Florida: St. Augustine - Sehenswürdigkeiten in Amerikas ältester Stadt
Sehenswürdigkeiten von St. Augustine wie das Fort Castillo de San Marcos, das Oldest Wooden School House und Flaglers Hotels sind weit über Florida hinaus bekannt.
In St. Augustine Sehenswürdigkeiten zu finden, ist nicht schwer. St. Augustine in Florida ist eine der wenigen Städte Amerikas, die man bequem zu Fuß erkunden und sein Sightseeing Programm auch ohne den Mietwagen starten kann. Die Sehenswürdigkeiten liegen nicht weit voneinander entfernt. Für rund 19 US-Dollar kann man alternativ auch die in St. Augustine überall präsenten Sightseeing-Trains nutzen, was sich vor allem auszahlt, wenn man mehrere Tage in der Stadt bleibt und alle Sehenswürdigkeiten in St. Augustine sehen möchte. Das Ticket für die Sightseeing-Trains gilt für drei Tage und man kann an jeder der 20 Stationen aus- und wieder einsteigen, um sich alle Sehenswürdigkeiten anzusehen. Auch eine romantische Kutschfahrt für circa 20 US-Dollar pro Person ist eine beliebte Alternative zu den Sightseeing- Trains oder zum Mietwagen.
Florida zeigt sich in St. Augustine voller Geschichte und Architektur. Das Zorayda Castle in der King Street, das nach dem Vorbild der spanischen Alhambra in Granada 1883 erbaut wurde, eignet sich zum Start der Sightseeing Tour zu Fuß. Das Gebäude zählt zu den Must-See-Sehenswürdigkeiten in St. Augustine und fasziniert mit seinen 40 in Form, Farbe und Größe verschiedenen Fenstern. Im Innern des Zorayda Castle werden antike Schätze hier in Florida ausgestellt. Besonders beliebt ist dabei ein 2.300 Jahre alter ägyptischer Teppich mit einer Katze als Motiv und eine persische Tränenvase, die dazu benutzt wurde, Tränen von Trauernden aufzufangen.
Wenn man dem Straßenverlauf der King Street in Richtung Wasser folgt, erhebt sich an der nächsten Straßenecke zur linken Hand das pompöse Flagler College aus dem Erdboden. Es wurde einst von Henry Flagler als sein erstes Luxushotel – dem Ponce de Léon Hotel – in St. Augustine in Florida 1887 erbaut und ist eine der Top Sehenswürdigkeiten - ebenso wie das Lightner Museum/ City Hall auf der anderen Straßenseite, welches als Alcazar Grand Hotel von Henry Flagler als Luxushotel gebaut wurde. Ein weiteres Luxushotel von Henry Flager – das Cordoba Hotel - gehört zu den Sehenswürdigkeiten in St. Augustine, die man nicht verpassen sollte.
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Von dort aus überquert man die King Street und trifft an der Ecke King Street/ St. George Street auf das Government House Museum, das die städtische Geschichte von den ersten indianischen Siedlern bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aufzeigt. Ebenfalls an dieser Straßenecke befindet sich die 1598 angelegte Plaza de la Constitution, eine parkähnliche, zum Meer hin offene Grünfläche. Einst wurde hier der Sklavenhandel abgehalten. In der Mitte des Platzes wurde von den Spaniern 1813 ein Denkmal aufgestellt. Direkt an der Plaza de la Constitution liegt am Ende der Fußgängerzone die Cathedrale of St. Augustine. Die erste Messe fand am 8. September 1565 unter Menéndez de Avilés statt, damit bildet die Kirchengemeinde die älteste katholische Pfarrgemeinde in den gesamten Vereinigten Staaten.
Die ursprüngliche, aus dem typischen Coquina-Kalk-Gemisch erbaute Kathedrale wurde 1797 fertig gestellt, aber erst 1870 zur Kathedrale erklärt, als St. Augustine zum Bistum erhoben wurde. Augustin Verot wurde der Titel des ersten Bischofs zu Ehre. Im Jahre 1887 fiel das Gebäude einem schrecklichen Brand zum Opfer, dessen Grundmauern und Teile der Fassade aber noch heute erhalten sind. Im gleichen Jahr begann der Wiederaufbau, seitdem nennt die Kathedrale einen Glockenturm im spanischen Renaissance-Stil ihr Eigen. Das Gebäude wurde 1965 erneut restauriert und erstrahlt heute wieder als eine der Top Sehenswürdigkeiten in St. Augustine in voller Schönheit.
Wer nun in die St. George Street abbiegt, macht eine Reise in die spanische Vergangenheit von Florida und St. Augustine. Sehenswürdigkeiten, zahlreiche kleine Cafés, Boutiquen und Restaurants liegen an der Fußgängerstraße und prägen das Stadtbild. Am Anfang bietet sich die Möglichkeit, am kleinen Visitor Center Straßenkarten und touristische Informationen über Sehenswürdigkeiten, Hotels und Übernachtungen an die Hand zu bekommen.
