Gran Canaria - Insel des ewigen Frühlings

Wenn die meisten Europäer an die kanarischen Inseln denken, fällt ihnen spontan dazu Sommer, Sonne, Strand ein. Für viele Leute sind sie der Inbegriff für spanische Lebensart gepaart mit deutschem Einschlag.

Die Dünenlandschaft erstreckt sich von Playa del Ingels bis nach Maspalomas

Die Insel Gran Canaria macht hier keine Ausnahme, denn in den Touristen Hochburgen im Süden der Insel Playa del Ingles und Maspalomas fühlt sich jeder Urlauber aus Deutschland, Schweiz und Österreich wohl. Nur wenige Erholungssuchende verlassen die Hotelstädte, um das reizvolle Hinterland mit seiner wilden Berglandschaft, der eindrucksvoll zerklüfteten Westküste, oder die grüne Nordküste zu besuchen.

Bevor die Entdeckungstour losgeht.....

Die Anreise ist ganz einfach, denn es werden in den verschiedenen Reisebüros zahlreiche Angebote offeriert, die wirklich keine Wünsche offen lassen. Vom einfachen Bungalow bis hin zum 5-Sterne-Luxushotel ist für jeden Geschmack etwas dabei. Durch den Boom der Billigflieger sind die Komplettpakete mit einem vier und fünf Sternhotel bereits um 800 bis 900 Euro zu bekommen. Entsprechende Angebote findet man im Internet bei den diversen Reiseanbietern.

Das Klima auf Gran Canaria ist warm- gemäßigt mit milden Temperaturen, man spricht auch vom ewigen Frühling. Begünstigt werden diese angenehmen Temperaturen durch den Passatwind und das Azorenhoch. Zusätzlich sorgt der Kanarenstrom, eine kühle Meeresströmung dafür, dass die Temperaturen nicht zu hoch werden. Lang anhaltende Schlechtwetterperioden gibt es genauso wenig, wie übermäßige Temperaturschwankungen zwischen den Sommer- und Wintermonaten.

Angebote auf Karte zeigen

Die Durchschnittstemperaturen betragen im Sommer nicht mehr als 24 °C und in den Wintermonaten um die 19°C. Einzig, wenn der heiße trockene Wind aus Nordafrika, genannt Calima weht, dann kann die Temperatur schon mal um zehn Grad ansteigen. Die Luft ist dann mit feinem Sand und Staub angefüllt, wodurch auch die Sichtweiten drastisch sinken. Zum Glück dauert der Sandsturm meist nur ein paar Tage. Die Wassertemperaturen des Atlantiks betragen in den Sommermonaten um die 22°C und in den Wintermonaten bei 19 Grad. Wenn es regnet, dann hauptsächlich in den Wintermonaten und auch nur im Nordteil der Insel. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt im nördlichen Küstenteil etwa 500 mm im Jahr. Da die Feriensiedlungen im Süden liegen, haben Urlauber fast 100 Prozent Schönwettergarantie!!

Willkommen in Playa del Ingels

Dies steht auf der Reklametafel am Ortsrand, wenn man die vierspurige Autobahn verlässt und die Abfahrt nach Playa del Ingles nimmt. Schon nach wenigen Metern, taucht der vom Flughafen kommende Reisebus in eine künstliche Welt mit Hotelanlagen, Restaurants, Shops und Nachtlokalen ein. Von der Bayrischen Stubn bis zur italienischen Pizzeria, sind hier alle Lokale vertreten und bieten eine riesige Auswahl an Gerichten und Speisen. Die neu ankommenden Gäste werden gleich von Anbeginn ihres Urlaubs von einem Überangebot an Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen konfrontiert. Am Abend wird dieses Angebot durch bunte, schrill leuchtende Neonreklame verstärkt.

Nur ein Gottesdienst in einer Muschelform errichteten Kirche trotzt der lauten Discomusik, vergleichbar als letztes Rückzugsgebiet der heimischen Einwohner. Der Name des Ortes bedeutet in der spanischen Sprache, Strand der Engländer und ist nach den ersten britischen Badegästen benannt. Sie waren vor mehr als hundert Jahren die ersten Gäste, die in Gran Canaria Erholung suchten. Jedoch verbrachten sie damals am Strand von Las Palmas ihren Urlaub. Erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhundert kam der Graf Don Alejandro del Castillio auf die Idee, auf seinem brachliegenden, unbrauchbaren Land, erste Feriensiedlungen zu errichten.

