Kulinarische Highlights in Südafrika
Die vielfältigen Bevölkerungsgruppen in Südafrika vereinigen abwechslungreiche Einflüsse in der Küche des Landes und bietet interessante kulinarische Highlights.
Südafrika ist auch kulinarisch ein Abenteuer, denn die Speisen sind so vielfältig wie die Bewohner des Landes. Die typisch südafrikanische Küche ist die, der verschiedenen afrikanischen Stämme wie Zulus, Venda, Tswana, Tsonga, Basotho, Swasi, Ndebele oder der Xhosa, die zusammen fast 80% der Gesamtbevölkerung ausmachen. Aber auch die einst holländischen Einwanderer - die Buuren, sowie Inder und Malaien haben die Küche des Landes beeinflusst. Die von ihnen mitgebrachten Chutneys und Gewürze werden überall gerne verwendet.
Der Hauptbestandteil vieler afrikanischer Gerichte sind verschiedene Getreide, Wurzeln und Gemüsesorten, die im ganzen südlichen Afrika schon vor der Kolonialisierung angebaut wurden. Dazu gehören vor allem Mais und Hirse sowie die Wurzeln der Maniokpflanze und Yams. Auch Süßkartoffeln, wilder Spinat, Kohl, Kochbananen und Kürbisse sind sehr beliebt. Kulinarisches Highlight bei den Afrikanern, sind vor allem Fleischgerichte. Besonders gerne wird Ziege und Rind gegessen. Es gibt aber auch Wildspezialitäten wie Straußenfleisch, Kudu, Springbock und andere Antilopen, aber auch Krokodilfleisch und Warzenschwein.
Eine der wichtigsten und beliebtesten Speisen ist Mieliepap, ein Maismehlbrei, den alle Südafrikaner gerne essen. Es gibt ihn in unterschiedlicher Konsistenz, mal fein, mal grob. Am liebsten wird er mit den Fingern gegessen, wobei man mundgerechte Portionen aus dem Brei formt. Diese werden dann in unterschiedliche, sehr schmackhafte Dippsoßen getunkt, die Shebu genannt werden und aus Kräutern, Chili und Gemüse und manchmal aus Erdnussbutter bestehen. Mielepap gibt es oft schon zum Frühstück oder als Snack im Straßenverkauf.
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Fleisch wird entweder am offenen Feuer gegrillt oder im Topf geschmort. Zum Schmoren nach afrikanischer Art gehört ein dreibeiniger, gusseiserner Topf, der "Potjie", den man direkt in die Glut stellen oder an einem Haken über das Feuer hängen kann. Die typisch afrikanischen Restaurants servieren das Fleisch auch heute noch in diesen Potjes und dazu traditionelles Gemüse wie Rote Bete, Kohl, Karotten, Kartoffeln und Morogo, einem wilden Spinat. In ländlichen Gegenden sind Eintöpfe aus Wildgräsern und Kräutern wie z.B. Gänsefuß, Disteln und Portulak sehr beliebt.
Ebenso geschätzt wird auch die Amadumbe, eine Süßkartoffel, die entweder gekocht oder in der Schale gegrillt wird. Manche Restaurants servieren die gekochte Amadumbe mit Butter püriert, gerösteten Erdnüssen bestreut und mit Honig übergossen. Eine wirklich sehr schmackhafte Variante. Unbedingt probieren sollte man Nelson Mandelas angebliche Lieblingsspeise, die aus der Zuluküche stammt und so schwierig zuzubereiten ist wie sie sich anhört: Umngqusho! Hierfür werden Maiskörner und Bohnen einige Stunden gekocht, dann kommen Zitronengras, Zwiebeln, Kartoffeln, Chilischoten, Butter und Öl dazu und das ganze wird dann noch einmal gegart, bis alles weich ist. Manchmal wird das Gericht auch mit Kohl, Reis und Kürbis variiert und als Beilage zu Fleisch gereicht.
Wer die kulinarische Vielfalt Südafrikas kennen lernen möchte, dem seien noch einige Restaurants empfohlen: Das Moyo in Johannesburg, in dem es Spezialitäten aus ganz Afrika gibt und das durch seine ausgezeichnete Küche genau so besticht wie durch seine freundliche Atmosphäre. Es befindet sich in der 10 Melrose Boulevard, Melrose Arch, Johannesburg. Auch Wandies Place in Soweto bei Johannesburg gehört zu den ganz typischen Restaurants mit afrikanischer Küche und gemütlicher Atmosphäre. Hier gibt es ausgezeichnete Grillspezialitäten, Ragouts und speziell Vegetarier werden von dem vielfältigen Buffet begeistert sein.
In Kapstadt sei noch das Africa Café erwähnt, in dem es Spezialitäten aus fast allen afrikanischen Ländern gibt. Besonders zu empfehlen sind die verschiedenen Tahines, aus Nordafrika stammende Eintopfgerichte und Dombolo: Eine Art Frikassee aus Geflügel oder Rind, das in einem gebackenem Brotkloß serviert wird. Das Khaya-Nyama ist der Tipp für alle, die afrikanische Wildspezialitäten wie Krokodil, Springbock und Warzenschwein probieren wollen. Es befindet sich ebenfalls in Kapstadt.
Je nach Region und Einwohner gibt es vorwiegend afrikanische, malaysische, indische oder holländische Küche. Sehr gerne werden ihre Einflüsse mit dem typisch Afrikanischem gemischt und als so genanntes Cross Cooking angeboten - von allem etwas. Die Zubereitung dieser Gerichte ist oft sehr aufwändig, weshalb es erst wenige Restaurants in den touristischen Regionen gibt, die sich auf diese typische Kapküche spezialisiert haben. Aber der Tourismus am Kap boomt und so gibt es auch immer mehr neue, originelle Lokale. Vor allem an Kapstadts Waterfront findet man sie. So zum Beispiel Emily´s Bistro, in dem sowohl traditionelle Speisen der Zulu und Xosa als auch die moderne kapholländische Küche (Boere nouvelle) angeboten werden.
Typisch malaysisch kann man in Kapstadts Innenstadt im höchstgelegenen Gebäude von Bo-Kaap speisen, im Noon-Gun Tea Room & Restaurant oder im Biesmiellah, ebenfalls in Bo-Kaap. Wer indische Küche in gepflegter Atmosphäre genießen möchte, der sollte in Kapstadts Innenstadt das Bukhara besuchen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Restaurants, die im Speziellen Fischgerichte und Meeresfrüchte anbieten. Für welche Küche oder kulinarische Geschmacksrichtung man sich in Südafrika aber auch entscheidet, die Angebote sind vielfältig und delikat und werden für jeden, der gerne isst, einige Highlights bieten.
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