Geheimtipp in Arizona: Der Antelope Canyon

Der Antelope Canyon, ein Geheimtipp in Arizona, zeichnet sich durch faszinierende Felsformationen aus, die bei Lichteinstrahlung nicht nur Hobbyfotografen in ihren Bann ziehen.

Die meisten haben schon vom berühmten Grand Canyon gehört, viele auch vom nicht weniger eindrucksvollen Bryce Canyon. Der sogenannte Antelope Canyon ist im Gegensatz dazu noch nicht allzu bekannt, was daran liegen könnte, dass er erst vor gut 20 Jahren erschlossen und für Touristen zugänglich gemacht wurde. Es gibt sowohl den Lower Antelope Canyon, der schwerer zugänglich ist, als auch den Upper Antelope Canyon. Der Besuch ist nicht nur für Hobbyfotografen absolut lohnenswert.

Ein Schäfer entdeckte den Lower Canyon zufällig, als er ein Schaf verlor. Auf der Suche nach eben diesem Schaf stieß er auf ein Geheimnis, das bis dahin noch unter der Erdoberfläche schlummerte: Der Antelope Canyon. In der Navajo-Nation-Reservation gelegen, in der Nähe von Page, deutet zunächst nichts auf den Lower Canyon hin. Flaches ebenes Land, wohin das Auge reicht. Nähert man sich jedoch der scheinbar unspektakulären Ebene stößt man plötzlich auf einen Spalt im Boden, auf eine richtige Öffnung, die hinein in den Lower Antelope Canyon führt. Mittlerweile klettern die Besucher auf Treppenstufen in das unglaubliche Spektakel unter der Erde: Durch Erosion des roten Sandsteins haben sich unbeschreibliche und faszinierende Felsformationen gebildet, die je nach Sonnen- und Lichteinstrahlung in unterschiedliche Farben strahlen. Auf engen Wegen kann man zwischen diesen gigantischen Formationen hindurch laufen und sich kaum satt sehen. Besonders Fotografen kommen voll auf ihre Kosten, denn der Antelope Canyon ist wirklich ein geeignetes Fotomotiv. Wirft man Sand in die Luft, ergibt das einen großartigen Effekt auf dem Foto.

Ein kleiner Wehmutstropfen ist jedoch der stolze Eintrittspreis, den die Navajos verlangen. Insgesamt 26 Dollar wird man pro Person zahlen müssen. Dafür ist eine Führung dabei, bei der man allerlei Interessantes erfährt. Zum Beispiel, dass der Antelope Canyon seinen Namen daher hat, dass früher immer Antilopen dorthin kamen um zu trinken oder dass manchmal Schlangen in den Canyon hineinfallen. Auch vom Unglück im Jahr 1977, bei dem einige Touristen ums Leben kamen, erfährt man. Der Canyon ist sehr anfällig für sogenannte „Flashfloods“ (Sturzfluten). Bei heftigen Regenfällen bietet der enge Canyon kein Entkommen und so ertranken die damaligen Besucher. Inzwischen hat man jedoch Notausgänge eingerichtet und die Wege verbessert, außerdem darf man die Canyons bei angekündigten Regenfällen nicht mehr betreten.

Im Gegensatz zum Lower Canyon ist der Upper Canyon ebenerdig begehbar, allerdings wird eine Lower Canyon- Tour teurer, weil man nur mit einer kostenpflichtigen Jeep-Tour dorthin gelangen kann. Dennoch sollte man sich auf jeden Fall die Zeit nehmen einen der beiden Canyons zu besuchen, denn etwas so Einmaliges und Beeindruckendes sieht man nicht alle Tage. Hinterher empfiehlt sich zum Beispiel noch ein Abstecher zum Antelope Point, wo einsame Buchten zum Baden im Lake Powell locken.

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Autor: julina  25.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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