Hightlight der Südsteirischen Genuss-Region: Steirisches Kürbiskernöl
Das Steirische Kürbiskernöl fällt durch seine dunkle Farbe und den nussigen Geschmack auf. In der Genuss-Region Südsteiermark wird es in raffinierten Speisen aufgetischt.
Bald ist es wieder so weit: Die Kürbisernte beginnt und somit wird auch wieder frisches Kürbiskernöl gepresst. Was aber macht das Steirische Kernöl, dessen eingetragener Markenname Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. lautet, so besonders? Das Steirische Kürbiskernöl zeichnet sich durch seine dunkelgrüne Farbe und den intensiv-nussigen Geschmack aus. Die Entstehung dieses Öls ist eng mit der Steiermark verbunden. Im 18. Jahrhundert wurde das Öl noch aus beschalten Kürbiskernen gepresst, Anfang des 20. Jahrhunderts begannen die Bauern der Region, weichschalige Kürbissorten anzupflanzen und züchteten mit der Zeit einen „schalenlosen Steirischen Kürbiskern“. 1996 wurde von der EU ein Herkunftsschutz ausgesprochen. Zu den Vorzügen des Steirischen Kürbiskernöls gehört, dass es cholesterinfrei ist, reich an essentiellen Fettsäuren und Vitamin E – und es schmeckt sehr gut.
Das Steirische Kürbiskernöl sollte möglichst lichtgeschützt, also am besten in dunklen Flaschen, und kühl gelagert werden. So bleibt es bis zu neun Monaten haltbar. Es ist kein Öl, das zum Braten und Frittieren verwendet werden kann, denn bei Temperaturen von mehr als 120° Celsius verkohlt es. In warme Speisen lässt es sich aber durchaus integrieren. Ein gutes Beispiel dafür sind Blattspinat-Parmesannocken mit Steirischem Kürbiskernöl, Oreganostangen mit Steirischem Kürbiskernöl oder auch die süße Variante der Kürbiskernölkipferl. Der Herbst ist die richtige Zeit, um bei einer Reise in die Südsteiermark sowohl das neue Kernöl – in all seinen leckeren Varianten – als auch die frischen Äpfel, den Steirischen Most und die Weine der Region zu verkosten. Aufgetischt wird in den ortsüblichen Buschenschanken, den Wirtshäusern, in Hofläden und auf Bauernmärkten.
In Analogie zur Steirischen Weinstraße wurde die Steirische Ölspur ins Leben gerufen. Diese beginnt in Stainz, etwa 30 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Graz. Die Ölspur führt quer durch die Steiermark bis nach Eibiswald, nahe der slowenischen Grenze. Von Ende Juli bis Ende Oktober werden die „Kürbinarischen Wochen“ gefeiert. Grillabende, Schmankerl-Menüs und Sommerbuffets stellen den Kürbis mit all seinen kulinarischen Möglichkeiten in den Mittelpunkt und bieten den Gästen raffinierte Speisen an. Entlang der Steirischen Ölspur gibt es fünf teilnehmende Ölmühlen, 13 Ölspurbauern und 18 Ölspurwirte. In der Ölmühle Herbersdorf ist es möglich, die gesamten Facetten der heutigen Kürbis- und Kernölkultur mitzuerleben. Ein besonderes Highlight ist eine über 100 Jahre alte „Ölkuh“, durch die gezeigt wird, wie das Kürbiskernöl in früheren Zeiten ausgeschlagen wurde. Führungen finden hier ganzjährig Montag bis Mittwoch und Samstags zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr statt, Führungen nach Absprache sind an allen Wochentagen möglich.
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