Eine Reise in den Süden von Florida

Wir haben im Frühjahr eine Reise mit dem Mietwagen in den Süden von Florida unternommen. Hier ist der Bericht über diese abwechslungsreiche Fahrt.

Im Frühjahr 2009 unternahmen meine Frau und ich eine Reise in den Süden von Florida. In Hannover gaben wir unsere Koffer am speziellen Online-Check-In-Schalter bei der Lufthansa ab, nachdem wir einen Tag zuvor unsere Boardingpässe über das Internet geordert und ausgedruckt hatten. Das ist ein absolut bequemes Verfahren, und man spart sich viel Stress am Flughafen. Inzwischen bietet die Lufthansa diese Möglichkeit von vielen Flughäfen aus an. Die Flüge über Frankfurt verliefen problemlos, wir hatten gutes Flugwetter.

Stress bei der Einreise

Was dann kam, war der normale Horror, wenn man in die USA einreist - die Passkontrolle. Lange Schlangen bildeten sich vor unzähligen Schaltern, auf die man immer wieder neu von freundlichen Einweisern verteilt wird. Nach einer dreiviertel Stunde waren wir dann endlich dran, und dann folgte die spezielle Prozedur: Pass abgeben und kontrollieren lassen, Daumen und danach die restlichen Finger auf einen Scanner legen und schließlich das Auge für einen Iris-Abdruck vor eine Kamera halten. Dann mussten wir vor unserer Einreise in den Süden von Florida noch ein paar Fragen beantworten, und nach dem Abholen der Koffer ging es zur Zollkontrolle. Hier standen dann wieder viele Leute vor uns, aber jetzt dauerte es nur noch eine Viertelstunde, bis wir auch das - ohne Kontrolle - hinter uns bringen konnten.

Und nochmal Ärger bei der Autovermietung

Endlich konnten wir das Flughafengebäude von Miami auf unserer Reise in den Süden von Florida verlassen und einen Shuttle zur Autovermietung von Alamo nehmen. Die kommen alle fünf bis zehn Minuten und fahren dann noch einmal dieselbe Zeit bis zur Abgabestelle. Wieder war Schlangestehen angesagt. Nach zwanzig Minuten legte ich die Voucher vor, die wir in Deutschland für die Buchung eines Fullsize-PKW gekauft hatten. „Suchen Sie sich einen aus da draussen!“ wurde uns zu verstehen gegeben. Tatsächlich, das hatten wir noch nie erlebt, es wurde uns kein bestimmtes Fahrzeug zugewiesen, sondern wir hatten die freie Auswahl. Kaum hatte ich mir ein japanisches Modell vorgenommen, meckerte einer der herumlaufenden Mitarbeiter mich an, dass die japanischen PKW zu einer anderen Klasse gehörten und ich nur die Auswahl zwischen den amerikanischen hätte. Die waren leider durchweg in einem ungepflegten, innen ungereinigten Zustand, außerdem passten nicht alle Koffer hinein.

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Endlich im Auto

Ich ging wieder zurück zum Schalter und beschwerte mich über den Zustand der Fahrzeuge. „Well, that‘s what you‘ve booked“, hieß es lapidar. Aber sie hätten da ein besonderes Angebot mit Zuzahlung, dann könnte ich auch einen japanischen SUV haben. Ich stimmte mich mit meiner Frau ab, und da es langsam dunkel wurde, entschieden wir uns für einen Toyota. Mit dem nahmen wir unsere Fahrt ca. zweieinhalb Stunden nach der Landung nun endlich auf. Die Fahrt auf den High- und Freeways auf unserer Reise in den Süden von Florida machte immer Spaß und war recht entspannend.

Angekommen in einem schönen Zuhause

Nach einer dreiviertel Stunde erreichten wir kurz nach Sonnenuntergang Fort Lauderdale. Dieser Ort liegt unweit von Miami an der Küste, hat einen langen Sandstrand und ist wesentlich ruhiger und familienfreundlicher als das quirlige Miami Beach. Wir hatten uns das Tropi Rock Resort in der Belmar Street 2900 als Unterkunft ausgesucht. Der Empfang war sehr freundlich, der Inhaber brachte uns zu unserem Appartement und wies uns unseren Parkplatz zu. Ein Schlafzimmer, ein großes Wohnzimmer und ein Bad mit WC durften wir während unseres Aufenthalts auf unserer Reise in den Süden von Florida als Zuhause annehmen. Ein großer Flachbildfernseher gehörte genauso dazu wie ein geräumiger Kühlschrank und eine Küchenecke. Bezahlt haben wir 69 US Dollar pro Nacht. Frühstück gibt es morgens nicht, aber man kann einen heißen Kaffee bekommen. Aber wir hatten ja eine Küche, und am nächsten Morgen entdeckten wir, dass Richtung Strand auch in ein paar hundert Metern Entfernung ein kleiner Supermarkt war, wo wir das Nötigste bekommen konnten.