Der sehr breite, feinsandige Strand ist ca. vier Kilometer lang und verbindet die beiden Orte Maspalomas und Playa del Ingels. Sonnenschirme und Liegen gibt es gegen Gebühr zum Entleihen. Im Ostteil des Strandes befinden sich kleine Geschäfte und Lokale in denen alles geboten wird, was für das Strandleben notwendig ist. Am Abend regiert hier das Nachtleben mit Musik und Shows. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass in den Ferienmonaten mehrere Zehntausend Badegäste sich am Strand tummeln. Viele Leute spazieren auch nur am Strand entlang und besuchen die im Westteil gelegene Dünenlandschaft.

Die ca. zehn Meter hohen Dünen können zu Fuß besucht werden und bieten einen tollen Ausblick auf den Strand. Laufend ändern die Dünen ihre Form und Position, dafür ist der vom Meer kommende Wind verantwortlich. Nach einer stürmischen Nacht, kann die Dünenlandschaft am nächsten Morgen komplett anders aussehen. Oberhalb des Strandes verläuft die Strandpromenade mit dem klangvollen Namen Paeso Costa Canaria. Die beliebte Promenade erstreckt sich im Osten bis zum Ortsteil San Augustin und im Westen bis zur Costa Meloneras. Von der Promenade hat man einen schönen Ausblick auf die Dünenlandschaft und auf den weitläufigen Strand.

Ein Besuch in der Frühgeschichte der Insel

Im Norden von Playa del Ingles liegt auf der Straße nach Fataga, das Freilichtmuseum Mundo Aborigen. Die Straße steigt steil mit vielen engen Kurven an. Die Landschaft ist trocken und kahl, nur einige Gräser und Kakteen stehen in kleinen Gruppen in der kargen Landschaft. Zu sehen gibt es kleine Täler und Felsabbrüche, schroff, kahl und verwittert. Das Freilichtmuseum umfasst eine Größe von 110.000m², wo das Leben der altkanarischen Bevölkerung auf anschauliche Weise dargestellt wird. Zu sehen gibt es Nachbildungen von steinernen Rundhäusern, Ställen, Werkstätten und Begräbnisanlagen, in denen lebensgroße Figuren, Szenen des Alltages und damalige Bräuche nachstellen. Ein kleines Museum, wo Töpfe, Schalen und Tongefäße zu sehen sind, ergänzt die Ausstellung.

Genaue Informationen findet man bei den einzelnen Objekten in mehrsprachiger Ausführung, auch auf Deutsch! Von den einzelnen Aussichtspunkten hat der Besucher einen tollen Ausblick auf die Küstenlandschaft und die Bergwelt des Barranco de Fataga. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene, geöffnet ist das Museum täglich ab 9.00 Uhr. Es ist empfehlenswert, das Museum schon früh morgens zu besuchen, da hier noch wenige Leute im Museum sind und der Himmel noch frei von Wolken ist.

Durch die faszinierende Bergwelt von Gran Canaria

Nur fünf Kilometer nördlich von Arteara liegt malerisch in einem Tal das Bergdorf Fataga. Die Altstadt gruppiert sich um die im 19. Jhdt. errichtete Kirche mit weißen Steinhäusern, buntem Blumenschmuck und roten Ziegeldächern. Im Ort selbst gibt es einige Restaurants und Galerien. Am Besten parkt man sein Fahrzeug bei der Kirche an der Durchgangsstraße. Die Gassen im Ort selbst sind eng, winkelig und daher nur für Fußgänger zugänglich. Der Ort gilt als der schönste von Gran Canaria. Umgeben ist der Ort mit kleinen Feldern und Gärten mit Mandel- und Marillenbäumen. Hinter dem Dorf Fataga windet sich die kurvenreiche Straße die Berghänge entlang und steigt stetig an. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht auf die Küste und umliegende Berglandschaft schöner und atemberaubender. In den höheren Lagen wird die Vegetation immer spärlicher, bis schließlich nur mehr einige Föhren und niedrige Büsche zu sehen sind.

