Eine Fahrt mit der Kasbachtalbahn
Etwas besonderes ist eine Fahrt mit der Kasbachtalbahn durch die herrliche Landschaft zwischen Linz am Rhein und Kalenborn.
Die Landschaft zwischen Linz am Rhein und Kalenborn alleine ist schon eine Reise wert und wunderschön. Eine Fahrt mit der Nostalgiebahn durch sie hindurch aber ist etwas ganz Besonderes. Mit einem roten Schienenbus, der Kasbachtalbahn, verläuft die Fahrt durch das Kasbachtal. Die Landschaft präsentiert sich mit urwüchsigen Wäldern an steilen Hängen und schroffen Basaltsteinbrüchen. Von Linz über Kasbach vorbei an der Brauerei Steffens bis nach Vettelschoß-Kalenborn verläuft die Strecke. Seit 1999 fährt der Zug immer wieder auf dieser Steilstrecke von April bis Mitte Dezember. Die Bahnstrecke wurde zwischen 1905 und 1909 gebaut und überwiegend genutzt zum Transport der Basalterzeugnisse von den Steinbrüchen zum Rhein. Sie diente aber auch zur Personenbeförderung zwischen dem Rheintal und dem Westerwald.
Damals verlief die Strecke von Kalenborn durch den Westerwald, Neustadt, Peterslahr, Oberlahr bis nach Flammersfeld und dann weiter nach Altenkirchen. Heute können die Passagiere bei der Fahrt mit der Kasbachtalbahn wählen zwischen der Berg- und Talfahrt und der Berg- oder Talfahrt. Erwachsene zahlen für die Berg- oder Talfahrt einen Preis von 5 Euro und für die Berg- und Talfahrt 8 Euro. Für Kinder kostet die einmalige Fahrt 2 Euro, hin und zurück 3 Euro. Die Familienkarte gibt es zu einem Preis von 18 Euro. Fahrkarten können ausschließlich im Zug gekauft werden. In Linz am Rhein am Bahnhof der Deutschen Bahn auf Gleis 3 beginnt die Fahrt zu jeder vollen Stunde. Dann geht es los zur ersten Steigung an der Burg Ockenfels vorbei und kurz darauf ist auch schon der alte Bahnhof von Kasbach erreicht.
Nach einem kurzen Aufenthalt fährt der Zug durch das Kasbachtal in Richtung Brauerei Steffens, wo die Brauereischänke mit Biergarten die Fahrgäste zu einem Aufenthalt herzlich willkommen heißt. Richtig steil ist das Stück bis zur Endstation in Kalenborn. Mit ihren 2x 150 Pferdestärken, die der Zug auch braucht, um die Steigung zu schaffen, kommt die Kasbachtalbahn dann an der Endstation in Vettelschoß-Kalenborn an. Dort haben die Fahrgäste die Möglichkeit, sich das einzigartige Schmelzbasaltwerk anzusehen bevor es mit der nächsten oder übernächsten Bahn wieder zum Ausgangspunkt zurück geht.
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