Khung Phayom - die Mon-Kultur hautnah erleben

Khung Phayom ist ein Mon-Dorf in der Provinz Ratchaburi. Bei einem Dorfbesuch kann man kleine Tempel erkunden und eine einzigartige Kultur einmal miterleben.

Khung Phayom ist kein typisches thailändisches Dorf. Dieser beschauliche Ort circa acht Kilometer von der Kleinstadt Ban Pong entfernt ist ein Mon-Dorf. Dabei handelt es sich um ein Dorf in dem die Mon, welche sich vor ungefähr 400 Jahren an den Ufern des Mae Klong Flusses niederließen, versuchen ihre Sprache und ihre Traditionen zu bewahren. Eigentlich kommt dieses alte Kulturvolk aus Burma, es finden sich jedoch schon Siedlungsspuren der Mon seit der Dvaravati- Zeit, noch bevor die Thai von Norden migrierten. Die Mon von Khung Phayom sprechen teilweise noch Mon, eine Sprache der Mon- Khmer Familie, die auch ein eigenes Schriftbild hat.

Der Stolz des kleinen Dorfes ist ein Museum, das direkt an der Brücke über den Fluss liegt und einem Tempel, dem Wat Muang oder in Mon Pea Graik, angeschlossen ist.Wenn man den Ort besuchen will, sollte man sich von Ban Pong aus ein Motorradtaxi mieten, einfach Khung Phayom oder Wat Muang sagen und schon wird man für ein paar Baht in den Ort gefahren. Das Museum und der Tempel sind in exzellentem Zustand und der Wat Muang ist nicht der einzige Tempel des Dorfes. So befinden sich an der Straße entlang des Flusses noch drei weitere Tempel. Der Wat Menglen, mit einer hübschen Stupa und einigen sehr alten Bäumen, sowie der saubersten Toilette Thailands (2009). Für Liebhaber der Keramikabteilung also ein absolutes muss. Auch ein kleines Restaurant in der Nähe des Tempels lädt hier zum verweilen ein.

Noch ein wenig weiter die Straße entlang liegt der Wat Pho, nicht zu verwechseln mit jenem in Bangkok. Der Wat Pho Khung Phayoms beherbergt das reich verzierte Krematorium des Ortes, sowie einige Drachenboote, denn unweit des Tempels befinden sich einige Stufen am Fluss, an denen die Bewohner im August und September jeden Abend ihre Boote zu Wasser lassen und für große Rennen trainieren.Der letzte Tempel des Ortes ist weniger aufregend, da er die Schule beherbergt und keine weiteren Besonderheiten aufweist, aber auch so lohnt es sich einfach einmal die 2 bis 3 Kilometer durch das Dorf zu Fuß zurückzulegen. Es geht vorbei an den Stelzenhäusern unter denen die Hühner umher rennen oder die Frauen die typischen farbenrohen Röcke für Groß und Klein, Jung und Alt, Mann und Frau nähen. Alte Frauen und Männer sitzen auf Bambusliegen, tratschen und stoßen Betel und die Kinder spielen verstecken.An Donnerstagen ist auch noch Markttag im Dorf und es lohnt sich wirklich einmal vorbeizuschauen, authentischer findet man einen Markt wohl kaum noch. Wem ein Tagesausflug nach Khung Phayom nicht genug ist, dem sei ein Homestay im Ort zu empfehlen, einfach mal nach Inai Chop fragen und dann sollte man zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis in mitten der Monkultur kommen.

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Autor: Flo Kranz  29.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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