Korbach Goldbergwerk
Auf den Spuren der Golgräber wandeln, kann man im Korbach Goldbergwerk. Daneben erhält man einen tiefen Einblick in die 500-jährige Geschichte des Goldbergbaus im Eisenberg.
Das Korbach Goldbergwerk befindet sich am Eisenberg, der seit dem 11. Jahrhundert ein Goldvorkommen aufweist. Das Gold wurde systematisch bis ins Jahr 1617 abgebaut. Dies geschah durch einen angelegten Tagebau, der eine Länge von 900 Metern, eine Breite von zwölf Metern und eine Tiefe von neun Metern hatte. Auch heute noch sind von den über 48 Stollen und 45 Schächten eine Vielzahl sehr gut erhalten und lassen den Goldbergbau von vor fast 400 Jahren nachvollziehen. In dieser großen Zeitspanne wurden dem Eisenberg bei Korbach ganze 1,2 Tonnen Gold entzogen. Dies war aber noch lange nicht alles. Auch heute verfügt der Berg über ein hohes Goldvorkommen, dass auf über eine Tonne geschätzt wird.
Besichtigung und Führung im Korbach Goldbergwerk
Gegenwärtig kann das Korbach Goldbergwerk mittels Führungen besichtigt und begangen werden. Zu Anfang wird man mit einem Helm, einer Regenjacke, einer Grubenleuchte und Gummistiefeln ausgerüstet. Ist das erledigt, kann es auch schon los gehen. Begonnen wird die Führung unter Tage im Unteren-Tiefe-Tal-Stollen. Er zählt zur größten Goldlagerstätte Deutschlands und liefert einen Blick auf die Eingänge eingestürzter Stollen sowie weitere Relikte aus der Zeit des Goldbergbaus im Eisenberg. Die Führungen im Korbach Goldbergwerk finden ihren Anfang stets im Dorfgemeinschaftshaus Goldhausen, wo man gleich zu Anfang seine Schutzkleidung erhält. Die Führungen können von Gruppen, die aus bis zu zwölf Personen bestehen gebucht werden und haben bei dieser Anzahl einen Preis von 60 €. Kindergruppen bewegen sich in einem Preisrahmen von 50 €. Aber auch Einzelpersonen sind von einer Führung im Korbach Goldbergwerk nicht ausgeschlossen. Diese müssen sich vorher anmelden und einen Preis von 7 € zahlen. Alle Rundgänge finden von Mai bis Oktober statt.
Doch nicht nur unter Tage kann der Eisenberg besichtigt werden. Ein kleiner Rundweg auf und über den Berg führt die Besucher zu den wichtigsten Stätten der damaligen Goldsucher und erlaubt es auf deren Spuren zu wandeln. Der kleine Rundweg hat eine Länge von 3,5 Kilometern und nimmt einen Gehzeit von 1 1/2 Stunden in Anspruch. Er kann nur innerhalb einer Führung begangen werden, was eine vorherige Anmeldung erfordert. Wichtige Stationen auf dem kleinen Rundgang sind Goldhausen, die Burgruine Eisenberg und der Georg-Viktor-Turm. Preis 30 €. Wer einen ausführlicheren Einblick in die Umgebung des Eisenbergs möchte, der ist auf dem mittleren Rundgang in den richtigen Händen. Dieser führt außerdem zusätzlich am Korbach Goldbergwerk und den Waschhaldenfeldern vorbei, die einen Blick in das Besucherbergwerk zulassen. Dieser mittlere Rundgang hat eine Länge von fünf Kilometern und dauert ca. drei Stunden. Kosten dafür, 55 €.
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Anfahrt des Korbach Goldbergwerk
Das Korbach Goldbergwerk ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg, im nördlichen Hessen, zu finden. In Korbach hat man die Möglichkeit in Richtung der Stadt Lichtenfels nach Goldhausen zu fahren, wo man gleich nach Passieren des Ortsschildes, auf der rechten Seite in einen Parkplatz einbiegt. Daneben kann man auch die Zufahrt über Lengefeld und Medebach nutzen, von wo aus die Fahrt auch knapp nach Ortsschloss auf dem Parkplatz von Goldhausen endet. Ist man schließlich am Parkplatz angekommen, kann man auch schon die Wanderungen auf den beiden Rundwanderwegen starten. Fährt man noch etwas weiter erreicht man nach kurzer Strecke einen erneuten Parkplatz, der zum Dorfgemeinschaftshaus gehört. Dieser ist Ausgangspunkt für die Führungen in das Korbach Goldbergwerk.
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