Faszinierendes Indien - Kultur und Religion in der Wiege des Hinduismus

In der Wiege des Hinduismus kann man die Kultur und Religion intensiv an Diwali erleben. Kulturelle Höhepunkte im faszinierenden Indien gibt es in Rajasthan, Gujarat oder Orissa.

In Indien, einem der kulturell faszinierendsten Länder Südasiens, ist die Religion ein integraler Bestandteil der gesamten Kultur und durchdringt jeden Aspekt des alltäglichen Lebens. Der Hinduismus ist der vorherrschende Glaube, praktiziert von über 80% der Bevölkerung. Aber das faszinierende Indien ist nicht nur die Wiege des Hinduismus, sondern ein Staat unterschiedlichster Religionen und Kulturen. Neben dem hindu-religiösen Denken findet man in Indien neben dem indischen Jainismus und Sikhismus auch Anhänger des Islam, des Christentums und des Buddhismus.

Hinduismus im Alltag

Der Hinduismus basiert auf den Veden. Diese heiligen Schriften wurden vor etwa 3000 Jahren in Sanskrit verfasst und liefern eine detaillierte Beschreibung über Sitten, Glaube und Moral. Sie dienen aber nicht nur als Verhaltenskodex für die hinduistische Glaubensgemeinschaft in Indien, sondern sie gelten heute als eines der frühesten literarischen Werke der Menschheit und sind somit ein bedeutendes Kulturgut. Der Hindu glaubt, dass jedes Wesen eine unsterbliche Seele besitzt, die nach dem Tod zu einem anderen Körper wandert. Diese Wiedergeburt oder Reinkarnation kann in jedem Lebewesen geschehen. Deshalb sind streng gläubige Hindus Veganer oder zumindest Vegetarier. Der Hindu versteht seinem gegenwärtigen Zustand, egal ob Wohlstand und Gesundheit oder Krankheit und Elend, als Folge seines guten oder schlechten Handelns im vorangegangenen Leben. Es ist kaum vorstellbar, wie stark der Hinduismus in das Leben in Indien integriert ist, mit all den Ritualen, wie zum Beispiel die tägliche Verehrung verschiedener Gottheiten am Hausaltar.  Der Hausaltar - mit kleinen Statuen verschiedener Gottheiten, Blumen und Öllampen - gehört nicht nur in jedes Zuhause, sondern man findet ihn auch in nahezu allen öffentlichen Einrichtungen, in Geschäften und Restaurants in Indien.

Varanasi: heiliger Wallfahrtsort für Hindus

Der Besuch in den verschiedenen Tempeln in Indien und vor allem an den Ufern des Ganges in Varanasi, einem der wichtigsten Wallfahrtsorte für Hindus, gibt tiefe Einblicke in die Kultur und Religion in der Wiege des Hinduismus. Unzählige Tempel und Kultstätten verleihen dem Ort ein unvergessliches Antlitz. Jeder Hindu möchte mindestens einmal in seinem Leben in Varanasi sein und ein heiliges Bad im Ganges, der Mutter aller Flüsse, nehmen, um seine Seele zu reinigen und zu Gott Shiva, dem Schöpfer des Universums, zu beten. Wer Varanasi oder anderen kulturell reizvollen Regionen im faszinierenden Indien, beispielsweise Rajasthan mit dem Palast der Winde in Jaipur, Gujarat oder Orissa mit dem berühmten Sonnentempel Konorak, einen Besuch abstatten möchte, der sollte das am besten im Herbst tun. Einerseits sind die Temperaturen angenehm und in den meisten Regionen Indiens hat der Monsunregen zu dieser Jahreszeit deutlich nachgelassen, andererseits finden im Herbst wichtige Feste statt, an denen man die Kultur und Religion in der Wiege des Hinduismus besonders anschaulich miterleben kann.

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Hinduistische Feste: Holi und Diwali

Ein wichtiges Fest, welches intensiv und farbenfroh in ganz Indien und im Nachbarland Nepal gefeiert wird, ist Holi. Jedes Jahr, zumeist im März, werden an Holi Unmengen von farbigen Pulver in die feiernden Menschenmassen geworfen, man tanzt und lacht ausgelassen auf den Straßen, ein unglaubliches Spektakel. Wem das zu bunt ist, der reist im Herbst ins faszinierende Indien. Jedes Jahr im Oktober oder November, abhängig vom Mondkalender, findet das Fest Diwali statt. Diwali, das Fest der Lichter, wird in ganz Indien und auch in Nepal gefeiert, um dem Sieg von Lord Rama über den Dämon Ravana zu gedenken. Das wichtigste Fest im Hindukalender stellt dar, dass die Wahrheit und das Gute immer über das Böse triumphiert und wird ausgelassen gefeiert. Heute ist das Fest auch Lakshmi, der Göttin des Wohlstands und Glücks, gewidmet. In der Nacht leuchten unzählige Öllampen Lord Rama den Heimweg von seiner Zeit im Exil und verleihen den Städten und Tempeln eine unvergessliche Athmosphäre.

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Autor: Deedoo  12.05.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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