Klöster und Kirchen im Landkreis Rosenheim
Im Landkreis Rosenheim sammeln sich unzählige Klöster und Kirchen auf engem Raum. Viele der Gebäude stammen aus dem Mittelalter, haben eine lange Geschichte und viele Kunstwerke.
Die ausgesprochen religiöse Gegend im Landkreis Rosenheim besitzt weit über 100 Gotteshäuser. Die wichtigsten verteilen sich auf die Hauptorte im Landkreis Rosenheim. Eine der ältesten Kirchen des Landkreises steht in Neubeuern. Die heutige Pfarrkirche Maria Empfängnis war seit dem 13. Jahrhundert eine bedeutende Wallfahrtskirche und beherbergt heute den regulären Religionsbetrieb im Ort. Die Kirche hat mehrere architektonische Phasen durchlaufen, welche ihr Antlitz immer wieder veränderten. Bemerkenswert ist insbesondere der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls sehr alt ist die Kapelle Sankt Ägidius und Nikolaus in Grainbach. Sie wurde auf den Grundmauern des Grainbacher Langhauses aus dem 13. Jahrhundert im gotischen Stil aufgebaut. Im Innern findet man filigrane Verzierungen, die teilweise modern, teilweise barock sind. Die älteste erwähnte Kirche im Landkreis Rosenheim dürfte aber die Sankt Bartholomäus Kapelle in Roßholzen sein. Ihre Existenz war schon 788 n. Chr. bekannt. Heute ist ihr Erscheinungsbild deutlich von der Rokokoarchitektur des 18. Jahrhunderts geprägt.
Weiterhin besitzt der Landkreis Rosenheim viele Klöster. Größte Berühmtheit dürfte das Kloster Frauenchiemsee haben, welches sich mitten auf einer Insel befindet. Schon 782 wurde es gegründet und bewährte sich vor allem während der Ungarneinfälle als sichere Festung der Religion. Durch seine lange Geschichte haben sich im Frauenchiemsee Kloster viele Kunstwerke ansammeln können. Unter anderem eine Reihe fein gearbeiteter Barockaltäre, mittelalterliche Fresken sowie der markante achteckige Glockenturm. Ausgestellt werden zudem Kunstgegenstände der karolingischen Zeit. Bei einem Aufenthalt im Landkreis Rosenheim kommt man um einen Besuch von Frauenchiemsee nicht herum. Das Kloster kann kostenlos besichtigt werden.
Zu den beschaulichsten Klöstern des Landkreises gehört ebenso der Konvent der so genannten Unbeschuhten Karmeliter in Reisach. Es stammt aus dem Jahr 1731 und ist durch seinen auffälligen, gelben Putz schon von weiten sichtbar. Hauptsehenswürdigkeit im Kloster ist die Barock-Krippe. In Altenhohenau befindet sich ein weiteres Kloster – dieses Mal von den Dominikanerinnen. Es wurde 1235 unter dem Namen Peter und Paul eröffnet und trägt allerhand Geschichte in Form von Fresken, Altären und Gemälden in sich. Die Benediktiner haben ihr Rosenheimer Kloster in Attel erbauen lassen. Das Kloster der Heiligen Maria und des St. Michael wurde erstmals 1037 erwähnt. Heute wird das Kloster nur noch teilweise als Abtei genutzt. Gänzlich aufgelöst wurde das Benediktinerkloster in Rott am Inn. Seit dem 11. Jahrhundert war es Zentrum der christlichen Bewegung. Im frühen 19. Jahrhundert wurden weite Teile durch einen Brand zerstört. In den 50er Jahren wurde das Anwesen unter Denkmalschutz gestellt und restauriert. Seit 2002 sind die Gemälde und Deckenmalereien wieder zu besichtigen.
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