Istanbul - Im touristischen Herz der Stadt

Lärmende Händler, Touristenhorden, Staub und Schmutz - abschreckend? Nein, auch im größten Trubel lassen sich Inseln der Ruhe und Beschaulichkeit finden.

Führer bieten lautstark ihre Dienste an. Reiseleiter versuchen ihrer Gruppe die Sehenswürdigkeiten zu erläutern. Fliegende Händler bieten Simits, Sesamkringel, aus ihren Bauchläden an. Sherbetverkäufer posieren gegen ein gutes Trinkgeld für Touristenfotos. Von den Straßen tönt der Autolärm und die Sirenen der Martinshörner von Polizei oder Krankenwagen. All dies mischt sich zu einem beständigen Lärmpegel, der bis zu den Spitzen der Minarette hinaufzudringen scheint.

Bummeln durch Istanbul

Wer Ruhe und Beschaulichkeit sucht sollte das Dreieck zwischen Hagia Sophia, Blauer Moschee und Topkapi Serai besser meiden. Zur Touristensaison gerät der arglos Bummelnde unweigerlich in einen unüberschaubaren Strom von Menschen aus aller Herren Länder, welche die architektonische Großartigkeit dieses Ortes durch ihr Lärmen und Drängeln doch stark beeinträchtigen. Die beste Chance auf eine relativ ungestörte Besichtigung hat man am frühen Morgen. Während die Händler sich noch den Schlaf aus den Augen reiben und die Busse das Gros der Besucher erst noch heranschaffen müssen, kann man die Schönheit dieses Platzes am besten genießen. Und hat die Menschenflut mitsamt dem dazugehörigen Lärmpegel den Platz erst mal überflutet, so bleibt dem unabhängigen Reisenden immerhin die Möglichkeit sich in eine der vielen stillen Seitengassen zu flüchten. Eine dieser Gassen befindet sich direkt zwischen Hagia Sophia und der Außenmauer des Topkapi. Eine Kopfsteinpflasterung und liebevoll restaurierte Holzhäuser laden zu einem gemütlichen Bummel ein.

Wen man Hunger bekommt...

Wenn man gegen Mittag allmählich Hunger verspürt, sollte man sich Richtung Hafen begeben und bei der neuen Moschee, welche direkt an der Galatabrücke liegt in die Straße einbiegen, wo sich an der Außenmauer des Gotteshauses die Waschplätze für die Beter befinden. Gegenüber, von Touristen kaum bemerkt, befindet sich der Blumen- und Kleintiermarkt, einer der schönsten Basare der Altstadt. Nun heißt es nur noch der Nase nach und in einer kleinen Imbissbude halt machen, wo man viele Einheimische an den einfachen Tischen sitzen sieht. Ein besseres Mittagessen wird man kaum finden.

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Autor: Marvinsacks  18.03.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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