Glühwürmchen-Tour in Neuseeland
In Te Anau auf einer neuseeländischen Südinsel wird eine Höhlentour angeboten, bei der man faszinierende Glühwürmchen beobachten kann
Am anderen Ende der Welt gibt es das Neuseeländische Glühwürmchen (Arachnocampa luminosa). Es ist nicht mit den europäischen Leuchtkäfern verwandt. Diese besondere Glühwürmchenart ist in Neuseeland zur Touristenattraktion geworden. Auf einer neuseeländischen Südinsel befindet sich eine touristisch erschlossene Höhle, welche gerade einmal 12.000 Jahre alt ist, in der eine Glühwürmchen-Tour angeboten wird. Man kann abertausende Glühwürmchen an der Decke sehen. Ihr Strahlen wirkt wie Sterne an einem klaren Nachthimmel. Diese kuriosen, kleinen Tiere machen einen Ausflug in die Grotten am Ufer des Lake Te Anau zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Tausende Touristen kommen jährlich zu den Kalksteinhöhlen im Te Wahipounamu Nationalpark. Sie sind seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Man wird mit Schnellboten von der Kleinstadt Te Anau über den zweitgrößten See Neuseelands zu einem versteckten Eingang des Höhlensystems gefahren. Dort angekommen, geht es vorerst zu Fuß durch die unterirdischen Gänge weiter. Auf diesem Weg kommt man an Stalaktiten und einem eiskalten, donnernden Wasserfall vorbei. Weiter geht es im Dunkeln mit kleinen Booten und die Touristen dringen schweigend tiefer in den Berg vor. Man muss aber absolut leise sein, denn ansonsten wittern die Würmchen Gefahr und hören auf zu leuchten.
Schon auf dem Weg zu der speziellen Glühwürmchen-Höhle kann man vereinzelt diese kleinen, strahlenden Tierchen beobachten. Aber dies ist nicht mit dem faszinierenden Anblick, der einen erwartet, zu vergleichen. Der Entdecker der Höhle, Lawson Burrows, beschrieb sein Erlebnis als ein Szenario, das ihn an Bilder vom Weltraum erinnerte – unheimlich, aber nicht bedrohlich. Für viele ist dieses kleine Abenteuer ein feierliches und unglaublich romantisches Erlebnis.
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