La Gomera – Inselparadies der Kanaren
Klein, fein und bezaubernd; so präsentiert sich die kleine kanarische Insel La Gomera. Sind es die terrassenförmigen Felder, ist es der Regenwald oder die beschauliche Ruhe, dass man immer wieder kommen möchte?
Bezauberndes La Gomera – dies war mein erster Eindruck dieser kleinen Insel im atlantischen Ozean. Dieses Kleinod der Kanaren besticht durch seine wunderbare Landschaft. Stille Täler, schwarze Lavastrände und terrassenförmig angelegte Felder der Bauern tragen zu einer besonderen Atmosphäre bei. Auf meinen Wanderungen begegneten mir Schaf- und Ziegenherden. Begleitet wurden sie von den Hirten, welche noch bis heute die nur auf Gomera vorkommende Pfeifsprache beherrschen. Leider aber gerät diese Art von Verständigung langsam in Vergessenheit. Ich weiß nicht, was mir an der Insel am besten gefiel; wahrscheinlich ist es die Komposition von allem. Es gibt keinen Massentourismus, man findet einsame Strände und selbst in der Hauptstadt San Sebastán de la Gomera geht es eher gemächlich zu. Es lohnt sich sehr, eines der Restaurants zu besuchen und die landes- pardon: inseltypische Küche auszuprobieren. Überaus köstlich ist ein Brunnenkresseeintopf, genannt Potaje de Berros, oder eine Creme, die man Amogrote nennt. Das ist ein Käse, der auf der Insel hergestellt wird. Ich könnte noch mehr erzählen über die Küche von Gomera …
La Gomera: Paradiesische Landschaft
Es gibt viele Wanderwege auf La Gomera und es sind ausnahmslos alle Touren empfehlenswert zu gehen. Dennoch habe ich besondere Lieblingswege. Eine Wanderung zum Beispiel führt durch den Regenwald. Dieser Lorbeerwald ist das Überbleibsel der ursprünglichen Wälder Gomeras. Er mutet beinahe gespenstisch an mit seinen von den Bäumen hängenden Flechten und Moosen. Der Nebel tut sein Übriges. Doch dieser Wald ist von atemberaubender Schönheit. Eine andere Wanderung führt durch ein Tal mit Bananenplantagen und Weintraubenanbau. Auch die Kulturlandschaft ist überaus reizvoll, da aufgrund der bergigen Gegend Ackerbau nur auf Terrassenfeldern möglich ist. Hierdurch ist alles klein, verwinkelt, in Ecken und Nischen verborgen. Jede Biegung offenbart neue Eindrücke, neue Empfindungen für dieses Kleinod der Kanarischen Inseln.
Wandern auf La Gomera: Wo geht es lang?
Wer übrigens wie ich mit einem Wanderführer unterwegs ist, der muss bei Formulierungen wie „am nächsten Steinhaufen biegen Sie links ab“ oder ähnliche aufpassen. Denn La Gomera besteht nur aus Steinen. Da ist manchmal schwer zu erkennen, welcher ein künstlicher Steinhaufen ist, und welcher nicht. In der Regel findet man den Weg. Nur einmal konnte ich diesen besagten Steinhaufen nicht finden und ich verlor mich in eine Gegend, die nicht in meinem Wanderführer stand. Ich genoss trotzdem die Landschaft; fernab von Wegen und in Einsamkeit setzte ich mich auf einen der wohl natürlichen Steinhaufen und nahm die Ruhe und Grandiosität der Landschaft in mich auf. Ich war ja auch gut ausgerüstet mit ausreichend viel Wasser, Sonnenschutz und gutem Schuhwerk.
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