Verpassen sollte man in der Ortschaft Ayacata nicht die Abzweigung zur Straße GC600, welche zum Wahrzeichen von Gran Canaria, den Roque Nueblo führt. Der 80 Meter hohe Monolith ist nur zu Fuß über einen zwei Kilometer langen Weg vom Parkplatz zu erreichen. Meist ist es hier sehr windig und kalt, den Felsen frei von Wolken zu erleben, ist oft nur in den Morgenstunden möglich. Nicht verpassen sollte man gleich nach der Ortschaft Santa Lucia den Aussichtspunkt Mirador La Sorrueda. Von der Hauptstraße führte eine Stichstraße zu einem kleinen Parkplatz, hier endet auch die Straße. Der Aussichtspunkt bietet einen schönen Ausblick auf den Stausee Embalse de Tirajana mit angrenzenden Palmenhain. Der Blick auf die kargen Bergketten des zentralen Berglandes von Gran Canaria rundet das Panorama ab. In dem Tal Fortaleza Grande fand die letzte entscheidende Schlacht zwischen der Urbevölkerung und den Spaniern statt. Der Berg galt auch bei den Altkanariern als heilige Stätte. Vom Parkplatz führt ein schmaler und steiniger Weg hinauf zu einem Tunnel im Berg. Auf der anderen Seite hat man einen tollen Ausblick auf den Barranco de Tirajana.

Im Zentrum von Gran Canaria, an der höchsten Stelle der Pass-Straße in 1.490 Meter Höhe liegt die kleine Siedlung Cruz de Tejeda. Hier gibt es ein paar Verkaufsstände mit Textilien, Süßigkeiten und Früchten. Auch findet man ein paar kleine Restaurants. Da hier die meisten Ausflugstouren und Touristen mit Mietwägen vorbeikommen, herrscht ein entsprechendes lebendiges Treiben. Ein Esel als Fotomotiv steht neben dem Steinkreuz, nach dem die Siedlung benannt wurde. Er dient, gegen Entgelt natürlich, für Fotozwecke mit zugehörigem Bauern. Hauptattraktion von Cruz de Tejeda ist jedoch das den Ort umgebende wunderbare Panorama der wunderschönen Bergwelt Gran Canaria.

Weiter führt die Straße durch einen saftig grünen Pinienwald mit Gräsern und Farnen, genannt Los Pinus de Galdar, in den Ort Artenara. Auf dieser Höhe merkt man nichts von den heißen Temperaturen an der Küste, hier weht ein kühler, frischer Wind. Der Ort Artenara ist an einem Berghang gelegen und ist berühmt für seine Höhlenwohnungen. Die besondere Attraktion ist die Felsenkirche Iglesia de la Virgen de la Cuevita. Von einem kleinen Parkplatz aus führt ein breiter Fußweg direkt zur Kirche. Eingebettet ist die Kirche in braunen Stein mit nur einem Zugang, der durch eine schwere vergitterte Eisentüre verschlossen ist. Durch die massiven Gitterstäbe kann der Besucher einen Blick in das Innere erspähen. Am höchsten Punkt der Felswand ist ein kleiner Glockenturm zu erkennen, der allerdings nicht mehr als ein gemauerter Bogen mit Kreuz und Glocke ist. Die Kirche ist mit Höhlenwohnungen umgeben, welche zum alten Kern von Artenara gehören.

Westlich der Altstadt liegt der neue Teil des Ortes mit normalen Gebäuden. Hier findet man die Kirche San Matias, die besichtigt werden kann. Unweit der Kirche erhebt sich ein Hügel mit einer überdimensionalen Christusstatue. Am Fuße führt ein ausgeschlagener Pfad zum Gipfel mit der Statue, genannt Mirador La Silla. Von hier oben bietet sich dem Besucher ein tolles Panorama auf die umliegende Bergwelt und auf den Ort Artenara, dem höchst gelegensten der Insel.

Der trockene heiße Süden

Am anderen Ende der Dünenlandschaft liegt der zweite große Ferienort von Gran Canaria, Maspalomas. Es ist zugleich das Zentrum des Tourismus. Im Gegensatz zu Playa de Ingels geht es in diesem Ferienort ruhiger zu. Dafür findet der zahlungskräftige Urlauber hier Ferienresorts der gehobenen Preisklasse und exquisite Golfanlagen. Maspalomas ist das Domizil der reichen Urlauber, die sich von der Masse der Touristen abheben wollen. Am südlichen Ende des Ortsteils Oasis de Maspalomas erhebt sich der 56 Meter hohe Leuchtturm Faro de Maspalomas an der Mündung des Barrancos. Errichtet wurde der Leuchtturm im Jahre 1885 als erstes Bauwerk in dieser Region. Sein Leuchtfeuer reicht über 25 Kilometer weit in den Atlantik hinaus. Umgeben ist der Turm von luxuriösen 4 und 5 Sternhotels mit üppig wuchernder Vegetation in den Parkanlagen. Der Küste entlang führt der Paeso del Faro, ein Fußweg und Flaniermeile mit Restaurants und Läden.

