Gomera, die kanarische Insel zum Wandern

Die zweitkleinste kanarische Insel, Gomera, ist ein Paradies für Wanderer. Im Nationalpark Garajonay wandert man durch einen uralten Lorbeerwald.

Gomera liegt im Westen der kanarischen Inseln. Mit 369 m² ist sie die zweitkleinste der sieben Hauptinseln, in der Mitte der Insel ragt der Alto de Garajonay 1.487 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Gomera hat nur wenige kleine Strände, ist aber mit ihrem Nationalpark eine Insel für Naturliebhaber und Wanderer. Im Süden der Insel zeigt sich das Wetter warm und sonnig, an der felszerklüfteten Nordseite ist es eher windig. Die Inselmitte ist mit ihrem uralten Lorbeerwald zum Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) erklärt worden. Alle Straßen führen vom Meer her zur Mitte der Insel, man kann also nicht an der Küste entlang reisen. Gomera erreicht man mit der Fähre von Teneriffa aus. Die Fähre legt in San Sebastian, der Inselhauptstadt, an.

Das Valle Gran Rey

Valle Gran Rey liegt im Westen der Insel. Bei der Anreise hat man einen schönen Blick ins Tal auf die Orte La Calera, Vueltas, La Puntilla und La Playa. Das Valle Gran Rey ist eines der Touristenzentren von Gomera mit zahlreichen Hotels, Appartements, Restaurants und Cafés. Einige schöne Restaurants liegen in der Nähe des Hafens. Im Valle gibt es auch ein paar kleinere Strände, der schönste liegt gegenüber des Hotels Gran Rey. Hier ist der schwarze Sandstrand zumindest im Sommer relativ breit, in den übrigen Jahreszeiten liegt er größtenteils unter Wasser. Das Valle Gran Rey ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen, da hier einige Veranstalter Bustransfers in die Berge sowie auch geführte Wanderungen anbieten. Natürlich kann man auch direkt vom Valle Gran Rey aus wandern, u.a. zu einer Eselfarm.

Der grüne Inselnorden

Zwischen Vallehermoso und Hermigua im Norden Gomeras zeigt sich die Küste felsig und zerklüftet, aber durch Bäume und Sträucher auch sehr grün. Es finden sich hübsche kleine Orte, Agulo gilt als einer der schönsten. An der Playa de Hermigua liegt ein Meerschwimmbecken, da man wegen der starken Brandung nicht einfach im Meer schwimmen kann. Es finden sich auch Felder mit dem für die Region typischen Terrassenanbau, d.h. Gemüse und Wein werden auf Etagen angebaut.

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Playa Santiago

Im trockenen Süden der Insel findet sich ein weiteres Touristenzentrum. Der Tourismus begann in Playa Santiago mit dem Bau der großen Hotelanlage Jardin Tecina. Die Hotelanlage bietet alles, was der Urlauber braucht, ist aber recht groß. Direkt im Ort, der früher ein kleines Fischerdorf war, geht es jedoch noch immer geruhsam zu. Man trifft sich am Hafen, wo es einige Restaurants gibt, und beobachtet das Ein- und Auslaufen der Fischerboote. Der Umgebung von San Sebastian sieht man an, dass es hier recht trocken ist. Hauptsächlich wachsen hier Agaven und Kakteen. Auch hier gibt es Wanderwege.

Nationalpark Garajonay

Das Highlight der Insel ist die Natur im Zentrum Gomeras. Zwischen 800 und 1.487 Metern Höhe erstreckt sich der Nationalpark Garajonay, wo es Natur pur gibt, vor allem ein Urwald aus Lorbeerbäumen sowie Baumheide. In den Bergen ist es häufig neblig und die Pflanzen beziehen ihr Wasser quasi aus der Luft, im Winter regnet es jedoch auch häufiger. Vom Mirador de El Bailadero hat man einen schönen Blick auf die Roques, bizarre Felsformationen. Über einen Treppenweg gelangt man zu einem weiteren Aussichtspunkt. Im Besucherzentrum bei Las Rosas, außerhalb der Parkgrenzen, erhält man Informationen sowie Wanderkarten der Region. Die zahlreichen Wege sind gut ausgeschildert. Der Nationalpark Garajonay ist als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen.

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Autor: Eifellive  21.05.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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