Hamburg – St. Pauli – Inkasso-Henry’s Kiez-Tour
Inkasso-Henry- ein echter Zuhälter aus den achtziger Jahren - erzählt auf seiner Tour über den Kiez aus seinem Leben und zeigt Einblicke, die einem sonst verwehrt bleiben.
Jeder, der die sündigste Meile einmal nicht nur aus der Touristen-Perspektive erleben möchte, sollte sich freitags oder samstags in der Zeit von 12bis 18.30 Uhr die Zeit nehmen und sich von einem ehemaligen St. Pauli-Zuhälter „seinen“ Kiez zeigen lassen. Inkasso-Henry ist einer der letzten lebenden Legenden auf dem Kiez, rund um die Hamburger Reeperbahn. Der in St. Pauli geborene Geldeintreiber (daher sein Name) arbeitet zusätzlich noch als Portier in der Table-Dance-Bar Lido auf der Reeperbahn. Früher war er Kellner im „Beatles“ Star-Club und Mann fürs Grobe in der früheren Afro-Diskothek Sahara. In den Glanzzeiten schafften bis zu zehn Frauen für ihn an.
Wer also etwas mehr über den Hamburger Kiez und seine Geschichten erfahren möchte, sollte sich diese sechseinhalb Stunden Zeit nehmen, denn auf dieser Tour erzählt einer, der nicht nur Erzähltes weitergibt, wie die vielen anderen. Dieser Mann plaudert im markanten Kiez-Jargon über Erlebtes – Schießereien mit anderen Zuhälter-Banden und Treffen in der früheren Zuhälter-Kneipe „Zur Ritze“. Man fühlt sich mittendrin, statt nur dabei.
Seine Kiez-Tour besteht aus zwei Teilen: von 12 bis 16 Uhr lädt er seine Gäste zu einer vierstündigen Hafenrundfahrt auf der traditionellsten aller Barkassen, die Classic Queen, ein und von 16 bis 18.30 Uhr führt seine Tour dann über die Reeperbahn, wo er Geschichten zum Cabaret der Travestie, dem legendären Pulverfass, erzählt. Weiter geht’s zum Nevada, das frühere Sahara, die Afro-Disko, in der er lange Zeit als Türsteher die Fäuste schwang, sowie zur wohl letzten Instanz echter Kiezgeschichte, der Kult- und Boxerkneipe „Zur Ritze“. Nächste Stationen sind die Herbertstraße, wo viele seiner Frauen damals die Kohle säckeweise mit nach Hause schleppten, und die Große Freiheit, wo er im „Beatles“ Star-Club als Kellner anheuerte.
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Gebucht die Tour direkt über Inkasso-Henry’s Website. Wer nicht seefest ist, kann die Tour auch ohne große Hafenrundfahrt buchen, obwohl die eigentlich dazu gehört, denn bereits an Bord gibt es viel Interessantes über St. Pauli zu hören. Ohne Hafenrundfahrt kostet die Kiez-Tour pro Person 40 Euro, mit Hafenrundfahrt gibt’s 10 Euro Aufschlag für den Kapitän. Die „Seefahrer“ treffen sich freitags und samstags um 12 Uhr bei den St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 6, oben beim Imbiss von Kapitän Schwarz. Die Landeier stoßen um 16 Uhr vor dem Theater Schmidt’s Tivoli (Spielbudenplatz 27 – 28) dazu.
Weiterführende Inhalte zu Hamburg – St. Pauli – Inkasso-Henry’s Kiez-Tour
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