Über die GC-500 erreicht man die nächste Ortschaft Puerto Rico. 30 Grad im Schatten, tiefblauer Himmel mit viel Sonne, so präsentiert sich die Ansiedlung von seiner schönsten Seite. Am feinen weißen Sandstrand tummeln sich die Urlauber und verbringen hier im zweitgrößten Badeort der Insel ihre Ferien. Umgeben ist die Bucht, in welcher der Ort liegt, von einer 100 Meter hohen Felswand. Die Hotelanlagen sind in die Felswand gebaut und erstrecken sich bis am oberen Rand des Berghangs.

Der wunderschöne Sandstrand ist jedoch nicht natürlich, sondern wurde vor einigen Jahren künstlich angeschüttet. Geschützt ist die Bucht durch eine in das Meer hinaus gebaute Mole. In Puerto Rico gibt es gleich zwei Jachthäfen mit jedem erdenklichen Komfort. Hinter dem Strand verläuft eine Strandpromenade an der kleine Geschäfte und Lokale zum Verweilen einladen. Zwischen den Hotelanlagen befinden sich immer wieder kleine Grünanlagen, die den Ort freundlicher und angenehmer gestalten. Für Besucher gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz im Zentrum. Die Parkgebühr beträgt 55 Cent/Stunde.

Der Besuch des kleinen verträumten Hafenstädtchens Puerto de Mogan gehört zum absoluten Muss eines jeden Gran Canaria Aufenthaltes. Jedoch sind Parkplätze sind hier sehr rar, am leichtesten findet man einen freien Platz im neueren Teil von Puerto de Mogan. Genannt wird der Ort auch Klein Venedig, da der alte, historische Ortskern mit Kanälen durchzogen ist. Der alte Ortskern ist auch für uns Besucher interessant mit seinen farblich gestalteten Häusern und dem reichlichen, üppigen Blumenschmuck. So findet man auch leicht ein Cafe oder Restaurant zum Verweilen in der brütenden Mittagshitze. Im kleinen Hafen liegen Fischerboote, zwischen denen sich im glasklaren Wasser Fische tummeln.

Entdeckungsreise West- Gran Canaria

Von Puerto de Mogan führt die Straße stetig ansteigend durch das Tal des ausgetrockneten Flusses Mogan. Entlang der engen Straße mit sehr dichtem Verkehr, die zur Ortschaft Mogan führt, liegen mehrere Dörfer und sogar eine alte Windmühle. Ab hier windet sich die Straße die Berghänge entlang, wobei die Vegetation immer spärlicher wird. Nach schließlich ca. zehn Kilometer haben die Felswände farbliche Schattierungen in den Tönen weiß, blau, rot und braun. Genannt wird diese Naturerscheinung Azulejos. Hier gibt es auch einen kleinen Parkplatz mit einem Obststand, das gleichzeitig ein kleines Lokal mit Erfrischungen beherbergt und ein tolles Panorama gibt es als Zugabe. Es lohnt sich hier Stehen zu bleiben und die Aussicht zu genießen. Hinter dem Pass Degollada de Tasartico führt die Straße wieder hinab in die Ebene, wo die Dörfer Tocodoman und San Nicolas sich befinden. In der Ebene findet man mit Folie abgedeckte Obst- und Gemüsefelder. Nach dem Durchqueren der Ebene steigt die Straße wieder an kargen Berghängen empor und führt kurvenreich durch die Berglandschaft bis zur Ortschaft Agaete.

