Isla Margarita - Die verborgene Perle der Karibik
Lange weiße Sandstrände gesäumt von Kokospalmen, sternenklare Nächte und Lebensfreude pur - die Isla Margarita, die Perleninsel, lockt mit Karibik in ihrer authentischsten Form.
Die Isla Margarita ("Perleninsel") liegt etwa 40km vor der Küste Venezuelas im Karibischen Meer und misst 1.076 km². Sie gehört zu den Kleinen Antillen und dem Staatsgebiet Venezuelas - Landessprache ist dementsprechend Spanisch. Hauptstadt ist La Asunción, wobei Porlamar mit ca. 180 000 Einwohnern die größte Stadt der Insel ist.
Die Isla Margarita lockt mit einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 28°C und einer Wassertemperatur von etwa 27°C. Das Klima ist das ganze Jahr hindurch heiß - die Anzahl der Sonnenstunden pro Tag fällt selten unter 7. In der Zeit von Mai bis Oktober herrscht auf der Insel Regenzeit, die sich allerdings mehr durch zunehmenden Regenfall, als durch sinkende Temperaturen auszeichnet. Darüber hinaus regnet es selten länger als ein bis zwei Stunden, in dieser Zeit dafür aber umso heftiger. In der Zeit von Dezember bis April regnet es kaum.
Hoher Sonnenschutz ist unbedingt zu empfehlen, da die Sonneneinstrahlung durch die Äquatornähe besonders intensiv ist. Insbesondere in den Mittagsstunden ist die direkte Sonne am besten gänzlich zu meiden. Außerdem empfiehlt sich das Mitbringen eines Stromadapters, damit die mitgebrachten elektronischen Geräte auch vor Ort genutzt werden können. Bargeld sollte man am besten nicht im Hotel oder in öffentlichen Wechselstuben tauschen, sondern eine der privat geführten Wechselstuben entlang der Strände (teilweise sogar in deutscher Hand) aufsuchen, die meist einen wesentlich besseren Wechselkurs zu Euro bieten.
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Unterkunft
Die größtenteils an dem 3 km langen Sandstrand "Playa el Agua" gelegenen Hotelanlagen sind nahezu ausschließlich "all inklusive" buchbar. Die Kategorien der Hotelbewertung in Venezuela sind nicht mit den europäischen Standarts zu vergleichen. Ein Vier-Sterne-Hotel auf der Isla Margarita entspricht demnach nicht einem Vier-Sterne-Hotel hierzulande. Mit gelegentlichen Stromausfällen und sonstigen Einschränkungen muss gerechnet werden, was allerdings durch die verhältnismäßig niedrigen Preise ausgeglichen wird. Spanischkenntnisse sind von Vorteil bis notwendig, wenn man sich außerhalb der Hotelanlage bewegen will, da die meisten Einheimischen - wenn überhaupt - nur über bruchstückhafte Englischkenntnisse verfügen. Innerhalb der Hotelanlage kommt man dagegen mit Englisch aus.
Essen und Trinken
Neben den verschiedenen Essensangeboten innerhalb der Hotelanlage finden sich auch entlang der Strandpromenade des Playa el Agua zahlreiche kleinere Restaurants, die venezolanische Gerichte zu relativ kleinem Preis anbieten. Das Nationalgericht Venezuelas ist „Pabellón Criollo“, bestehend aus gekochtem und dann in Fasern zerpflücktem Rindfleisch, gedünsteten schwarzen Bohnen, Reis und gebratenen Kochbananen. Ansonsten bevorzugen es die Venezolaner eher fettig, es wird viel Fleisch und Frittiertes serviert. Darüber hinaus gibt es natürlich ein reichhaltiges Angebot an Südfrüchten, von Papaya über Maracuja bis hin zu Ananas, wird alles angeboten, was das Herz begehrt. Auch am Strand hat man die Möglichkeit, einige der einheimischen Köstlichkeiten zu probieren: Neben frischen Kokosnüssen und Mangos bieten die Strandverkäufer unter anderem frisch gefangene Austern und kleine, leicht säuerlich schmeckende Teigbällchen an. Unbedingt vermeiden sollte man es, Leitungswasser zu sich zu nehmen - am besten auch zum Zähenputzen gekauftes Wasser aus der Flasche verwenden.
Shopping
Die größte Einkaufsmöglichkeit bietet das nahe Porlamar gelegene Einkaufscenter „El Sambil“, welches komplett klimatisiert und hochmodern ausgestattet ist. Hier finden sich die gängigen internationalen Kleidermarken und alles sonstige. Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen insbesondere innerhalb der Geschäfte, die westlichen Touristen schnell befremdlich vorkommen mögen, trüben allerdings das Shoppingvergnügen. So wird man, sobald man einen Laden betritt, nicht mehr von dem bewaffneten Sicherheitspersonal aus den Augen gelassen und auch die Kleidungsstücke trägt man nicht selbst zur Umkleide, sondern bekommt sie getragen.
Angenehmer ist dagegen das Einkaufen in den kleineren einheimischen Läden und Märkten, die sowohl in den Touristengebieten, als auch in den Dörfern zu finden und - ebenso wie El Sambil - mit dem Bus oder Taxi zu erreichen sind. Vorsichtig sein sollte man, wenn man Kaffee als Mitbringsel mit nach Deutschland nehmen möchte, da Kaffee oftmals zum Drogenschmuggel genutzt wird und es daher am Flughafen zu Verzögerungen wegen der aufwändigen Kontrollen kommen kann.
