Gent – Erinnerungen an den Glanz vergangener Zeiten

Die Stadt Gent gehört zu den meistbesuchten Städten in Belgien. Denn hier warten auf den Besucher etliche Sehenswürdigkeiten wie eine alte Grafen-Burg, der Stadthafen und viele Museen.

Gent war einst mit die größte Stadt in Westeuropa, wofür man reichlich Beweise findet. Sie beherbergt eine Vielzahl an Museen, zahlreiche schöne Plätze zum Entspannen, luxuriöse Cafés und eine faszinierende Architektur. Während die moderne Stadt energisch und chic erscheint, bewahren die älteren Straßen eine ansprechende Ruhe. Gent gewann schnell an Bedeutung und rühmte sich im Jahr 1350 einer Bevölkerungszahl von 50.000, was für die damalige Zeit eine enorme Zahl war. Die Stadt war die Basis der mächtigen Grafen von Flandern, die sie mit einer Reihe an prächtigen Gebäuden schmückten. Doch mit dem Rückgang der Tuchindustrie verlor auch Gent immer mehr an Reichtum und Bedeutung. Jedoch brachte die Industrialisierung im 19. Jahrhundert wieder neue Geschäfte und neues Leben in die Stadt. Heute ist Gent die drittgrößte Stadt in Belgien.

Eine Tour durch Gent kann mit der Besichtigung der gotischen St. Bavo Kathedrale gestartet werden. Sie enthält ein Altarbild aus dem frühen 15. Jahrhundert, welches die Anbetung des Lamm Gottes darstellt. Vermutlich wurde es vom Künstler Jan van Eyck gemalt. Die Kathedrale und das Kunstwerk können vom 1. April bis zum 31. Oktober montags bis samstags von 9.30 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. An Sonn- und Feiertagen von 13.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro. Wer mehr über die Geschichte der Tuchindustrie in Gent erfahren möchte, der ist in der Lakenhalle im Westen der Stadt herzlich willkommen. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente als Handels- bzw. Lagerhalle für Tücher. Besonders die Fassade ist sehr prächtig gestaltet. Direkt daneben befindet sich ein Aussichtsturm, der einen herrlichen Blick über die Stadt bietet. Bis zum Dach fährt ein gläserner Lift, der einen anstrengenden Aufstieg erspart. Weiter nördlich stößt man auf das Rathaus von Gent. Auch hier gibt es eine elegante Fassade zu betrachten, die über mehrere Nischen verfügt, in denen sich jeweils eine Statue einer mächtigen lokalen Person befindet.

Bummelt man weiter durch die eleganten Straßen trifft man wenig später auf den Korenlei, einen Platz, der an der westlichen Seite des alten Stadthafens liegt. Dort reihen sich etliche alte Kaufmannshäuser aneinander, was in jedem Fall eine Besichtigung wert ist. Viele Geschäfte mit unterschiedlichen Waren runden das Bild am Korenlei ab. In nördlicher Richtung des Platzes findet man die Burg Gravensteen, deren Innenräume eine beeindruckende und zugleich erschreckende Sammlung an Folterinstrumenten bereit halten. Die teilweise immer noch vom Wassergraben umgebene Burg kann Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt für einen Erwachsenen 8 Euro. Personen unter 19 Jahren sind frei. Nach so viel Kultur ist eine Shoppingtour in Gent genau das Richtige. Die besten Einkaufsmöglichkeiten findet man dazu auf der Straße Veldstraat im Herzen der Stadt, auf der sich junge und modische Belgier geradezu drängen. Zum Schluss sollte man es nicht verpassen einen schmackhaften Kaffee und ein Stück Kuchen in einem der vielen Cafés oder ein belgisches Bier in einer der vielen Bars zu genießen.

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Autor: Spunk  04.02.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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