Beim Aussichtspunkt Mirador de Balcon fallen die Felswände senkrecht zum Meer ab und es eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die Steilküste. Seinen Mietwagen kann man auf dem meerseitig gelegenen Parkplatz abstellen, wo sich auch ein Imbisswagen befindet. Der Besitzer verteilt an die Neuankömmlinge kleine Häppchen zur Begrüßung. Am Horizont in der Ferne erkennt man die Insel Teneriffa. An der rechten Seite ist der Nordteil von Gran Canaria zu sehen. Unterhalb des Parkplatzes liegt eine kleine Aussichtsplattform, von der man einen sehr schönen Ausblick auf die schroffen, zum Meer steil abfallenden Felsen hat. An den Klippen bricht sich die weiße Gischt des tosenden Meeres, das an dieser Stelle immer sehr bewegt ist.

Der Nordteil Gran Canarias

Im Gegensatz zum trockenen, heißen Süden ist der Nordteil der Insel aufgrund der Passatwinde feuchter und daher auch mit einer reicheren Vegetation gesegnet. Hier kann es schon mal vorkommen, dass ab und zu Regenschauer niedergehen oder dichte Wolken an den Berghängen entlang ziehen. Im Ortskern von Teror befinden sich sehr schöne alte Häuser mit kunstvoll gestalteten Balkonen aus Holz. Die Fassaden sind ebenfalls reichlich verziert mit Wappen und Ornamenten. Im Zentrum der Altstadt befindet sich die überdimensional große Basilika de Nuestra Senora del Pino. Bei der Ankunft mit dem Mietwagen im Ort, steht dem Besucher allerdings die Herausforderung der Parkplatzsuche bevor. Denn, diese gibt es hier sehr selten und man benötigt schon ein wenig Glück, um sein Fahrzeug ordnungsgemäß abstellen zu können.

Das Zentrum um die Basilika ist für den Autoverkehr komplett gesperrt und als Fußgängerzone gewidmet. Der autofreie Kirchplatz, den ebenfalls die Fußgängerzone umschließt ist fast menschenleer, jedoch in den Gassen daneben herrscht viel Trubel und Verkehr. Die Basilika ist an der Stelle errichtet worden, wo einigen Hirten die Jungfrau Maria am achten September 1481 erschienen sein soll. Angeblich sollen die Hirten die Gottesmutter in einer großen Kiefer gesehen haben. Im Inneren der Kirche, in einem eigenen Raum hinter dem Altar, ist die Inselheilige und Schutzpatronin Virgen del Pino in Form einer ein Meter hohen Statue ausgestellt. Sie kann Montag bis Freitag von 14.00 -18.00 Uhr, So 10.30- 14.00 Uhr und 15.30 -18.00 Uhr besichtigt werden.

Hinter der Basilika liegt das Casa Museo de los Patronas de la Virgen, das ein Bespiel für den altkanarischen Baustil darstellt. Errichtet wurde das Palais um 1600 und diente den Schutzherren der Virgen del Pino, der Familie Manrique de Lara als Sommersitz. An den großen Platz vor der Kirche schließt ein kleinerer Platz an, der nach der Gattin des Anführers der lateinamerikanischen Freiheitsbewegung Simon Bolivar benannt ist. Am Platz Teresa de Bolivar erinnert eine Büste an den Freiheitskämpfer. Der Legende nach soll der Großvater von Teresa im Casa de los Patronas zur Welt gekommen sein.

Von Teror aus führt die enge, kurvenreiche Straße GC30 durch das Bergland des Nordens in den Ort Firgas. Bekannt ist Firgas in Gran Canaria für zwei Dinge. Zum einen für die Mineralwasser-Abfüllanlage, welche die ganze Insel mit ihren Getränken versorgt. Anderseits ist der Ort Firgas noch für den Paeso de Gran Canaria bekannt. Der Paeso besteht aus einem leicht abfallenden Weg mit einer Treppe an der Seite. Entlang dieses Wegs fällt über Kaskaden das Wasser hinab, bis es in einem Kanal verschwindet. Seitlich stehen Bänke, die mit bunten Kacheln überzogen sind. Oberhalb befinden sich die Wappen der 21 Regierungsbezirke von Gran Canaria. Die Fortsetzung dieses Weges bildet der Paeso de Canaris mit der Darstellung von kanarischen Landschaften und den einzelnen Inseln in Reliefform.

