Karneval in Köln – Die fünf tollen Tage

Der Kölner Karneval ist ein unbedingtes Muss für den Besucher, denn an fünf Tagen im Jahr herrscht in der Rhein-Metropole ein Ausnahmezustand, dem sich keiner entziehen kann.

Köln ist eine sehr lebendige Stadt, die zu allen Jahreszeiten unbedingt einen Besuch wert ist. Die Stadt am Rhein besticht durch ihr besonderes Flair, hervorgerufen durch die herzliche Art des Kölners, aber auch durch das äußerst interessante Stadtbild. Wenn der Besucher etwas ganz Besonderes erleben will, dann sollte er Zeuge werden vom Kölner Karneval – auch genannt die fünf tollen Tage. In dieser Zeit „spielt alles verrückt“! Der Karneval in Köln gehört zu einem der bekanntesten und er ist Magnet für viele Besucher aus aller Welt. Seinen Ursprung hat er vermutlich in der Antike, als die Römer Köln (Colonie = Kolonie) besiedelten. Einmal jährlich wurde das Fest der Saturnalien gefeiert und war ein bedeutendes Freudenfest, bei dem die Bürger – genauso wie auch heute – tanzten, lachten, tranken und sangen. Dazu gab es auch einen Umzug, auf dem ein Schiffskarren eine wichtige Rolle spielte. Von diesem carrus navalis leitet sich vermutlich das Wort Karneval ab.

Die fünf tollen Tage werden in der Regel im Monat Februar von zig-Tausenden Narren lautstark gefeiert. Über ihnen steht das Kölner Dreigestirn, Herrscher über alle Narren. Startschuss ist die Weiberfastnacht, einem Donnerstag, an der Frauen das Sagen haben: Jeder Mann, der eine Krawatte trägt, wird Opfer der Schere, denn er verliert ein gutes Stück seiner Krawatte. Dann wird die Stadt von hundertausenden Jecken bestimmt. Wer eine der vielen Prunksitzungen besuchen will, sollte sich rechtzeitig Karten besorgen, denn diese sind schon sehr früh ausverkauft. Allerdings wird sich der Besucher, der des Kölschs nicht mächtig ist, schwer tun, diese Mundart zu verstehen.

Der Höhepunkt des Kölner Karnevals sind die Kölner Züge: D’r Zoch kütt! (Der Zug kommt) schallt es durch die Straßen. Dann flankieren hunderttausende von Menschen die dutzenden Zöch der Kölner Stadtviertel. Sonntags laufen die bekannten Schull- und Veedelszöch (Schul- und Viertelzüge) durch die Stadtviertel, doch der bekannteste Karnevalszug ist der Kölner Rosenmontagszug, der jedes Jahr über eine Million Menschen anzieht. Durch die Kölner Innenstadt bewegt sich viele Stunden lang der Rosenmontagszug, und es regnet Kamellen (Bonbons) und andere Dinge über die Köpfe der Jecken. Der Kölner Karneval – die fünf tollen Tage – ist ein unbedingtes Muss des Köln-Besuchers. Man muss Karneval einfach einmal erlebt haben um zu verstehen, was so viele Menschen veranlasst, die Stadt Köln in einen tollen Ausnahmezustand zu versetzen. Die rheinische Frohnatur fährt hier zur Höchstform auf!

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Autor: California  09.01.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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