Lagow - Die Perle des Sternberger Landes
Etwa auf halber Strecke zwischen Berlin und Posen (Poznan) liegt das Städtchen Lagow mit seiner trutzigen Burg inmitten einer prächtigen Wald- und Seenlandschaft.
Auf einer Fahrt von Berlin nach Posen (Poznan) oder Warschau (Warszawa) kann man den Landschaftswechsel mitverfolgen: Von der Oder aus zieht sich die leicht wellige, sandige Eiszeitlandschaft mit den ausgedehnten Kiefernwäldern des Sternberger Landes noch etwa 100 km hin, bevor sie in die weiten, fruchtbaren Ebenen Zentralpolens übergeht. Wo die Forsten nicht aus Kiefern bestehen, ragen behäbige alte Buchen empor und ihr grünes Blätterdach reicht bis an die Ufer von mehreren Seen heran, die unbedingt einen Besuch wert sind.
Zwischen zwei solchen eiszeitlichen Rinnenseen, dem Tschetsch- (Ciecz/Trzesniowskie) und dem Lagower See, liegt das kleine Städtchen Lagow, die Perle des Sternberger Landes. Die Wasserflächen im Norden und Süden des Ortes ziehen seit vielen Jahren Gäste auch von weiter her an. Schließlich bieten sie eine Fülle von Möglichkeiten, um sich mit dem nassen Element eine schöne Zeit zu machen. Tauchen ist möglich, Tretbootfahren, Segeln, Paddeln und natürlich Schwimmen. An den Ufern beider Seen schlängeln sich Wanderwege entlang und geben stets neue Postkartenmotive frei. Wer einem der abzweigenden Wege hinauf in die Buchenwälder folgt, kann Natur pur erleben. Im Norden erhebt sich die Buchwaldhöhe (Gora Bukowiec) bis auf 227 Meter, vor dem südlichen Ortsausgang von Lagow erlaubt das Perschkenlauch (Pawski Lug) Einblicke in seine rätselhaft erscheinende Sumpfwelt aus Erlen, Gras und Kiefern.
In den letzten Jahren hat sich Lagow auch zu einem Zentrum für Kunst, Kultur und Film gemausert. Beim Bummel durch seine Straßen kann man außerdem erfahren, dass Buckow in der Märkischen Schweiz eine Partnerstadt von Lagow ist. Die landschaftliche Ähnlichkeit ist groß. Die idyllische Lage des Städtchens bot im Mittelalter handfeste strategische Vorteile für die Errichtung einer Burg. Bis 1945 verlief östlich des Ortes die Grenze zwischen Brandenburg und Polen, wovon noch heute das Märkische oder Berliner Tor im Westen und das Polnische Tor im Osten zeugen. Der Bergfried ist zugänglich und bietet einen sehr schönen Rundumblick. Gegenwärtig beherbergt die alte Burg ein stimmungsvolles Hotel mit rustikal eingerichteten Zimmern. Wenn das Kaminfeuer flackert und der Herbststurm vor den Fenstern tobt, wird es drinnen erst richtig gemütlich.
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