Kurz vor der Ortschaft Galdar zweigt eine Nebenstraße zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten der kanarischen Inseln ab. Das Cenobio de Valeron ist ein weitläufiger Höhlenkomplex mit ca. 298 Höhlen, die sich unter einem natürlichen Basaltgewölbe erstrecken. Das Gewölbe ist 30 Meter breit und 25 Meter hoch und besteht aus Tuffgestein, das leicht bearbeitet werden kann. Vom Parkplatz führen Stufen zu den Höhlen hinauf, an denen entlang von Schautafeln die Geschichte und Nutzung der Höhlen dargestellt wird. Für Fotografen ist der Vormittag interessant, da hier die besten Lichtverhältnisse vorliegen.

Genutzt wurden die Höhlen von den Altkanariern möglicherweise als Vorratskammern, jedoch sind die Forscher über die tatsächliche Nutzung im Unklaren. Durch das weit verzweigte Höhlensystem mit verschiedenen Etagen, Gängen und Treppen, gibt es Spekulationen über die mögliche Verwendung als Kloster oder Palast. Fest steht, dass die einzelnen Höhlen mit Holztüren verschlossen waren.

Der Schnellstraße weiter folgend erreicht man den Ort Galdar. Die Stadt liegt am Ende der von Las Palmas kommenden gut ausgebauten Schnellstraße. Als besondere Attraktion kann Galdar mit der bemalten Höhle Cueva Pintada aufwarten. Das Besucherzentrum mit der Höhle liegt im südwestlichen Teil des Ortes; der Weg ist von der Plaza de Santiago gut beschrieben. Die Höhle selbst kann derzeit zum Schutzes der Wandmalerei nicht besichtigt werden.

Es erfolgten mehrere Restaurationen in den letzen Jahren, da die Malereien immer mehr zu verblassen drohten. Die Wandmalereien selbst bestehen aus farbigen geometrischen Zeichnungen mit Kreisen, Dreiecken und Quadraten. Über die Nutzung der fünf mal viereinhalb Meter großen und drei Meter hohen Höhle ist bis heute nicht bekannt. Im Besucherzentrum gibt es eine Ausstellung und einen Film über die Geschichte der Altkanaren und ihrer Lebensweise. Das Besucherzentrum hat von Dienstag bis Freitag von halb zehn bis acht Uhr am Abend geöffnet. Der Besuch ist nur nach Voranmeldung möglich. Die Reservierung kann man auch telefonisch unter 928 895 746 erledigen.

Zu Besuch in einem der schönsten Täler Gran Canarias

Südlich des Ortes Agaete liegt das Tal Barranco de Agaete, das wegen seiner üppigen Vegetation mit Palmen, Mangos, Zitronen und Marillen sehr bekannt ist. Zu verdanken hat das Tal die Fruchtbarkeit, seines hohen Wasserreichtums und des Umstandes, dass die hohen Berghänge vor kalten Winden schützen. Speziell an den Wochenenden ist das Tal Treffpunkt vieler Besucher, die eines der vielen Restaurants entlang der Straße besuchen. Am Ende des Tals endet die Straße beim ehemaligen Heilbad Los Berrazales, dessen eisenhaltiges Wasser für Kuren verwendet wurde.

Las Palmas

Mit ihren 380000 Einwohnern ist sie die größte Stadt des kanarischen Archipels und die siebtgrößte Stadt Spaniens. Ihre wirtschaftliche Bedeutung verdankt sie dem Hafen Puerto de la Luz, dem größten Hafen der kanarischen Inseln. Für Besucher sind die ältesten Stadtteile Vegueta und Triana interessant, da hier die meisten Sehenswürdigkeiten liegen. Hier findet man auch schöne alte Häuser mit prächtigen Holzbalkonen, enge Gassen und malerische Plätze.

Der Park Parque de San Telmo mit seinem Jugendstilpavillon und stimmungsvollen Ambiente lädt zur kurzen Pause ein. Auf der Westseite des Parks hat die Militärkommandantur in dem neoklassizistischen Gebäude ihren Sitz. Im Jahre 1936 rief hier General Franco zum Sturz der spanischen Regierung auf. Schräg gegenüber der Militärkommandantur am Ende des Parks sehen wir die Ermita de San Telmo aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist der Schutzpatronin der Fischer geweiht. In der Kapelle befinden sich Motivbilder, die von geretteten Seeleuten gespendet wurden. Beim Parque de San Telmo beginnt auch die Fußgängerzone in der Gasse Major de Triana in der viele Geschäfte und prunkvolle Häuser im Jugendstil liegen. Sie gilt als die Einkaufsstraße von Las Palmas. Im Viertel Triana befindet sich auch noch die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kirche San Francisco mit ihrem barocken Hauptaltar, sowie die Hauptbibliothek.

