Kalabrien – Entspannen und Erleben

Die mittelalterliche Stadt Tropea, die wilde Steilküste mit ihren schönen Stränden und nicht zuletzt die italienische Lebensfreude machen Kalabrien zu einem lohnenden Reiseziel.

Tropea ist das touristische Zentrum von Kalabrien und gilt als die schönste Stadt der italienischen Mittelmeerküste. Alleine schon die spektakuläre Lage direkt an der Steilküste, 40 Meter über dem Meer, lässt jeden Besucher staunen. Direkt unterhalb der Stadt beginnt der schöne, lange Sandstrand, der zum Entspannen einlädt. Wer von hier aus auf die Stadt aufblickt, fragt sich manchmal, wo eigentlich die Felsen aufhören und wo die Häuser anfangen. Die „Skyline“ von Tropea erweckt den Eindruck, als wäre die Stadt direkt aus den Felsen gewachsen.

Tropea mit seinen 7000 Einwohnern ist eine sehr alte Stadt – wurde sie doch bereits im 1. Jahrhundert nach Christus zum ersten Mal erwähnt. Der ursprüngliche Name lautet „Herkuleshafen“, denn der Legende nach hat sich Herkules hier von seinen Abenteuern erholt. Um ca. 1.000 nach Christus war Tropea ein wohlhabender Ort, an dem sich viele Adelsfamilien niederließen. Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt in ihre heutige Form umgebaut. Und heute lädt die Altstadt mit ihren vielen typisch italienischen Gassen, den zahllosen Cafés und den tollen Aussichtspunkten zum Flanieren und Verweilen ein.

Kalabriens Strände und Buchten

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In der näheren Umgebung der Stadt gibt es zahlreiche schöne Buchten mit weißen Sandstränden. Das tyrrhenische Meer, welches Kalabrien an seiner Nordküste begrenzt, ist in dieser Region besonders klar und sauber und aufgrund der südlichen Lage von Mai bis September zum Baden geeignet.  Abseits des vielbesuchten Hauptstrandes unterhalb der Stadt mit dem beliebten Hotel Rocca Nettuno gibt es auch einige Buchten, an denen man mit etwas Glück ganz alleine ist. Überhaupt ist die Region Kalabrien noch nicht vom Massentourismus erfasst, wie man das zum Beispiel von der Adria gewohnt ist. Hier kann man noch richtig toll entspannen!

 Ausflüge für Unternehmungslustige

In Kalabrien kann man natürlich noch mehr machen, als nur am Strand zu liegen. Wer etwas erleben möchte, kann sich für wenig Geld (ca. 20 € pro Tag) einen Roller mieten, dann ist man unabhängig und kommt zügig voran. Sehr empfehlenswert ist der Besuch des Capo Vaticano, wenige Kilometer von Tropea entfernt. Von diesem Kap aus hat man einen überwältigenden Blick auf die weißen Strände direkt darunter, die äolischen Inseln mit dem bekannten Vulkan Stromboli oder die Straße von Messina, die Sizilien von Kalabrien trennt. Wer danach Lust hat, die einsamen Buchten mit den weißen Stränden zu erkunden, die zwischen hohen Felswänden zum relaxen einladen, fährt einfach an den nächsten Strand, mietet sich ein Tretboot und schippert die Steilküste entlang. Zwischen den Felsen findet jeder sein eigenes, ganz privates Plätzchen.

Auch das schöne Städtchen Pizzo – ebenfalls direkt an der Steilküste – ist einen Besuch wert. Pizzo ist der Ursprungsort des leckeren Tartufo-Eis, und hier schmeckt es natürlich am besten! In den zahlreichen Cafés kann man die verschiedensten Variationen dieser kalorienreichen Spezialität probieren. Pizzo hat wie Tropea eine sehr schöne Altstadt, und wer sich ein bißchen von der kalabrischen Sonneabkühlen möchte, kann  die Chiesa di Piedigrotta besichtigen, eine Grottenkirche im Tuffgestein.  Von Tropea aus kommt man ganz einfach mit der italienischen Bahn nach Pizzo, die Tickets für die 20 Kilometer kosten nur ein paar Euro.

Das absolute Highlight eines jeden Kalabrien Besuchs ist ein Ausflug auf die Vulkaninsel Stromboli. Der Stromboli ist berühmt für seine perfekte Form und vor allem für seine Aktivität. Den ganzen Tag über spuckt der Vulkan Lava und Asche, und dieses Spektakel lässt sich am besten nachts beobachten. Den Ausflug „Stromboli by night“ kann man ganz einfach in der Touristen-Information in Tropea oder in den Hotels buchen. Wer in der Touristen-Information bucht, kann sparen, denn dort kostet der Ausflug mit etwa € 35 bis zu € 15 weniger als in den Hotels. Nachmittags fährt man mit dem Boot zum Stromboli, vorbei an der berühmten „Sciara del Fuoco“, der Feuerstraße, bis zur einzigen Ortschaft der Insel mit seinen schönen weißen Häusern und dem schwarzen Strand. Hier hat man einige Stunden Zeit zum Spazierengehen, bevor es bei Sonnenuntergang wieder aufs Meer hinaus geht. Das Grollen des Vulkans ist ein ständiger Begleiter. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man mit etwas Glück die Lavafontänen beobachten – ein unvergessliches Erlebnis! Erst spätabends kommt man wieder in Tropea an.

Kalabrien hat also viel mehr zu bieten als nur schöne Strände. Diese sind jedoch bei Sonnenuntergang besonders schön und sehr romantisch…

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Autor: sunny1983  14.07.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (13) | Nein

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