Sehenswert ist die Casa Pena/ Dr. Peck Haus. In der ersten spanischen Epoche wurde die Casa Pena um 1740 erbaut und gehörte dem königlichen Schatzmeister, dem Spanier Juan de Pena. Während der britischen Besatzungszeit lebte der Gouverneur John Moultrie in diesen vier Wänden. Im Jahre 1837 kaufte Dr. Seth S. Peck das Haus und baute auf die alten Mauern das zweite Stockwerk. Es blieb im Familienbesitz der Familie Peck, bis es 1931 der Stadt St. Augustine vermacht und 1968 liebevoll restauriert wurde. Das Interieur des Dr. Peck Haus ist noch heute im Stil der Zeit eingerichtet, als Dr. Seth S. Peck das Haus erwarb. Hier sind sehenswerte Erbstücke der Familie Peck zu bewundern. Dann geht die Sightseeing Tour weiter ins Spanish Quarter. Hier fühlt sich der Besucher zurück in die spanische Kolonisationszeit versetzt. Im Spanish Quarter von St. Augustine wurden originalgetreu mehrere Häuser nach alten Plänen aufgestellt. Sogar die Menschen sind zum Teil in damalige Kostüme gekleidet - Künstler und Handwerker in ihrer Arbeitstracht gehen ihren Aufgaben nach. Im Spanish Quarter Museum lebt die Geschichte bildhaft wieder auf.
Kurz vor dem rekonstruierten City Gate aus dem 18. Jahrhundert findet man in der George Street das älteste hölzerne Schulhaus der gesamten USA – das Oldest Wooden School House. Dieses ist eine der bekanntesten Sehenwürdigkeiten in St. Augustine. Aus Zypressen und Zedernholz wurde es im 18. Jahrhundert erbaut. Im Obergeschoss lebte damals die Familie des Lehrers. Die letzte Unterrichtsstunde fand im Jahre 1864 statt. Nach Passieren des City Gates, das die Altstadt eingrenzt, findet man auf der gegenüberliegenden Straßenseite das gigantische Fort Castillo de San Marcos, das Wahrzeichen und eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten von St. Augustine.
Nach insgesamt neun aus Holz gebauten Forts, die immer wieder zerstört wurden oder abgebrannt waren, wurde das erste Fort aus Stein errichtet. Wie auch seine Vorgänger diente das Fort der Vormachtstellung Spaniens wie auch der Rückkehr spanischer Schiffe von Havanna/ Kuba auf ihrer Reise zurück in ihre europäische Heimat. Im Jahre 1672 begann der insgesamt 23 Jahre andauernde Bau des steinernen Forts. Ein spezielles Coquina-Kalkstein-Gemisch, dessen Muscheln auf der benachbarten Insel Anastasia Island gefunden wurden, bildete eine optimale Bausubtanz. Das Fort Castillo de San Marcos stellt heute das größte spanische Fort in den Vereinigten Staaten dar und steht unter Denkmalschutz. Seine Form eines quadratischen Sterns mit Wachtürmen an jeder der vier Ecken bestimmt das Stadtbild von St. Augustine. Über eine Hängebrücke erreicht man nach Lösen eines Tickets in Höhe von 6 US-Dollar das Innere des Fort Castillo de San Marcos, in dem sich Wissenswertes zur Geschichte der Kriege und Funktion des Forts hier in Florida erfahren lässt. Kostenlos dagegen ist der Spaziergang um das Fort Castillo de San Marcos herum, auf dem man mehrere Kanonen und einen Herstellungsofen für Kanonenkugeln aus dem Jahre 1844 entdecken kann.
Weitere Sehenswürdigkeiten in St. Augustine lassen sich etwas weiter des Stadtkerns besichtigen. In der Magnolia Avenue nördlich der Altstadt von St. Augustine kann man die Fountain of Youth bewundern, die 1513 von Ponce de Léon gefunden wurde, als er hier an Land ging. Ob das Wasser tatsächlich die ewige Jugend bringt, bleibt abzuwarten. Südlich der Stadt an der A1A auf der Insel Anastasia Island ragt der schwarz-weiß-gestreifte Leuchtturm von St. Augustine in den Himmel. Nach 219 Stufen erreicht man die 50 Meter hohe Aussichtsplattform, von der sich einem ein tolles Panorama über die geschichtsträchtige Stadt St. Augustine eröffnet. Der erste Leuchtturm wurde hier 1874 erbaut und 1980 restauriert. Das Leuchtturmwärterhaus beherbergt das Lighthouse Museum. Gegenüber dem Leuchtturm liegt die älteste Alligatorfarm in Florida, die sich seit 1893 mit der Aufzucht von Alligatoren befasst und die Öffentlichkeit begeistert. Faszinierend sind die angeblich Glück bringenden Albino-Alligatoren aus Lousiana.
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