Gegenüber der vierspurigen Schnellstraße beginnt das Viertel Vegueta in dem die Kathedrale Santa Ana liegt. Sie ist umgeben von den ältesten Gebäuden von Las Palmas. Dazu gehören der Bischofspalast Palacio Episcopal, die Casa de Colon, das Rathaus Casa Consistorial sowie die Casa Regential, wo der Oberbefehlshaber der Streitkräfte residierte. Besichtigen kann man die Kathedrale nur über das Museum Diocesano de Arte Sacro. Der Eingang liegt in der Seitengasse Calle Espiritu Santo. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro. Zu sehen gibt es alte kostbare Heiligenfiguren, Gegenstände des christlichen Lebens aus Gold und Silber und eine kleine Gemäldegalerie. Über einen kleinen Innenhof erreicht man das große Kirchenschiff der Kathedrale und den barocken Altar.

Vor der Kathedrale erstreckt sich der nicht minder imposante Platz Plaza de Santa Ana. Hier stehen auch die bedeutenden Gebäude wie der Bischofspalast, das Rathaus und die Casa Regential. Hinter der Kathedrale befindet sich das Gebäude Casa de Colon, das 1777 errichtet wurde und Sitz des Stadthalters der Insel war. Den Namen verdankt das Gebäude Christoph Kolumbus, der hier angeblich bei seiner Überfahrt nach Amerika übernachtet haben soll. Natürlich kann es nicht das heute an dieser Stelle befindliche Gebäude sein, sondern eines seiner Vorgängerbauten. Christoph Kolumbus brach bekanntlich 1492 zu seiner Entdeckungsreise nach Amerika auf.

Reisebericht als PDF
Autor: miguel060804  16.08.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

Kommentare zu Gran Canaria - Insel des ewigen Frühlings

Userbild retilein25retilein hat 25 Beiträge geschrieben und hat sich damit die Bronzemedaille verdient. ab 10 Beiträgen Bronzemedaille ab 25 Beiträgen Silbermedaille ab 50 Beiträgen Goldmedaille ab 75 Beiträgen Auszeichnung Bronze ab 100 Beiträgen Auszeichnung Silber ab 250 Beiträgen Auszeichnung Gold Als Beiträge zählen wir jede Nacht deine Reisetipps, Kommentare, Bilder, Trips, Fragen, Antworten & Reiseinformationen. retilein: sehr informativer Bericht (18.08.11)

Dein Kommentar zu Gran Canaria - Insel des ewigen Frühlings

Weiterführende Inhalte zu Gran Canaria - Insel des ewigen Frühlings

Angebote auf Karte zeigen
Gran Canaria Strandurlaub mit.. | TripFür den Gran Canaria Strandurlaub möchte ich Euch folgendes empfehlen:...
Last Minute Gran Canaria | ArtikelLast Minute Gran Canaria ist bei deutschen Urlaubern vor allem wegen...
All inclusive Gran Canaria | ArtikelAll inclusive Gran Canaria ist auch auf der drittgrößten Insel der...
Die schönsten Urlaubsorte auf.. | Artikel Die Insel des ewigen Frühlings lockt Jahr für Jahr Scharen von...
Flugzeit Gran Canaria - Wie lange.. | ArtikelGran Canaria ist zu jeder Jahreszeit ein sehr beliebtes Urlaubsziel...


Weitere Inhalte zeigen
Hotel Concorde | HotelDas Hotel Concorde in der Nähe des Flughafens bietet 91 zweckmäßig...
Kathedrale Santa Ana | Kultur & MuseumEinen tollen Ausblick hat man vom Dach der Kathedrale Santa Ana. Hinab...
Mundocartucho-triana | ShoppingWenn Ihr in Las Palmas seid, müsst Iht unbedingt ins Zentrum,...
Chick & Cream | NachtlebenTolle Parties werden regelmässig im Chick & Cream im Hotel Maritim...
Faro de Maspalomas | ShoppingBeim Faro de Maspalomas direkt an der Strandpromenade gibt es...
H10 Playa Meloneras Palace | HotelThe five star H10 Playa Meloneras Palace is set in a modern building,...

Bilder zu „Gran Canaria - Insel des ewigen Frühlings“

;