Genießerland Rheinland-Pfalz
Warum ist Rheinland-Pfalz Genießerland? Es ist Weinanbaugebiet, liegt nahe an Frankreich und vor Ort wird vieles angebaut, was dem Gourmet lieb und teuer ist.
Rheinland-Pfalz im Südwesten Deutschlands ist ein Genießerland par excellence. Hier finden sich mehrere gute Weinanbaugebiete wie Mosel-Saar-Ruwer, Rheinhessen, Pfalz oder Nahe, um nur einige zu nennen. Außerdem versteht man hier in der Nähe zu Frankreich gut zu leben und zu genießen. In Rheinland-Pfalz trifft die gemütliche Pfälzer Lebensart auf den rheinischen Frohsinn, was eine äußerst liebenswerte Mischung ausmacht. Neben einigen Sterne-Gourmet-Restaurants gibt es in Rheinland-Pfalz zahlreiche gute Landgasthäuser, wo man es versteht, sehr gute Speisen aus regionalen Produkten zu bereiten. Des weiteren werden viele alte traditionelle Gerichte hier wieder zu neuem Leben erweckt.
Kleine Auswahl an Gourmet Restauants
Am Rande des Weinlandes Nahe in Stromberg steht Johann Lafers Stromburg. Auf der liebevoll restaurierten Stauferburg genießt man in herrlicher Umgebung das Essen quasi mitten im Wald. Auf der Stromburg sind drei verschiedene Restaurants untergebracht. Im Le val d'or genießt man Slow Food aus regionaler Küche, eine Reservierung ist unbedingt erforderlich. Das Bistro d'or ist täglich ab 12.00 Uhr geöffnet und bietet leckere Kleinigkeiten wie Salate oder z.B. ein Wiener Schnitzel. Im Kräutergarten im Innenhof der Burg genießt man in kleinem Rahmen am Chef-Tisch ein 8-Gänge-Menü, etwas ganz Spezielles.
In Dreis in der Eifel unweit der Mosel kocht Helmut Thieltges im Waldhotel Sonnora. Das Haus ist mit 3 Michelin Sternen bewertet. Hier wird je nach Saison einheimisches Wild angeboten, z. B. ein Eifeler Rehrücken. Stets stehen sehr gute frische Fischgerichte auf der Karte. Im roten Salon kann man nach einem Mehrgängemenü eine Zigarre rauchen und einen Cognac dazu genießen. Das Hotel liegt von einem wunderschönen Park umgeben mitten im Wald. Die Gäste kommen von weit her in dieses besondere Restaurant in der Eifel.
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Das Fährhaus in Koblenz-Metternich liegt in wunderschöner Lage direkt am Stausee. Hier bietet Markus Konieczny regionale und internationale Köstlichkeiten. Im gemütlichen und liebevoll dekorierten Restaurant oder im angrenzenden Gartenrestaurant am eigenen Bootsanleger genießt man z.B. Lamm-, Wild- oder Fischspezialitäten. Auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten wird angeboten. Der Weinkeller des Fährhauses ist ebenfalls gut ausgestattet. Hier lässt es sich auch gut in größerer Runde ein Familienfest feiern.
Typische Speisen der Region
So unterschiedlich das Land ist, so unterschiedlich sind auch die Spezialitäten der Regionen. Während die Pfalz klimatisch begünstigt ist und hier u.a. sogar Spargel wächst, waren die nördlichen Mittelgebirge wie Eifel, Hunsrück und Westerwald früher ein Arme-Leute-Land. So kam es, dass die Gerichte, die unsere Großeltern aus Armut kochen mussten, von unseren Eltern aus diesem Grund nicht mehr gemocht wurden. Heute erleben Gerichte wie Stampes, Döppekuchen und Mehlknödel ihre Renaissance. Doch um was handelt es sich hier?
Stampes, in manchen Regionen auch Cräwes oder Tiertisch genannt, ist eine Mischung aus Kartoffeln und Sauerkraut und schmeckt sehr lecker zu Saftschinken oder Kasseler. Für Mehlknödel vermischt man Mehl, Milch und Eier zu einem dickflüssigen Teig. Aus diesem werden mit einem Löffel Klöße geformt und in Wasser abgekocht. Später brät man sie in der Pfanne und serviert Kompott dazu. Als Variante macht man Knödel aus Buchweizenmehl, diese werden wie Polenta gekocht und anschließend in der Pfanne gebraten. Döppekuchen ist eine Variante aus geriebenen Kartoffeln, Fleisch- und Gemüseresten, die wie ein Auflauf im Topf gebacken werden. Aus dem Hunsrück stammt der mittlerweile bundesweit auf Volksfesten gebratene Schwenkbraten. Im Norden des Landes bevorzugt man übrigens Bier oder Viez zum Essen, in den Weinanbaugebieten natürlich den einheimischen Wein. Der Pfälzer Saumagen ist seit den Zeiten, da Helmut Kohl internationale Gäste damit verwöhnte, wohl jedem ein Begriff. Heute bedeutet regionale Küche jedoch alles, was aus einheimischem Anbau bzw. einheimischer Zucht stammt. Das kann Gemüse sein oder aber z.B. einheimisches Wild.
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