Kurze Einführung in den Prado von Madrid
Der Prado in Madrid zählt zu den bekanntesten Museen der Welt und beherbergt bedeutende Werke, unter anderem von den spanischen Meistern Goya, Velázquez und El Greco.
Ursprünglich sollte im heutigen Prado das Museum für Naturgeschichte untergebracht werden. Der Architekt Juan de Villanueva errichtete das grandiose Gebäude 1785 auf Anordnung von König Carlos III. Letztendlich wurde 1819 in dem neoklassizistischen Gebäude von Fernando VII das Prado-Museum eröffnet. Heutzutage gilt der Prado von Madrid als eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt und bildet neben dem Kunstzentrum Reina Sofía und dem Thyssen-Museum das bekannte Madrider Kunstdreieck. Aktuell stellt der Prado rund 900 Werke von insgesamt 7.800 Gemälden und Kunstgegenständen aus, die er im Bestand hat. Dem Prado angeschlossen ist das „Casón del Buen Retiro“, in dem viele Jahre lang rund 3.000 Werke aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt wurden, unter anderem auch Picassos „Guernica“, das 1992 in das Kunstzentrum Reina Sofía verlegt worden ist. Nach Umbauten wurde der Casón 2009 als Studienzentrum neu eröffnet.
Auf Grund des Platzmangels wurde der Prado zwischen 1996 und 2001 komplett renoviert und erweitert, was ein ziemliches Chaos und das ständige Umhängen verschiedener Gemälde zur Folge hatte. Zudem wurde die Existenz eines „geheimen Prados“ im Keller bekannt. Man kann sich also vorstellen, dass es fast unmöglich ist, das Museum an einem einzigen Tag zu erkunden. Der museumseigene Führer des Prados gibt eine entsprechende Route vor, damit man sich von den 100 bedeutendsten Meisterwerken ein Bild machen kann. Neben den permanenten Ausstellungen werden Wechselausstellungen organisiert, die beispielsweise zur Präsentation derjenigen Werke dienen, die ansonsten auf Grund des Platzmangels in der Unmenge an Kunstwerken untergehen würden.
Die spanischen Stars sind zweifellos Goya, Velázquez und El Greco. Italien wird unter anderem durch Tintoretto, Veronés und Tiziano vertreten. Aber auch die flämische und holländische Schule wird eindrucksvoll dargestellt. Dürer, Rubens, Bosch, und Bruegel sind weitere begnadete Künstler, deren Meisterwerke, wie „Der Garten der Lüste“ von H. Bosch, oder „Der Triumph des Todes“ von P. Bruegel, zu den Top 100 gehören. Höhepunkte unter den Kunstgegenständen sind unter anderem der „Schatz des Dauphin“ (Tesoro del Delfín) und ein Geschirr aus Edelsteinen und Bergkristallen. Die bildhauerischen Werke stammen vorwiegend aus dem antiken Rom und Griechenland.
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Das Prado-Museum ist jeweils dienstags bis sonntags von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Am 6. Januar, sowie am 24. Und 31. Dezember öffnet der Prado von 9 bis 14 Uhr. Die permanente Kollektion kann dienstags bis samstags in der Zeit zwischen 18 und 20 Uhr sowie sonntags zwischen 17 und 20 Uhr kostenlos besichtigt werden. Weitere Tage im Jahr mit kostenlosem Eintritt sind folgende: 2. Mai, 18. Mai, 12. Oktober, 19. November und 6. Dezember. Rentner und Jugendliche unter 18 Jahren haben ebenfalls freien Eintritt zum Prado in Madrid. Der übliche Eintrittspreis beträgt 8 Euro.
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