Koblenz - Deutsches Eck

Das Deutsche Eck spiegelt einen Teil der Geschichte von Koblenz und ist mit seinen Sehenswürdigkeiten ein gewaltiger Touristenmagnet.

Die Stadt Koblenz in Rheinland-Pfalz hat eine lange Geschichte, die mehr als 2.000 Jahre zurückreicht. Dabei hat der Zusammenfluss von Rhein und Mosel oft eine Rolle gespielt, so auch bei der Namensgebung der Stadt. "Castellum apud Confluentes" oder "das Kastell bei den Zusammenfließenden" ließ im Laufe der Jahre den Namen Koblenz entstehen. Im Jahre 1216 siedelte sich an der Stelle des Zusammenflusses der Deutsche Orden an und der Ort erhielt die Bezeichnung "Deutsches Eck". Heute hat das Deutsche Eck eine enorme touristische Bedeutung. Mit seinen Attraktionen zieht es Jahr für Jahr die Besucher der Stadt an.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Schon von weitem sichtbar ist das 37 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal gehört. Über zwei Millionen Menschen im Jahr werden von dieser Sehenswürdigkeit angezogen. Die Idee zu diesem Denkmal entstand kurz nach dem Tode des Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1888. Es sollte ein Dank für die Einigung Deutschlands, die er in drei Kriegen erkämpfte, sein. Die Enkel des Kaisers bestimmten das Deutsche Eck als geeigneten Platz für das geplante Denkmal. Erbaut wurde es in den Jahren 1893 bis 1897 von Bruno Schmitz, der auch das Leipziger Völkerschlachtdenkmal entworfen hat. Am 31.08.1897 war das Kaiser-Wilhelm-Denkmal fertiggestellt und wurde in einem feierlichen Rahmen, bei dem auch Kaiser Wilhelm II. zugegen war, eingeweiht. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, machte Bundespräsident Heuss im Jahre 1953 den verbliebenen Sockel zu einem Mahnmal der Deutschen Einheit. Am 02. September 1993 erhielt der Sockel eine Rekonstruktion des Reiterstandbilds, ermöglicht wurde dies durch private Spenden und durch eine Bürgerinitiative.

Deutschherrenhaus und Ludwig-Museum

Zwischen dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der Basilika St. Kastor befindet sich das Deutschherrenhaus. Es war die erste Niederlassung des Deutschen Ordens im Rheinland. Die Veranlassung dazu gab Erzbischof Theoderich von Wied im Jahre 1216. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist nur noch das frühere Verwaltungsgebäuden, das Deutschherrenhaus, erhalten. Darin ist seit 1992 das Ludwigsmuseum untergebracht. Dort ist eine umfangreiche Sammlung französischer Kunst des 20. Jahrhunderts zu betrachten. Verschiedene Ausstellungen, Programme für Erwachsenen und Kinder sowie Veranstaltungen unterschiedlichster Art ergänzen das Angebot. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei, Erwachsene zahlen 2,50 Euro.

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Basilika St. Kastor

Gleich hinter dem Deutschen Eck steht die Basilika St. Kastor mit dem Kastorbrunnen. Sie ist die älteste Kirche der Stadt und gehört zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. Ihre Bauzeit begann im Jahre 817, geweiht wurde sie 836. Der heutige Bau ist allerdings zum größten Teil im 12. Jahrhundert entstanden. Die dreischiffige Basilika besitzt in ihrem Inneren ein berühmtes Madonnenbild, die Brigitten-Madonna. Im Kirchgarten befindet sich eine schöne Stabsonnenuhr, die nicht nur die Uhrzeit, sondern auch das Datum anzeigt. Sehenswert ist auch der Kastorbrunnen aus der Zeit der Napoleonischen Kriege.

Biergarten und Restaurant

Nach all den Besichtigungen lockt der Königsbacher Biergarten am Deutschen Eck zum Verweilen. Er hat in den Sommermonaten täglich Tag von 10 bis 23 Uhr geöffnet. Im Ausschank sind Königsbacher Bier und Gaffel Kölsch, außerdem werden diverse alkoholfreie Getränke angeboten. Die Speisekarte bietet kleine Gericht und Klassiker wie Gulaschsuppe, Schnitzel und Schweinshaxen. Während die Großen in schönem Ambiente unter schattigen Bäumen sitzen können die Kleines sich auf dem Spielplatz austoben. Wunderschön ist auch das Restaurant Blumenhof, das direkt hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal liegt. Es ist in dem Kreuzgewölbe der ehemaligen Trutzburg des Deutschen Ritterordens untergebracht und bietet seinen Gästen ein stimmungsvolles Flair. Daher bietet es sich auch für Festlichkeiten aller Art an. Aber auch für einen romantischen Abend zu zweit ist das Restaurant Blumenhof der richtige Rahmen. Die Speisekarte bietet regionale und saisonale Gerichte, nachmittags gibt es Kuchen aus der hauseigenen Konditorei.

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Autor: elke  22.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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