Kirchenfotografie auf Malta
Wer besser fotografieren lernen möchte, ist auf Malta genau richtig. Mit den vielen Kirchen, die es zu fotografieren lohnt, lassen sich sowohl die Kenntnisse in Kameratechnik als auch Bildaufbau verbessern.
Etwas Planung ist notwendig, da die Kirchen nur zu bestimmten Zeiten geöffnet sind. Selbst wenn sie es sind ist es zu aller erst wichtig, die anwesenden, im Gebet vertieften Personen zu respektieren. In einer kleinen, nur von Einheimischen besuchten Kirche, versteht es sich von selbst,dass Rücksicht auf die Betenden genommen wird. Deshalb ist es unerlässlich abzuwägen, wann eine laute Spiegelreflexkamere verwendet werden kann. Besser ist meist eine kompakte Kamera, da diese weniger Geräusche verursacht. Zusätzlich müssen die Kleiderregeln beachtet werden. Da die Maltesen ihren Glauben sehr ernst nehmen, gehört es sich nicht mit kurzen Hosen und unbedeckten Schultern eine Kirche zu betreten.
Neben diesen kleinen Regeln hat man als Fotograf aber alle Freiheiten. Da es in den Gebäuden meist dunkel ist, können hier perfekt Belichtungsreihen trainiert und später zu HDR Aufnahmen zusammengesetzt werden. Interessant ist auch das Spiel mit Licht und Schatten. So harmoniert eine dunkle Silhouette im Vordergrund sehr stark mit einem hellen und detailreichem Hintergrund. Unverzichtbar bei beiden Varianten ist aber ein Stativ. Beim zusammensetzen der Fotos rächt sich nämlich jede kleinste Verschiebung mit Unschärfe, während die Belichtungszeiten bei der zweiten Variante so lang werden, dass sie ohne festen Stand, also Stativ verwackeln.
Fotografisch spannende Kirchen auf Malta findet man in jedem kleinen Dorf. Besonders sehenswert ist die Rotunda Santa Marija Assunta in Mosta. Sie besitzt die viertgrößte Kirchenkuppel der Welt und ist somit nicht zu übersehen, vor allem, da der Bus direkt daran vorbei fährt. Auch in der Hauptstadt Valletta findet sich in vielen Straßen eine Kirche. Zwar sind sie meistens geschlossen, aber mit etwas Glück wird in einer Kirche gerade eine Messe gehalten; ist diese beendet, hat man anschließend noch kurz Gelegenheit einige Fotos zu schießen. Malteser sind meist freundlich, nach einer kurzen Frage haben sie selten etwas dagegen, wenn man etwas länger bleibt und noch Fotos macht, sofern man Respekt und kein ungebührliches Verhalten zeigt. Schließlich sind sie stolz auf ihre Kirchen. Das zu Recht - sind sie doch immer reich ausgestattet und mit viel Gold und aufwendigen Malereien verziert.
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