Koreanisches Essen - Bibimbap, Kimchi und Co
Frische Zubereitung, gesunde Zutaten, scharfe Soßen und fantastische Reis- und Grillgerichte - all das bietet koreanisches Essen. Bibimbap, Kimchi und Co sollten dabei bei keinem Süd-Koreatrip fehlen.
Süd-Korea ist ein Land, das bisher vom Tourismus noch recht unberührt ist - das macht sich besonders in der authentischen Küche des Landes bemerkbar. Scharfe Reisgerichte, am Tisch gegrilltes Fleisch, in Essig und Soßen eingelegtes Gemüse und herzhafte Eintöpfe - dafür steht koreanisches Essen. Bibimbap, Kimchi und Co machen den Urlaub im Land der Morgenstille so zu einer Entdeckungsreise, die dazu auch noch gut für die Gesundheit ist. Die koreanische Küche gilt als eine der vitaminreichsten und gesündesten der Welt. Dank der frischen Zutaten, der scharfen Soßen und des hohen Gemüseanteils kann man hier garantiert ohne schlechtes Gewissen schlemmen. Viele Speisen scheinen zwar auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftigt, aber wer erst einmal etwas probiert, wird oftmals genauso verrückt nach diesem Essen werden wie die Koreaner selbst.
Bibimbap
Bibimbap ist wohl eines der beliebtesten Reisgerichte der Südkoreaner. Mit viel Gemüse und wahlweise Fisch und Fleisch wird der Reis in gehobenen Restaurants oftmals in einer glühend heißen Steinschüssel serviert - so kocht sich das Gericht praktisch von selbst vor den Augen des Gastes. Damit der Reis nicht festklebt, sollte man so viel wie möglich rühren und es dabei vermeiden die Schüssel anzufassen. Zum Schluss gehört auf dieses Lieblingsgericht der Koreaner eine ordentliche Portion rote Chillisoße. Bibimbap findet man praktisch überall in Süd-Korea, ob als preisgünstige Fast Food Variante in einer Plastikschüssel oder in gehobenen Restaurants in Steinschüsseln.
Kimchi
Kimchi werden in Süd-Korea praktisch zu jeder Mahlzeit als Beilage serviert und sind so etwas wie das koreanische Nationalessen. Beleg dafür ist das Kimchi Museum in Seoul, das der Lieblingsspeise der Koreaner eine eigene Ausstellung widmet. Der in scharfe Soße, Gewürze und Essig eingelegte Chinakohl ist nicht nur geschmacklich sehr interessant, sondern auch eine wahre Vitaminbombe. Dadurch, dass er vergoren ist, enthält er zudem einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien - diese wirken sich positiv auf den Alterungsprozess aus. Kimchi muss man meist nicht einmal bestellen, sondern sie werden automatisch zum Tisch gebracht, und das meistens sogar kostenlos. Kimchi werden übrigens auch als eine Art Pfannkuchen verarbeitet. Diese Variante eignet sich besonders für Einsteiger, die sich an den säuerlich-scharfen Geschmack erst gewöhnen müssen.
Koreanisches Barbeque
Eine besonders gesellige Angelegenheit ist ein koreanisches Barbeque. Wer sich ein bis zwei Stunden Zeit nimmt, kann sich hier am Tisch sein eigenes Fleisch grillen. In den meisten Fällen kommt dabei entweder Schweine- oder Rindfleisch sowie Tofu, Knoblauch, Zwiebeln und natürlich Kimchi auf den Grill. Wenn das Fleisch gar ist, wird es in ein Salatblatt eingerollt, mit Reispapier, Zwiebeln, Knoblauch und verschiedenen scharfen Soßen garniert. Dazu sollte man unbedingt eine Flasche Soju, einen koreanischen Reisschnaps, bestellen und viel Zeit einplanen. Wer mit mehreren Personen am Grill sitzt, zahlt übrigens kaum mehr als für ein normales Hauptgericht in einem Restaurant.
Mandu
Mandus sind sowohl als Imbissessen und Streetfood als auch in gehobeneren Restaurants sehr beliebt und ähneln den aus China bekannten Dim Sums oder Dumplings. Die mit Fleisch, Gewürzen und Gemüse gefüllten Teigtaschen werden entweder kurz in der Pfanne angebraten und als kleiner, preisgünstiger Snack mit Soja- und Chillisoße serviert oder gebrüht als Hauptzutat in koreanischen Eintöpfen und Suppen wie der Mandu-guk Suppe verwendet - so wird das Fast Food zu einer gesünderen Mahlzeit.
Kimbab
Kimbabs sind besonders als kleine Zwischenmahlzeit oder als Beilage sehr beliebt. Die mit Reis, Gemüse und verschiedenen anderen Zutaten gefüllten Röllchen aus Purpurtang ähneln japanischem Sushi, sind allerdings im Gegensatz zur japanischen Variante meist etwas würziger und wesentlich schärfer im Geschmack. Serviert werden Kimbabs mit einer scharfen Meerrettichpaste, die das Ganze geschmacklich abrundet. Am besten bestellt man dazu etwas salzige Seetangsuppe, die Myok-guk genannt wird.
Streetfood
Einer der besten, einfachsten und günstigsten Wege die koreanische Küche zu erkunden ist über die vielen kleinen Imbissstände in den großen Städten. Besonders in Seoul und Busan wimmelt es von ihnen nur so. Ob marinierte Schweinefleischspieße, frittierte Meeresfrüchte und Mandus oder kleine Pfannkuchen mit Pflaumen gefüllt - an Imbissständen bezahlt man selten mehr als 3.000 Koreanische Won, und kann gleich die gesamte koreanische Fast Food Kultur erkunden - die erwiesenermaßen ein wenig gesünder als die Westliche ist. Der Liebling aller Kinder in Süd-Korea sind übrigens kleine Reisküchlein, die mit einer scharfen Tomatensoße und ein wenig Fisch serviert werden und vom Aussehen her fast Nudeln mit Tomatensoße ähneln - ein Klassiker, den man unbedingt einmal probiert haben sollte.
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