Eine Reise mit dem Transsibirien-Express – Abenteuer auf Schienen

Der Transsibirien-Express führt die Reisenden durch ein endlos weites Land. Für viele Menschen ist es nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Traumreise.

Über 9.288 km verläuft die Strecke des legendären Transsibirien-Express von Moskau bis nach Wladiwostok. Diese Reise gehört auch heute noch zu den großen Abenteuern, führt sie doch in völlig fremde Welten mit einer unbekannten Art zu reisen. Denn es handelt sich um keine gewöhnliche Zugreise, sondern für viele Menschen um die Erfüllung eines Traums. Vorab hat man die Wahl zwischen einer selbst organisierten Reise und einer Pauschalreise. Diese wird von einigen Spezialveranstaltern durchgeführt und beinhaltet die Anreise nach Moskau, den dortigen Aufenthalt mit Besichtigungsprogramm, die Bahnreise mit Reiseleitung und Hotelübernachtungen sowie Besichtigungen bei den Zwischenstopps. Dabei gibt es noch die Möglichkeit, die Reise mit einem luxuriösen Sonderzug zu erleben.

In Moskau steht zunächst eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Dabei kann man die berühmte Basilius-Kathedrale, den Kreml und den Roten Platz bestaunen. Auch eine Fahrt mit der berühmten Metro sollte man sich nicht entgehen lassen, dabei bekommt man die herrlichen Bahn-Stationen zu sehen, die fast wie Paläste wirken. Nach dem Besichtigungsprogramm in Moskau geht es dann zum Jaroslawer Bahnhof, dort startet der Transsibirien-Express seine weite Reise. Im Zug gibt es zwei- und vier-Bett-Abteile, an den Waggonenden befinden sich Waschräume und Toiletten. Wichtige Personen im Transib sind die Schaffner, die nicht nur für Sauberkeit sorgen, sondern die Reisenden auch mit Tee oder Tschai versorgen. Für das Unterhaltungsprogramm muss man selbst sorgen, dafür sollte man Lesematerial und Spiele im Gepäck haben.

Die Reise führt durch Orte wie Jaroslaw, Perm, Jakaterinburg und Omsk. Nach 1.777 km wird die Grenze zwischen Europa und Asien im Uralgebirge passiert. An großen Bahnhöfen wie in Nowosibirsk haben die Reisenden die Möglichkeit, auszusteigen und an den verschiedenen Ständen etwas einzukaufen. Es gibt natürlich Speisewagen im Transib und man kann sich nur wundern, was die Küchencrew in der Enge der Küchenwagen alles zaubert. Da gibt es Köstlichkeiten wie Blinis mit Kaviar und Ukrainischen Borschtsch. Während die Gäste dies genießen, lassen sie die herrliche Landschaft vorbeiziehen. Dabei wechseln sich Birkenwälder mit riesigen Sonnenblumenfeldern ab, zwischendurch sieht man kleine Dörfer, in denen die Zeit wohl stehen geblieben ist. Die Flüsse, die bei dieser Reise überquert werden, tragen großen Namen wie Wolga, Ob und Jenissei.

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Zu den Höhepunkten der Reise mit dem Transsibirien-Express gehört der Baikalsee, hierzu wird in der sibirischen Stadt Irkutsk ein Halt eingelegt. Dieser beinhaltet bei einer organisierten Reise ein Besichtigungsprogramm, zu dem auch eine Stadtrundfahrt gehört. Die Stadt ist idyllisch gelegen am Baikalsee und an den Ausläufern des Baikalgebirges. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Kloster zu Maria Erscheinung, die Erlöser-Kirche, das Kunstmuseum und das Heimatmuseum. Schön ist auch ein Stadtrundgang, um die malerischen alten Holzhäuser zu bewundern. Der Baikalssee und seine Umgebung gehören zum Welterbe der UNESCO. Er ist der tiefste und älteste Süßwassersee der Erde. Die Tiefe beträgt 1.642 Meter und er ist über 25 Millionen Jahre alt. Eine Schiffsfahrt auf dem Baikalsee ist eine gute Gelegenheit, die Schönheit der Landschaft auf sich einwirken zu lassen. Bei schönem Wetter bietet sich ein Picknick in der Taiga an. Die sibirische Taiga ist eine besondere Form nordischer Nadelwälder. Lohnenswert ist auch ein Ausflug in das Dorf Listwjanka am Baikalsee. Es gibt dort eine sehenswerte Kirche sowie einen Markt mit Ständen, an denen Räucherfisch verkauft wird.

Nach all diesen Erlebnissen geht die Fahrt mit dem Transsibirien-Expess weiter über Ulan Ude, Tschita, Chabarowsk bis nach Wladiwostok. Dabei verläuft sie auch am Amur entlang, einem der großen Flüsse Asiens. Dieser Teil der Strecke ist landschaftliche sehr reizvoll. In Chabarowsk überquert der Zug eine drei Kilometer lange Brücke. Dort bietet sich auch noch eine Stadtrundfahrt an. Zu den Sehenswürdigkeiten Chabarowsk gehören das Landeskundemuseum, die Verklärungskirche und das Stadtduma-Gebäude. Dann ist nach weiteren 700 km die Stadt Wladiwostok am Pazifik erreicht. Die Reisenden haben sieben Zeitzonen von Moskau durchquert und 9.288 km zurück gelegt. Wladiwostok ist eine bedeutende Hafenstadt und ein wichtiges Wirtschaftszentrum im Osten. Bei einer Rundfahrt durch die Metropole kann man Sehenswürdigkeiten wie den Hafen, das Gründungsdenkmal der Transsibirischen Eisenbahn, das Ozeanarium sowie das historische Zentrum erkunden. Damit endet die lange Reise und das Abenteuer auf Schienen.

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Autor: elke  27.12.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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