Strandleben und der erste Ausflug

An den ersten beiden Tagen unserer Reise in den Süden von Florida war Strandleben angesagt. Der Strand befand sich ja in ca. 300 Metern Entfernung. Für alle Fälle, zum Beispiel wenn es mal regnete - damit muss man anscheinend im Frühjahr dort immer mal rechnen - konnten wir den Pool im Resort mit einem schönen tropischen Garten gut nutzen. Zum Essen mussten wir nicht einmal das Resort verlassen, denn wir konnten uns ja selbst etwas im Appartement kochen. Nach zwei Tagen wurde es uns dann doch langweilig und wir beschlossen, einen Ausflug in den Everglades National Park zu unternehmen. Bis Florida City konnten wir sehr bequem in neunzig Minuten über die Highways fahren. Aber man sollte da unten aufpassen. Es sind sehr viele Sheriffs unterwegs, teilweise sahen wir auf einer Meile über zehn Wagen der Highway Police bei der Geschwindigkeitskontrolle.

Im Everglades National Park

Von Florida City aus ging es dann über die kleinere Straße Nummer 9336 Richtung Flamingo. Nach ein paar Meilen kamen wir an einem großen Fruchtverkauf vorbei, der ist nicht zu übersehen. Hier konnten wir auf dem Rückweg den Vorrat an Orangen, Äpfeln, Mangos, Ananas und Gemüse für die restlichen fünf Tage unserer Reise in den Süden von Florida einkaufen. Nicht weit entfernt davon befindet sich der Eingang zum Nationalpark. Wir machten uns im Besucherzentrum kundig, bezahlten die paar US Dollar Eintrittsgeld und fuhren zunächst einmal ein paar Kilometer. Auf dem nächsten Parkplatz hielten wir an und gingen - für uns das absolute Highlight in diesem Park - den Anihinga Trail entlang. Man kann das auch mit Ranger, das ist aber nur alle paar Stunden möglich, und wir wollten gleich los. Eine sagenhafte Tier- und Pflanzenwelt haben wir auf dem guten Kilometer Fußweg durch den Sumpf gesehen. Alligatoren mit einer großen Kinderschar, Reiher in allen vorkommenden Arten, Geier und viele andere Tiere haben wir sehr nahe beobachten können, ein Fernglas brauchten wir hier nicht. Der Weg ist sehr schön angelegt und auch absolut behindertengerecht.

Nicht bis Flamingo fahren

Von hier aus fuhren wir dann noch zig Meilen in den Park hinein, an einigen Stellen stiegen wir aus und machten kleine Spaziergänge auf den angelegten Rundwegen. Die Landschaft in den Sümpfen ist sehr abwechslungsreich, wir haben das vor unserer Reise in den Süden von Florida auch nicht geglaubt. Mittendrin tauchen große Kiefernwälder auf, Steppenlandschaft wechselt mit Mammutbäumen, und natürlich gibt es auch große Wasserbereiche, in denen wir noch viele Alligatoren beobachten konnten. Die lange Strecke bis nach Flamingo lohnte sich allerdings nicht, hier gab es bis auf eine Gaststätte und einen See nicht viel zu sehen, ich würde beim nächsten Mal nur bis zum Mahogany Hammock Trail fahren und von dort wieder zurück. Es gibt auch keinen Rundkurs, man fährt auf der gleichen Straße wieder zurück, auf der man in den Park hinein gekommen ist.

Die lange Fahrt über die Keys

Abends kamen wir müde wieder im Resort an und legten am nächsten Tag einen Ruhetag am Strand ein. Am fünften Tag unserer Reise in den Süden von Florida ging es dann eine sich sehr lang ziehende und trotzdem abwechslungsreiche Straße entlang bis hinunter zum Key West. Wir sind schon morgens um vier Uhr gestartet, wir wollten ja etwas vom Tag haben, und außerdem war es nicht voll auf den Straßen. In fünf Stunden fuhren wir an berühmten Orten wie Key Largo, Isla Morada und Big Pine vorbei, ehe wir gegen neun Uhr morgens glücklich unser Ziel erreichten. Auf der Straße über die Keys wechseln die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten, da muss man höllisch aufpassen, dass man das mitbekommt und nicht erwischt wird. Key West ist, obwohl von Touristen gut besucht, ein beschaulicher Ort mit vielen alten schönen Häusern. Hemingway, Truman Capote und Tennessee Williams ließen sich hier inspirieren.

Key West ist eine Augenweide

Wir ließen unser Auto stehen und liehen uns Fahrräder. So konnten wir die ländliche Atmosphäre auf unserer Reise in den Süden von Florida hier richtig genießen. Die Duval Street liefen wir dann aber doch lieber zu Fuß ab, denn hier gibt es sehr schöne Boutiquen, alte Kneipen und nette Cafes zum Verweilen. Als Freunde der Literatur ließen wir uns darauf ein, die zwölf US Dollar Eintritt in das Hemingway-Haus zu zahlen, aber wir wurden doch ein wenig enttäuscht davon, was hier geboten wurde. Nur wegen der vielen streunenden Katzen, die von Hemingway‘s abstammen sollen, würde ich hier nicht wieder das hohe Eintrittsgeld zahlen wollen. Mehr an Hemingway erinnert haben uns da die Kneipen Sloppy Joe‘s und Captain Tony‘s Saloon an der Duval Street, wo wir auch auf einen unserer Lieblingsdichter angestoßen haben. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann mit dem Fahrrad noch zum Mallory Square, wo wir mehrere Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen sahen. Nette kleine Boutiquen laden auch hier zum Schnuppern und Kaufen ein. Gegen drei Uhr nachmittags verließen wir Key West und fuhren die lange Strecke nach Fort Lauderdale zurück.

Bei den Indianern in den Sümpfen

Am vorletzten Tag unserer Reise in den Süden von Florida unternahmen wir noch einen Ausflug auf dem Tamiami Trail - so nennt sich die Bundesstraße 41 - bis zum Miccosukee Indian Village. Dieser Stamm lebt auch heute noch in den Sümpfen und unterhält hier ein schönes Kulturzentrum. Von 9 bis 17 Uhr ist es geöffnet. Wir haben hier während der Führung durch das Dorf viel über die Kultur der Miccosukee gelernt. Außerdem durften wir bei vielen traditionellen Handwerken zusehen: beim Patchworknähen, Schnitzen, Puppenmachen und beim Korbflechten. Ein kleines Museum und ein Laden komplettieren die Ausstattung. In der Nähe sind wir dann zu einem Bootsanleger gefahren und haben uns mit dem Pumpboat durch die Sümpfe fahren lassen. Das Boot schwebt fast über dem Wasser und ist durch den oben liegenden Motor sehr laut. Nächstes Mal bringen wir uns Kopfhörer mit. Bei kleinen eingelegten Stopps konnten wir Alligatoren und Reiher ganz aus der Nähe beobachten. Auf dem Rückweg vom Village kamen wir an dem großen Spielkasino des Indianerstammes vorbei, wir hatten aber keine Lust mehr, dieses zu besuchen - zu erschöpft waren wir noch von der Keys-Tour am Vortag.

Leider geht es schon wieder zurück

Am nächsten Morgen gingen wir noch kurz an den Strand, ehe wir wieder zum Flughafen fahren mussten. Die Abgabe des Fahrzeugs erfolgte im Vergleich zur Anmietung sehr unproblematisch, aber nach der Shuttlefahrt erwartete uns am Flughafen wieder eine sehr lange Schlange. Fast eine Stunde warteten wir, ehe wir auf Socken - die Schuhe waren auszuziehen - durch die Passagierkontrolle durften. Es gab nur zwei geöffnete Schleusen. Dagegen hatten wir die Koffer vorher sehr schnell abgeben können. Der Rückflug verlief auch ohne Besonderheiten. Insgesamt war es eine gelungene Reise in den Süden von Florida, allerdings würden wir beim nächsten Mal auf den Keys eine Zwischenübernachtung einlegen, auch wenn die Unterkünfte dort sehr teuer sind.

Reisebericht als PDF
Autor: WELTREISETHOM  18.08.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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