Kurztrip nach Barcelona
Rom, Paris, Budapest, es gibt viele Städte die einen Besuch wert sind. Persönlich habe ich mich in diesem Herbst für einen Kurztrip nach Barcelona entschieden.
Sonntag 17. Oktober 2010, sehr früh am Morgen in Nürnberg am Flughafen, war der Check-In bei der Lufthansa nur eine Frage von wenigen Minuten. Online hatte ich bereits die Bordkarten ausgedruckt und die Sitzplätze reserviert. Ein kleines Frühstück in der Lufthansa Lounge war noch drin. Leider gibt es keine Direktflüge von Nürnberg nach Barcelona. Mit einer Turboprop Dash 8-400 landeten wir nach etwa 30 Minuten in München. Mit einem Airbus A321 ging es weiter nach Barcelona. Schon im Landeanflug parallel zur Küste lag die Zwölf Millionen Megametropole im Glanz der Sonne zu Füßen.
Vom Aeropuerto BCN, der zweitgrößte Spaniens, der gut an die Innenstadt angebunden ist, bestehen Möglichkeiten mit dem Taxi, dem Aerobus oder mit dem Zug. Letzteres ist die günstigste Möglichkeit für die wir uns entschieden haben. Vom Terminal Eins geht ein kostenloser Zubringer zum Zugterminal. Am Fahrkartenautomaten, der in verschiedenen Sprachen, auch Deutsch, informiert, wählte ich ein T10 Ticket, Zehn Fahrten innerhalb des Stadtgebiets für 7,95 Euro.
Mit dem Regionalzug R2 fuhren wir zur Station Passeig de Gràcia, einem Knotenpunkt mit fast allen Umsteigemöglichkeiten. Mit der Linie Vier waren es noch wenige Stationen bis Llacuna, die nächstgelegene Metrostation zu unserem Hotel. drei Blocks zu Fuß lag das GBB Hotel 4 Barcelona, ein modernes einladendes Hotel. Von der siebten Etage hatten wir ein sehr schönes Panorama über die gesamte Stadt. Das großzügige, saubere und moderne Zimmer ist mit großen Betten, Flachbildschirmen und einer Badewanne ausgestattet, mit schönen Gemälden zu Thema Kunst &Kultur Barcelonas war das Ambiente nicht nur optisch sehr ansprechend.
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Nach einer kurzen Siesta lud das zauberhaft schöne Herbstwetter zu einem Spaziergang ein. Vom sehr ruhig gelegenen Hotel ist der Strand in ein paar Minuten zu Fuß zu erreichen. Auf dem Weg dorthin stärkten wir uns mit einem Kaffee und einer Zigarette in einer kleinen Eckbar. Der belebte Platja Nova Icària Strand lud zum Flanieren und Entspannen ein, das Mittelmeer war warm genug um darin zu Waaten. Rund um den Port Olimpic sind viele Restaurants, Casinos und Geschäfte.
Zurück im Hotel, die Sonne war bereits untergegangen, konnten wir den Gym Bereich testen. Mit einem Laufband, Crosstrainern und anderem Equipment kann nach Herzenslust trainiert werden. Die Sauna und das Dampfbad kann mit 15 Minuten Vorlauf bei der Rezeption kostenlos angefragt werden. Massagetermine sind auch möglich. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit einer großen Auswahl die keine Wünsche offen lässt ging es mit der Metro zu Gaudi Sagrada Familia. Die römisch-katholische Basilika war allerdings völlig überlaufen, eingehüllt in Gerüsten und Kränen, daher verzichteten wir auf einem Rundgang im Inneren, zumal die Schlange zum Ticketschalter über mehrere Ecken verlief. Der imposante und außergewöhnliche Bau, der mit nicht weniger als 18 Türmen ausgestattet ist, ist das unvollendete Werk Antonio Gaudi und das Wahrzeichens Barcelonas.
