Lanzarote – auf den Spuren César Manriques
Entscheidend geprägt wurde die Insel durch den Künstler und Visionär César Manrique. Seine Objekte und Kunstwerke begeistern die Urlauber immer wieder.
César Manrique war ein Architekt und Künstler, der durch sein Schaffen und Wirken die Insel Lanzarote entscheidend geprägt hat. Er lebte von 1919 bis 1992 und er hatte immer das Bestreben, den Tourismus mit der Natur in Einklang zu bringen. So setzte er während des Baubooms in den 80er Jahren durch, das keine Hochhäuser auf der Insel gebaut wurden. Auch die inseltypische Bauweise wurde durch ihn forciert, charakteristisch sind die weißen kubischen Häuser mit ihren grüngestrichenen Fenstern und Türen. César Manrique setzte sich nicht nur für den Umweltschutz ein, er hatte auch Visionen und wollte einzigartige Attraktionen auf Lanzarote schaffen. So gestaltete er Höhlen und Aussichtspunkte und bezog auch die bizarren Lavafelder in seine Objekte mit ein. Heute kann man auf der Insel auf den Spuren César Manriques wandeln und dabei eine Menge entdecken.
Fundación de César Manrique
Das frühere Wohnhaus des Künstlers steht in dem kleinen Dorf Tahiche und ist von schwarzen Lavafeldern umgeben. Schon von weitem sichtbar ist es durch das bunte Windspiel La Energia de la Piramide. Den Rundgang sollte man im Innenhof starten, dort sind die Öffnungen von zwei Lavablasen zu betrachten. Im Wohnraum befindet sich die Privatsammlung Manriques, zu der Werke von Picasso und Miró gehören. Durch verschiedene Vulkanblasen gelangen die Besucher in die einzelnen Räume, in denen die Arbeiten des Künstlers zu sehen sind. Auch sein Atelier kann besichtigt werden, dort sind zahlreiche Gemälde von ihm zu bestaunen. Danach kann man sich im Café mit einem kühlen Getränk erfrischen oder eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Es gibt auch einen Laden, in dem Kunstbücher und Gegenstände mit dem Logo Manriques verkauft werden. Geöffnet ist montags bis samstags von 9.00 bis 15.00 Uhr, der Eintritt kostet 7 Euro.
Jameos del Agua
Die Höhle Jameos del Agua liegt im Nordosten Lanzarotes, in der Nähe von Arrieta. Der acht Kilometer lange Lavastollen ist durch einen Vulkanausbruch entstanden. César Manrique hat aus der Höhle ein Kunstwerk gemacht, schon der äußere Bereich mit dem Pool und den vielen tropischen Pflanzen wirkt beeindruckend. Innen gelangt man über eine Steintreppe zu einem Restaurant, in dem abends Folkloredarbietungen stattfinden. Weiter unten befindet sich ein grüner Lagunensee, der besonders schön wirkt, wenn die Sonne durch das Deckenloch leuchtet. Im See leben blinde Albinokrebse, die es normalerweise nur in der Tiefsee gibt. Ein weiteres Highlight ist der Konzertsaal, der rund 600 Besuchern Platz bietet. Einmal im Monat werden dort klassische Konzerte geboten, sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis. Jameos del Agua hat täglich von 10.00 bis 18.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 8 Euro.
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Cueva de los Verdes
Nicht weit entfernt liegt eine weitere Höhle, die Cueva de los Verdes. Anderthalb Kilometer des acht Kilometer langen Höhlensystems sind für Touristen zugänglich. Sie können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Man gelangt dabei durch schmale Stollen, die in verschiedenen Farben leuchten. Dieser Effekt wird durch geschickte Beleuchtungen noch verstärkt. Auch hier gibt es einen riesigen Konzertsaal, er bietet Platz für etwa 1.000 Menschen. Leider finden nur selten Konzerte in der Höhle statt. Die Höhle kann täglich von 10.00 bis 17. 00 Uhr besichtigt werden, die Führungen sind in Englisch oder Spanisch. Der Eintrittspreis beträgt 8 Euro.
Mirador del Rio
Auf den Spuren César Manriques kommt man am Mirador del Rio nicht vorbei. Der Aussichtspunkt liegt im Norden der Insel und zeigt herrliche Ausblicke auf die Meerenge sowie auf die Insel La Graciosa. Er gehört zu den Top-Attraktionen Lanzarotes und zieht täglich Scharen von Touristen an. Von außen sieht man nur eine Skulptur und eine Mauer aus Vulkangestein mit einem großen runden Fenster. Im Inneren gelangt man in einen großzügig angelegten Raum mit vielen Farnen. An der Decke hängt eine Skulptur von Manrique, die aus Blech und Draht besteht. Das große Fenster bietet einen fantastischen Blick auf La Graciosa. Über eine Treppe gelangt man auf das Dach, dort befindet sich eine Aussichtsplattform.Unterhalb des Mirador del Rio sieht man die steilen Wände des Risco de Famara, einem 15 Kilometer langen Bergrücken. Der Mirador del Rio hat von 10.00 bis 17.45 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4,70 Euro.
Jardin de Cactus
Der Kaktusgarten befindet sich in dem kleinen Dorf Guatiza. