Hanoi – Die Hauptstadt Vietnams entdecken
Eines der faszinierendsten Reiseländer Asiens ist Vietnam. Die Hauptstadt Hanoi bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Einblicke in die Vergangenheit gewähren.
Vietnam hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven Reiseland entwickelt. Es gibt herrliche Landschaften, kulturelle Schätze und faszinierende Städte zu sehen. Die Besichtigung der Hauptstadt Hanoi darf natürlich auf dem Programm nicht fehlen. Organisierte Rundreisen beginnen häufig dort und führen dann hinunter bis in den Süden. Aber auch individuell Reisende gestalten häufig so ihre Tour, je nach Jahreszeit kann man aber auch in Südvietnam beginnen und sich Hanoi für den Abschluss der Reise aufheben. So lässt sich die Hauptstadt Vietnams mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten entdecken.
Altstadt oder Old Quarter
Die Altstadt Hanois erstreckt sich schachbrettartig zwischen dem Roten Fluss und dem Hoan Kiem-See. Sie stammt aus der Zeit der Ly-Dynastie im 11. Jahrhundert. Damals wurden dort Handwerksbetriebe angesiedelt, dies geschah in der Art und Weise von dörflichen Wohngemeinschaften. Vieles davon ist heute noch erkennbar. Die Altstadt besteht aus 36 Gassen, sie tragen Namen nach den Waren, die dort hergestellt werden. So gibt es eine Papiergasse, eine Silbergasse und eine Trommelgasse. In der Seidengasse besteht die Möglichkeit, sich Kleidungsstücke nach Maß schneidern zu lassen. Das Zentrum der Altstadt bildet der Cho Dong Xuan, so wird der große Markt genannt. In den Markthallen werden hauptsächlich Lebensmittel und Haushaltswaren verkauft. Als traditioneller Markt ist er für Touristen ein interessantes Ziel.
Museen
In der Nähe des Roten Flusses befindet sich das Historische Museum Hanois. Hier erfährt man bei einer Reise in die Vergangenheit Wissenswertes über die Geschichte Vietnams. Die Ausstellungsstücke reichen zurück bis in die Vor- und Frühgeschichte. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 8.00 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt kostet 1 Euro. Im Ho Chi Minh-Museum, das zum 100. Geburtstag Ho Chi Minhs im Jahre 1990 errichtet wurde, sind zahlreiche Fotos, Handschriften und Artikel zu sehen. Auch Kunstwerke vietnamesischer und russischer Künstler sind dort zu betrachten. Das Museum hat dienstags bis sonntags von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis beträgt etwa 50 Cent. Das Ethnologische Museum zeigt Einblicke in die Kultur des vietnamesischen Volkes. Zu den Ausstellungsstücken gehören Trachten, Arbeitsgeräte und kunsthandwerkliche Gegenstände. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 8.30 bis 17.30 Uhr, der Eintritt kostet 1 Euro.
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Tempel und Pagoden
Der Literaturtempel Van Mieu steht im Norden des Stadtteils Quan Dong Da. Er wurde 1070 nach dem Vorbild chinesischer Konfuzius-Tempel erbaut. Die gesamte Anlage ist 70 Meter breit und 350 Meter lang. Vier Tore und Höfe sollen die vier Prüfungen symbolisieren, die zur Erlangung der Himmlischen Klarheit absolviert werden müssen. Im dritten Hof sind Schildkröten aus Stein zu betrachten, auf 82 Steinstelen stehen 1.295 Namen von Siegern der Literaturprüfungen aus den Jahren 1484 bis 1779. Im letzten Hof befindet sich eine Gedenkstätte für Konfuzius mit einer prachtvollen Statue. Der Literaturtempel kann täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden, der Eintritt beträgt 25 Cent. Zu den Sehenswürdigkeiten Hanois gehört auch der Gedenktempel Ngoc Son, der auf einer Insel im Hoan Kiem-See steht. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde zum Gedenken an General Tran Hung Dao errichtet, der im Jahre 1288 die Mongolen besiegte. Der Tempel kann über eine malerische rote Holzbrücke erreicht werden. In der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr kann er täglich für 25 Cent besichtigt werden. In der Nähe des Sees steht auch die Chua Ba Da, die Pagode der Steinernen Frau. Hier wird eine Frauenstatue verehrt, die bei Bauarbeiten gefunden wurde. Sehenswert ist auch die Einsäulenpagode, die sich zwischen dem Ho Chi Minh-Museum und dem Mausoleum befindet. König Ly Thai Tong ließ sie im Jahre 1049 im Stil der Ahnentempel erbauen. Sie wurde 1954 zerstört und im folgenden Jahr wieder aufgebaut.
Wichtige Gebäude
Zu den bedeutendsten Gebäuden Hanois gehört das Ho Chi Minh Mausoleum. Es steht im Stadtbezirk Quan Ba Dinh und wurde zwischen 1973 und 1975 gebaut. An dieser Stelle rief der berühmte Revolutionär am 02.09.1945 die Unabhängige Republik Vietnam aus. Die sterblichen Überreste Ho Chi Minhs sind in einem gläsernen Sarkophag zu sehen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist außer montags und freitags von 8.00 bis 11.00 Uhr sowie sonntags von 7.30 bis 11.30 Uhr. Kameras dürfen nicht mit genommen werden. In der Umgebung des Mausoleums befinden sich das Außenministerium, das Parlamentsgebäude, das Haus der Partei sowie das Repräsentationsgebäude der Regierung. Zu besichtigen ist auch noch das hölzerne Wohnhaus Ho Chi Minhs, das Einblicke in sein Leben gewährt. Geöffnet ist täglich von 8.00 bis 11.00 Uhr und von 13.30 bis 16.00 Uhr, der Eintritt kostet 25 Cent.
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