturell interessierter Besucher der nordargentinischen Stadt Salta in der gleichnamigen Provinz, kommt man nicht umhin sich eines der Aushängeschilder von Salta anzusehen, das Museo de Arqueología de Alta Montaña.
Beinahe jeder Urlauber unternimmt eine Reise unter anderem mit der Zielsetzung, etwas an Wissen über die fremde Kultur und Geschichte wieder mit nach Hause zu bringen. Für diesen Zweck gibt es in Argentinien wohl kaum ein besser geeignetes Museum als das Museo de Alta Montaña in Salta. Ausgestellt sind hier Fundstücke, die Forscher Ende der 90er Jahre in Peru, auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco fanden. Dort offenbarte sich den Wissenschaftlern ein uraltes Grabmal der Inka. Bestattet wurden auf dem Berg drei Kinder als Opfergabe für die Götter, zusammen mit zahlreichen Gegenständen und Relikten, wie zum Beispiel Puppen und Figuren oder Tellern. Mit der Lage des Grabes in über 6500 Metern Höhe hofften die Inka ihre Opfer den Göttern so weit wie möglich entgegenzubringen. Bedingt durch diese Tatsache blieben sämtliche Funde, inklusive der Körper der drei Kinder optimal konserviert und unwahrscheinlich gut erhalten.
Besagte Überreste der indianischen Kultur der Inka sind seit 2004 im Museo de Arquelogía de Alta Montaña im Zentrum Saltas zu begutachten. Das Museum könnte zentraler nicht gelegen sein, denn es befindet sich direkt neben der Katedrale von Salta am zentralen Platz der Stadt. Neben zahlreichen interessanten Bildern und einem Film über die Expedition in den Anden Perus und damit die Entdeckung der Exponate sind die Highlights sicherlich die geopferten Kinder. In einer Art Glaszylinder ist dort immer eines der „Niños de Llullaillaco“ im Wechsel mit den anderen beiden ausgestellt. Es sei gesagt, dass man sich beim Betrachten der Menschenopfer in jedem Fall ruhig und respektvoll verhalten sollte. Der Besuch dieses Ausstellungsraumes ist für eher schwache Gemüter optional und kann ausgelassen werden. Doch auch ohne sich die „Kinder des Llullaillaco“ näher anzusehen ist das geringe Eintrittsgeld von umgerechnet zwei Euro gerechtfertigt, denn die von indianischer Hand hergestellten, oft sehr aufwändigen Opfergaben im Museo de Arqueología de Alta Montaña sind es unbedingt wert gesehen zu werden, bevor Salta in Richtung eines anderen Zieles verlassen wird. Das Museo de Arqueología de Alta Montaña ist immer von Dienstag bis Sonntag zwischen 11.00 Uhr und 19.30 Uhr geöffnet.
Weiterführende Inhalte zu Ein Besuch im Museo de Arqueología de Alta Montaña de Salta
Weitere Inhalte zeigen
Weiterführende Reisetipps
Verwandte Artikel
- Salta – Argentinien zwischen Tradition und Moderne
- Teil 2: Das Land der Pachamama- Tour durch den argentinischen Norden
- Teil 1: Das Land der Pachamama- Tour durch den argentinischen Norden
- Purmamarca und Humahuaca – Wo die Indianer wohnen
- Huánuco – Ein Geheimtipp im Norden von Peru
- Das Disneyland Resort Paris - Ein Erlebnis für jung und alt
- Argentinien lockt mit Urlaub an den schönsten Stränden Südamerikas
- Mendoza - Argentinien am Fuße der Anden
