Einmaliges Naturschauspiel Cap Fréhel
Zwischen Saint-Brieuc und Saint-Malo liegt das Cap Fréhel. Dieser mit einem Leuchtturm versehende Granitrücken ragt weit ins Meer hinaus und bietet eines der großartigsten Naturschauspiele der bretonischen Küste.
Prägend für das Cap Fréhel ist sein rotes, graues und schwarzes Granitgestein, das sich 70 Meter hoch über den Meeresspiegel erhebt und von den Fluten tosend umspült wird. Besonders eindrucksvoll ist der Farbkontrast zwischen den rot-violetten Felsen und dem blau-grünem Meer. Um und über das Cap führen viele Wanderwege. Auf dem Weg zur Klippe, vorbei an Heidekraut- und Ginstergewächsen, bieten sich immer wieder Blicke auf das weite, offene Meer. Vorne an der Steilküste angelangt, lässt sich ein einmaliger Blick auf die aus dem Wasser aufragenden Felsen erhaschen. Die sog. Fauconnière-Felsen werden von Seemöwen und Kormoranen bevölkert. Hervorragende Fotomotive bieten Seevögel im Gleitflug, die schäumende See und zu später Stunde ein herrlicher Sonnenuntergang.
Vom Cap Fréhel genießt der Betrachter einen wunderbaren Ausblick auf die Küstenlinie. Im Osten ist die Pointe du Grouin und im Hintergrund die Halbinsel Cotentin zu sehen. Im Westen schweift der Blick zur Insel Bréhat und bei klarem Wetter bis hinüber zu den Kanal-Inseln. Auch eine Schiffsroute führt von der Korsarenstadt St-Malo oder dem Seebadeort Dinard aus kommend zum Cap Fréhel. Bei der Umrundung des Caps mit dem Schiff erlebt der Tourist das beeindruckende Naturschauspiel aus nächster Nähe. Nicht unweit des auf dem Cap befindlichen Fauconnière-Restaurants führt ein abfallender Weg zu einer Aussichtsplattform. Diese Stelle gilt als Geheimtipp, lässt sich doch hier besonders gut das harmonische Farbspiel zwischen den verschiedenen Blautönen des Meeres und den Rottönen der Granitfelsen unterhalb des Caps bewundern.
Wer schon einmal am Cap Fréhel ist, sollte sich die Aussicht vom Leuchtturm nicht entgehen lassen. 1950 wurde der neue Leuchtturm nach vierjähriger Bauzeit fertiggestellt. Er besitzt ein Leuchtfeuer von 3 kW, das bei gutem Wetter über eine Weite von 110 km sich erstreckt, und eine etwa 400 Meter entfernt positionierte Sirene, die bei Nebel eine Zweitonfolge sendet. Nach ca. 145 Stufen den Leuchtturm empor erreicht der Besucher die Galerie. Von hier ist bei schönem Wetter die Insel Bréhat und das Cap Erquy in westlicher Richtung zu sehen. Richtet der Betrachter seinen Blick nach Norden, ragt aus dem Meer die Kanal-Insel Jersey hervor. Im Nordosten dagegen wandert der Blick über die Stadt Granville, die Chaussey-Inseln und einen Teil der Cotentin-Halbinsel.
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Um die einzigartige Naturlandschaft zu schützen, sind Teile des Caps eingezäunt und die Besucher werden gebeten, auf den vorgeschriebenen Wanderwegen zu bleiben. Aus diesem Grund wurde das Cap Fréhel zu einer Umweltzone erklärt und ein großer, tagsüber kostenpflichtiger Parkplatz errichtet. Die Umgebung des Caps Fréhel lässt sich auch wunderbar mit dem Fahrrad erschließen. Für einen längeren Aufenthalt empfehlen sich Unterkünfte in dem ca. eine halbe Stunde Fahrzeit entfernten Seebadeort Erquy oder kleinere Landhotels in Plurien, Fréhel oder Plévenon-Fréhel. Die Anreise zum Cap Fréhel erfolgt mit dem Auto aus Richtung Rennes kommend, weiter über die Schnell- und Landstraßen Richtung Dinan an die Küste. Reisende mit der Bahn fahren mit dem TGV bis Lamballe, Weiterfahrt mit dem öffentlichen Busnahverkehr bis zum Seebadeort Erquy. Auch eine Anreise mit dem Flugzeug ist bis Rennes möglich mit Umsteigen auf die Bahn.
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