Essen und Wandern in Südtirol

In Südtirol gibt es eine Wanderroute, die von Buschenschank zu Buschenschank führt. Nur allzu gerne schlägt man sich dann den Bauch voll mit Südtiroler Köstlichkeiten.

Im Herzen des Eisacktals, nahe dem bekannten "Keschtnweg" gibt es einen Weg, der an zahlreichen Buschenschänken vorbeiführt. Dort kann man sehr gut essen. Es gibt selbstgemachte Südtiroler Spezialitäten wie Knödeltris, einer Variation von Knödeln. Auch hausgemachte Schlutzkrapfen oder Kartoffeltaschen mit Kraut schmecken immer gut. Zum Abschluss werden meist noch hausgemachte, süße Krapfen und gebratene Kastanien angeboten. Und um das Essen nicht allzu trocken ausfallen zu lassen, wird reichlich Eigenbauwein getrunken. Das Beste daran ist wohl, Essen und Wandern mit der schönen Landschaft Südtirols zu verbinden.

Der Törggelesteig von Villanders verläuft ausgehend von Klausen, dort wo die Hauptstraße nach Villanders abzweigt. Man folge nun dem gut beschilderten „Wanderweg Villanders Nr. 4“. Nach etwa zwei Stunden erreicht man das Dorf Villanders. Von dort aus hält man sich an die Wegbeschreibung „St. Moritz/ Sauders“ um auf den „Törggelesteig Nr. 16 blau“ zu kommen. Folgt man dieser Wegbeschreibung, kommt man schließlich zurück auf den „Wanderweg Nr. 4“ und von dort nach Klausen, zum Ausgangspunkt der Wanderung. Der Törggelesteig ist eine leichte Wanderung an der Sonnenseite des mittleren Eisacktales.
Man begeht dabei urtümliche Plattenwege, die vorbei an Weinbergen und Kastanienhainen führen. Vor allem im Herbst lohnt sich die Route, da es eine große Auswahl an Buschenschänken gibt. Diese bieten volkstümliche, deftige Mahlzeiten und bäuerliche Törggelestuben an. Die Gehzeit beträgt vier Stunden. Sie kann jedoch auch verkürzt werden, indem man den Bus von Klausen nach Villanders nimmt und von dort aus seine Wanderung nach St. Moritz/Sauders beginnt.Die Länge des Weges beträgt sieben Kilometer, der Höhenunterschied macht 400 Meter aus.


An dieser Route liegen drei Höfe, die mit dem Roten Hahn, einer Auszeichnung für bäuerliche Schankbetriebe, ausgezeichnet wurden: Der "Larm-Hof" ist vom 20. September bis Ende März durchgehend ab 12.00 Uhr geöffnet. Der Oberparteggerhof ist von September bis Dezember ab 16.00 Uhr geöffnet. An Sonntagen im Herbst wird bereits um 13.00 Uhr geöffnet. Von März bis Mai ist die Küche ab 17.00 Uhr geöffnet. Der Ruhetag ist Montag. Der Pschnickerhof hat seine Tore vom 1. September bis zum 10 Dezember und am Wochenende ab 12.00 Uhr geöffnet, Montag bis Freitag ab 16.00 Uhr. Von März bis Mai bleibt die Törggelestube ab Mittag geöffnet. In allen drei Buschenschänken ist eine Vorbestellung erwünscht.

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Autor: solzstangele  15.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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