Handeln auf Djerba

Wer auf Djerba Urlaub macht, kommt meist auch um einen Besuch auf einem der landestypischen Märkte nicht drumherum. Um dann ein Schnäppchen zu machen, ist Handeln unausweichlich.

Die Insel Djerba steht für Sonne, Strand und Meer. Die meisten Urlauber planen vor allem einen Badeurlaub, wenn Sie die Tunesische Insel als Reiseziel wählen. Oft trifft man jedoch schon im Hotel auf Angestellte, die Touristen zum Kamelreiten und Quad fahren auffordern und am Strand auf fliegende Händler, die bestickte Tücher, Tuniken und Obst zum Kauf anbieten. Wer sich für eine der dargebotenen Waren interessiert, sollte vor allem eines nicht tun: direkt kaufen. Handeln auf Djerba gehört zum guten Ton. Einheimische erwarten, dass Interessierte mit ihnen feilschen und haben eine Menge Spaß daran.

In der Hauptstadt Houmt Souk findet jeden Mittwoch und Freitag ein großer Markt statt, der bereits stark auf die Touristen ausgerichtet ist. Im Angebot sind hauptsächlich Kleidung und Taschen. Wer gerne die landestypischere Variante des Wochenmarktes kennenlernen möchte, ist in Midoun genau richtig. Hier werden neben westlicher Kleidung auch handbestickte Saris, frische Gewürze und tunesische Süßigkeiten angeboten. Hat man sich dafür entschieden etwas zu kaufen, sollte man bestimmte Hinweise nicht außer acht lassen.

Als Faustregel gilt, dass die Hälfte des vom Händler genannten Preises als Grundlage für den Handel dienen sollte. Nennt der Händler also einen Preis, geht der Kaufinteressierte um die Hälfte runter. Nun erzählen die Einheimischen von unzähligen hungrigen Mäulern, die zu Hause gestopft werden müssen, doch davon sollte sich der Käufer nicht abschrecken lassen. Die ursprünglichen Preise sind so hoch angesetzt, dass die Verkäufer selbst bei der Hälfte des Preises noch ein gutes Geschäft machen. Nun kommen sich die Parteien immer weiter entgegen, bis sich auf einen bezahlbaren Mittelwert geeinigt wird. Oft bieten die Einheimischen auch während des Handelns Tee und Gebäck an. Es gilt als unhöflich, dieses Angebot auszuschlagen, denn die Tunesier sind sehr gastfreundlich und legen Wert auf die Achtung ihrer Bräuche.

Angebote auf Karte zeigen

Wer unsicher ist, was den tatsächlichen Wert einer angebotenen Ware betrifft, kann sich Anregungen in den Kaufhäusern holen. In jedem größeren Ort gibt es Läden, die mit "fixed prices" werben. Das Angebot ist bereits mit Preisen gekennzeichnet, die nicht verhandelbar aber auch deutlich niedriger als auf den Märkten sind. Hier entfällt zwar das spaßige in Kontakt treten und Handeln auf Djerba mit den Einheimischen, der Käufer bezahlt aber ausschließlich angemessene Preise für das gewünschte Souvenir.

Doch auch beim Handeln auf Djerba gilt, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Nach wie vor gibt es schwere Strafen für den Besitz und das Ausführen von historischen Steinen, Fossilien und geschützten Tierarten. Auch Kleidung darf nur bis zu einem Wert von 450 Euro mit nach Hause genommen werden. Vorsicht ist auch bei Alkohol und Zigaretten geboten, wer zuviel ausführt zahlt beim Zoll nach und hat am Ende gar nichts gespart. Zu beachten ist außerdem, dass die Währung, Tunesische Dinar, das Land nicht verlassen darf.

Reisebericht als PDF
Autor: Seramona  15.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (7) | Nein (5)

Dein Kommentar zu Handeln auf Djerba

Weiterführende Inhalte zu Handeln auf Djerba

Angebote auf Karte zeigen
Djerba-Zarzis Airport | ShoppingDer Zarzis Airport ist ein internationaler Flughafen auf Djerba. Fast...
Houmt Souk Bazar | ShoppingDie Stadt Houmt Souk auf der tunesischen Halbinsel Djerba ist bei ...
Sightseeing Djerba | TripBeim Sightseeing Djerba zu erkunden, das lohnt sich auf jeden Fall....
Die schönsten Strände auf Djerba | Artikel Die tunesische Insel Djerba gehört zu den populärsten Zielen im...
;