Filmmusiktage Sachsen-Anhalt - Von der Leinwand in den Konzertsaal
Was wären große Kinofilme ohne untermalende und stimmungsschaffende Musik? Die Filmmusiktage Sachsen-Anhalt stellen die Bedeutung dieses künstlerischen Metiers in den Vordergrund und bieten ihm ein angemessenes Podium
Seit 2008 haben Sounddesigner, Komponisten und Medienkünstler bei den alljährlichen Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt in der Händelstadt Halle an der Saale die Möglichkeit zum fachlichen Austausch, zur Diskussion und zur Fort- und Weiterbildung. Auch Regisseure und Produzenten nutzen das Festival, um auf dem neuesten Informationsstand in Bezug auf die für sie unverzichtbare Filmmusik zu bleiben. Ein wichtiger Aspekt des dreitägigen Kongresses ist dabei auch immer die Förderung von qualifiziertem Nachwuchs.
Noch sind die Filmmusiktage Sachsen-Anhalt ein nationaler Fachkongress, auf dem aktuelle Entwicklungen, themenspezifische Fragestellungen und historische Aspekte diskutiert werden und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über filmmusikalische Themen referieren, aber perspektivisch ist der Kongress als internationales Forum gedacht. Jedes Jahr stehen die Musiktage unter einem anderen Motto, 2010 beispielsweise lautete die Überschrift "Götterdämmerung - Filmmusik von Wagner bis Zimmer" und man widmete sich Fragestellungen wie "Sind konservative sinfonische Musik und kommerzieller Erfolg vereinbar?" oder "Wie kann ein Soundtrack den schmalen Grat zwischen künstlerischem Anspruch und Kommerz meistern?". Der Fokus lag dabei, wie die Überschrift bereits ausdrückt, nicht auf modernen Kompositionen, sondern auf Adaptionen der Klassik.
Während die ersten beiden Tage der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt dem Fachpublikum vorbehalten sind, findet am dritten Tag, dem abschließenden Sonntag, um 11 Uhr ein öffentliches großes Galakonzert in der Oper Halle statt, das passend zum Motto des Kongresses Filmmusik aus verschiedenen Epochen präsentiert, aber auch Uraufführungen namhafter Künstler zu bieten hat, wie zum Beispiel 2010 die Komposition "Aleph" von Guillaume Connesson und das Werk "ZwischenTräume" von Marc-Aurel Floro, zu dem Elke Heidenreich einen selbstverfassten Text vortrug. Karten für die Konzerte der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt sind jedes Jahr an den bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 8 Euro bis 21 Euro je nach Sitzplatzkategorie erhältlich.
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