Fruitpicking in Australien - Jobs auf dem Feld

Fruitpicking in Australien bietet Working-Holiday-Reisenden die Gelegenheit, auch in den ländlichen Gegenden Australiens zu arbeiten. Doch man braucht sich nichts vorzumachen: Es hört sich einfacher an, als es ist!

In den ländlichen Gebieten Australiens werden in den Erntemonaten Jahr für Jahr Saisonarbeitskräfte gesucht, die auf dem Feld Früchte und Gemüse pflücken. Dies ist eine gute Möglichkeit seine Reisekasse aufzubessern, vor allem gibt es Unmengen dieser Jobs und im Normalfall kommt man auch schnell an diese Jobs heran. Die australischen Fruitpicking-Orte wie zum Beispiel Bundaberg, Home Hill, Ayr, Innisfail etc. haben alle sogenannte Working-Hostels die tagtäglich Jobs reinbekommen und diese dann an deren Bewohner verteilen. Die Bezahlung ist eher moderat, aber besser bezahlte Jobs sind auf dem Land kaum zu bekommen, deshalb hat man keine große Wahl.

Fruitpicker pflücken Mangos von hohen Bäumen, kriechen über den Boden um Zucchinis oder Chillis zu ernten, schleppen Bananenstauden und sortieren Obst und Gemüse in Fabriken. Es gibt viele unterschiedliche Jobs, die je nach Region und Jahreszeit variieren. Man muss sich jedoch darüber im klaren sein, dass man auf dem Feld bei astronomischen Temperaturen in der prallen Sonne harte Arbeit verrichtet. Häufig ist kein Schatten in der Nähe. Pausen sind selten und kurz. Auf den Feldern herrscht ein eher rauer Ton, denn oft arbeitet man mit australischen Farmern zusammen, und die haben nicht immer Verständnis für Wehwehchen, welcher Art auch immer. Und am Ende des Tages tun einem von der Arbeit alle Knochen weh. In den Fabriken ist Fließbandarbeit angesagt. Die Arbeit ist monoton, häufig durch laute Hintergrundgeräusche von Maschinen begleitet und auch hier herrscht ein rauer Umgangston. Beim Bananen sortieren steht man zum Beispiel oft mit den Schuhen in Wasserlachen. Nicht sehr angenehm, wenn man dies den ganzen Tag machen muss - Fußpilz lässt grüßen! Aber wer will den Farmern denn was von besseren Arbeitskonditionen erzählen?

Es gibt jedoch auch viel Positives zu berichten. Viele Reisende bleiben für mehrere Tag in den Working-Hostels, manche sogar für mehrere Wochen oder Monate und dadurch lernt man unheimlich viele Leute kennen. Je nachdem wie lange man sich wo aufhält, entstehen gute Freundschaften und eine tolle familiäre Atmosphäre. Man bekommt Kontakt zu Einheimischen, wird auf Parties eingeladen und wird von den Menschen als einer der ihren aufgenommen. Und wenn die Fruitpicking-Zeit vorbei ist, geht man mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die knallharte Arbeit ist dann Gott sei Dank vorbei, aber die Freundschaften, die man dadurch geschlossen hat und die gemeinsamen Erlebnisse, möchte man nicht missen.

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Autor: maiya77  15.05.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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