Mit der Metro wollten wir zum Mercat de Sant Antoni, der war aber wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Durch kleine Gassen liefen wir Richtung Innenstadt, zwischen den Stationen St. Antoni und Liceu sind viele kleine Geschäfte zu finden. Neben Arabern betreiben auch Inder einige Geschäfte. Nahe der Metrostation Liceu liegt der Mercaso St. Josep, das Angebot ist riesig, neben Fleisch, frischem Fisch, Obst& Gemüse gibt es Süßigkeiten getrocknete Früchte, Nüsse und Gewürze zu kaufen. In dem orientalisch anmutenden Markt wird feilgeboten, was der Gourmet zu einer guten Küche braucht. Weiter ging es durch verwinkelte Gassen an schönen Hinterhöfen, Kirchen und sonstigen Sehenswürdigkeiten vorbei in Richtung Parc de la Ciuatella. Eher frühlingshaft als herbstlich wirkte der bunte Park mit seinen vielen Blüten und Vögeln. Nur das bunte Laub an den Bäumen verriet die Jahreszeit.
Nach ein paar Stunden Flanieren bei schönstem Wetter liefen wir zurück ins Hotel. Der sonnige Spätnachmittag, bei etwa 20°C, war Ideal für eine kleine Siesta. Der Sonnenuntergang tauchte Barcelona in ein blau-, orange- und rosafarbenes Licht, der nahe gelegene Torre Agbar taucht nachts in ein Lichtermeer aus bunten LEDs und unterbricht das Gesamtbild des Stadtpanoramas mit einem Farbfleck. Das 32-stöckige phallusähnliche Gebäude ist das höchste Spaniens.
Abends besuchten wir erneut die Promenade, die Temperaturen haben deutlich abgenommen. Der sternenklare Abend führte uns am Strand zum Port Olimoic auf der Suche nach einem Restaurant. Am Yachthafen ist die High Socity zuhause, so dass für ein Dinner zu Zweit schon mal 60-70 Euro zu berappen sind. Ansonsten war es sehr ruhig an diesem Montagabend. Ein Vorhängeschloss für die ewige Liebe brachten wir noch neben den zahlreichen anderen Schlössern am Geländer am Platja Nova Icària an, der Schlüssel dazu fand seinen Platz irgendwo im Sand des romantischen Strandes.
Wake up gegen 9.00 Uhr, ausgeschlafen und mit dem Gedanken Abschied nehmen zu müssen, gab es noch ein leckeres Frühstück. Geduscht, gepackt und voller Freude checkten wir aus und machten uns auf den Weg zurück zum Flughafen. Etwa eineinhalb Stunden sind einzuplanen, wenn die U-Bahn als das gewählte Transportmittel ausgesucht wurde. Von den vielen Gaunern und Trickbetrügern hatte ich nichts bemerkt, augenscheinlich fühlte ich mich nicht zuletzt von den präsenten Sicherheitsleuten sehr sicher in Barcelona.
Auch das moderne Flughafenterminal versprühte kosmopolitanisches Flair, auch hier nur ein paar Minuten am Check-In, online eingecheckt mussten wir nur zum Baggage Drop Off Schalter, um das Gepäck einzuchecken. Lufthansa trifft keine Schuld an dem 40-minütigen Delay, die französischen Fluglotsen streikten. Mit Lufthansa, ein vermeintlicher reiner Business-Carrier, hatte ich bisweilen gute Erfahrungen gemacht. Sie gilt als zuverlässig und seriös, auf Langstreckenflügen sind teilweise die Sitzplatzabstände zu bemängeln. Unser Fazit, Barcelona ist auf jeden Fall eine Reise wert. Modern, inspirierend und sauber hatten wir einen sehr guten Eindruck. Für uns nicht das letzte Mal in Barcelona, wir kommen wieder.
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Panorama, Sonnenaufgang über Barcelona
Biblitothek
Panorama Parc de la Ciutadella
GBB Hotel 4 Barcelona
Mercat de St. Antoni
Torre Agbar
Cementiri del Poblenou
GBB Hotel 4 Barcelona
Barcelona
Platja nova Icària
Beleuchhtetes Barcelona
Mercat St. Josep