Japan mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen - Tokyo und Kyoto

Japan ist teuer? Mitnichten. Der öffentliche Nahverkehr in Japan ist gut ausgebaut, man muss nur damit umgehen können. Hier einige Tipps dazu für die Städte Tokyo und Kyoto.

Wer Japan als Urlaubsland angibt, erntet meist Staunen. "Hast Du denn soviel Geld?" wird man gefragt. Sicherlich gehört dieses schöne Land nicht zu den billigen Urlaubsgebieten. Aber auch hier kann der Reisende eine Menge Geld sparen, wenn er die richtigen Tipps dazu hat. Ich habe einige Tipps aus meinen Erfahrungen zusammengestellt, die ich Mitte 2009 auf einer zweiwöchigen Reise nach Nippon gemacht habe.

Meine Tipps betreffen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den zwei meist bereisten Millionenstädten Japans, Tokyo und Kyoto. Beginnen wir mit Tokyo. Diese Millionenstadt hat ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz (teilweise oberirdisch, teilweise unterirdisch) mit guten Anbindungen an die Bahnhöfe, von wo aus die nationalen Schnellzüge starten (z.B. der Shinkansen). Die Fahrten mit der U-Bahn sind günstig; man kann Tickets unproblematisch an den Automaten lösen, die in jeder U-Bahn Station stehen - auch in englischer Sprache wird die Prozedur genau beschrieben. Der Reisende sollte sich allerdings vorher Gedanken machen, wohin die Reise gehen soll, denn ohne Zielangabe versagt auch der beste Automat. Insgesamt gibt es acht große U-Bahn-Linien der Gesellschaft Tokyo Metro Lines, als da wären: die Ginza Line, die Maronuchi Line, die Hibyia Line, die Tozai Line, die Chiyoda Line, die Yurakucho Line, die Hanzomon Line und die Namoku Line. Dazu kommen noch die Yamoto Line der Japan Railways und weitere kleine innerstädtische Linien (so z.B. die Tokyo Monorail und die Asakusa Line jeweils zum Flughafen Haneda und die Keisei Line zum Flughafen Narita, es gibt aber auch noch die Toei Subway Gesellschaft). Pläne gibt es in jedem Tourist Office oder auch schon in Deutschland bei der JNTO (Japan National Tourism Organisation), so z.B. in Frankfurt oder Düsseldorf.

Natürlich gibt es auch Tages- oder Zweitagestickets der Tokyo Metro, die nennen sich „Tokyo Metro Open Tickets“. Der Preis beträgt 600 Yen für einen Tag und 980 Yen für zwei Tage unbegrenztes Fahren. Diese Spezialtickets gibt es zu diesem besonders günstigen Preis nur am Narita Airport. Es lohnt sich aber wirklich nur, wenn man auch viel U-Bahn fährt. Kinder zahlen die Hälfte. Der Zugabstand ist meist recht gering, so dass man gute Chancen hat, tagsüber immer innerhalb von höchstens zehn Minuten eine Bahn zu erwischen. Der Reisende sollte unbedingt vorher auf den Plan sehen, in welche Richtung er fahren will (Endstationen), denn oft sind die Zugänge nach Richtungen getrennt und man muss lange laufen, um dann in die andere Richtung zu wechseln.

Und nun nach Kyoto: hier kann ich nur das Busfahren empfehlen. Es gibt zwar auch eine U-Bahn, das Netz ist aber nicht gut ausgebaut, und vom Bus aus sieht man auch viel mehr von dieser wunderschönen Stadt. Für den Bus gibt es Tagestickets zu kaufen - den Preis weiß ich leider nicht mehr, es ist aber sehr preisgünstig. Die Tickets bekommt man direkt am herrlichen, supergroßen Hauptbahnhof von Kyoto. Davor befinden sich das Busterminal und der besagte Verkaufsschalter (hinter einem kleinen Frühstückscafe, wo man gut Kaffee mit Croissants am frühen Morgen bekommen kann). Die besten Buslinien sind die sogenannten Raku-Busse, weil sie an den schönsten Orten vorbei kommen: Nr. 100 fährt vom Bahnhof Richtung Higashiyama, man erreicht hiermit z.B. den Kiyomizu-dera Tempel, den Heian-Schrein und den Ginkaku-ji Tempel. Nr. 101 fährt vom Bahnhof Richtung Kitao-ji Bus Terminal, man erreicht hiermit das Nijo Schloss, den Kitano Tenmagu Schrein und die Kinakaku-ji und Daikoku-ji Tempelanlagen. Schließlich fährt die Nr. 102 den Kinkaku-ji Tempel und den Daitoku-ji Tempel an. Beim Letzteren ist auch Endstation. Noch ein Tipp: immer hinten in die Busse einsteigen und nach vorn durch gehen. Vorn ist dann der Ausstieg, hier wird vor dem Aussteigen auch bezahlt. Wird von Touristen immer wieder falsch gemacht.


Reisebericht als PDF
Autor: WELTREISETHOM  07.07.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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