Strände
Die Isla Margarita bietet eine Vielzahl traumhafter Strände mit weißem Sand, Kokospalmen und karibischem Flair. Der bekanneste ist wohl der 3 km lange Playa el Agua, an dessen Promenade sich die meisten Hotels reihen. Hier mischen sich ausländische mit venezolanischen Touristen und genießen die Sonne im Schatten der Palmen. Da es sich beim Playa el Agua nicht um eine Bucht handelt, ist die Strömung nicht zu unterschätzen und man sollte nicht zu weit ins offene Meer hinaus schwimmen. Neben dem Schwimmvergnügen bietet sich die Möglichkeit ausgedehnter Strandspaziergänge, ein Besuch in einer der zahlreichen Strandbars oder die Benutzung eines der öffentlichen Volleyballfelder. Direkt neben dem Playa el Agua befindet sich der Playa Parguito, welcher mit seinem hohen Wellengang besonders Surfer anlockt. Auch der im Süden gelegene Playa el Yaque bietet mit seinem sehr flachem Wasser ideale Bedingungen zum Wellenreiten und Kitesurfen. Ebenfalls sehr beliebt ist der nahe dem Fischerdorf Juan Griego (siehe „Ausflüge“) gelegene Muschelstrand Playa Caribe mit seinen Restaurants und Strandbars.
Ausgehen
Ausländischen Touristen wird immer wieder geraten, die Hotelanlage bei Nacht nicht, oder zumindest nicht ohne Begleitung, zu verlassen. Auch von nächtlichen Strandspaziergängen wird abgeraten. An diesen Rat sollte man sich halten, da es immer wieder zu bewaffneten Raubüberfällen und Übergriffen kommen kann (Sicherheitshinweise sind nachzulesen auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes). Aus diesem Grund ist das Nachtleben außerhalb der oftmals sehr umfangreichen Hotelanimation etwas eingeschränkt. Teilweise bieten die Animateure der Hotels Interessierten nächtliche Ausflüge in die örtlichen „Clubs“ an (etwa die in Porlamar gelegene Diskothek „Carmi Beach“), wo man sich zu heimischen Salsa-, Merengue- und Reggaetonklängen bewegt. Am Playa el Agua selbst finden sich kaum Möglichkeiten zum Feiern - die aneinander gereihten Strandbars sind, soweit sie überhaupt abends geöffnet sind, eher spärlich besucht.
Ausflüge
Wer sich traut, die gut bewachten Tore der Hotelanlage zu verlassen und das echte Venezuela kennenzulernen, sollte unbedingt gegen Abend einen Ausflug in das kleine Fischerdorf Juan Griego, nahe Playa el Agua gelegen, machen. Vorbei an der gotisch anmutenden weißen Dorfkirche gelangt man zum Strand von Juan Griego, wo sich dem Betrachter bei klarem Himmel gegen sechs Uhr vor typisch karibischer Kulisse ein spektakulärer Sonnenuntergang bietet. Ein Stück abseits des Strandes gelegen findet sich ein kleiner Berg mit einer Aussichtsplattform, die ohne Probleme zu Fuß zu erreichen ist und den Besucher besonders bei Nacht mit einem lohnenswerten Ausblick über Dorf und Umgebung belohnt. Zu erreichen ist Juan Griego am besten mit einem der zahlreichen Busse, die kreuz und quer über die Insel verkehren und einen nahezu überall hinbringen. Anders als in Deutschland gibt es auf der Isla Margarita keine festgelegten Bushaltestellen oder ähnliches - stattdessen gibt man dem herannahenden Busfahrer einfach ein Zeichen, wenn man zusteigen möchte. Möchte man aussteigen, ruft man einfach "la parada por favor!" (zu deutsch "die Haltestelle, bitte") quer durch den Bus und gibt dem - oftmals sehr jungen - "Schaffner" beim Aussteigen den geforderten Betrag von 2-6 Bolivar Fuerte (umgerechnet etwa 60 Cent).
Umland
Wer einen größeren Ausflug machen möchte - etwa zur benachbarten, aber wesentlich kleineren "Isla Coche" oder den berühmten "Los Roques" - wird entweder bei den Aushängen verschiedener Reiseanbietern im Hotel fündig (hier werden täglich verschiedene Touren zu teilweise recht hohen Preisen angeboten) oder hält am Strand nach privaten Anbietern von Boots- und Jeeptouren Ausschau. Wer einen authentischen Eindruck von Venezuela und seinen Bewohnern bekommen möchte, sollte die ausländischen Anbieter links liegen lassen und sich an einen der einheimischen Anbieter wenden. Besonders Touren mit dem Katamaran zur nahe gelegenen Isla Coche sind sehr empfehlenswert.
Anreise
Am günstigsten zu erreichen ist die Isla Margarita mit der Fluggesellschaft Condor, welche ab Frankfurt direkt, oder mit kurzer Zwischenlandung auf Barbados, nach Porlamar fliegt. Vom Flughafen in Porlamar wird man anschließend per Shuttlebus zum entsprechenden Hotel gebracht. Der Flug dauert etwa 10-11 Stunden. Ein Visum ist bei einem Aufenthalt unter 60 Tagen nicht erforderlich und auch zusätzliche Impfungen sind für Aufenthalte auf der Insel nicht notwendig.
Weiterführende Inhalte zu Isla Margarita - Die verborgene Perle der Karibik
Coche Paradise Resort, Isla de Coche7 Tage Isla Margarita, 3 Sterne Bungalow, All Inclusive ab 1112€ buchen
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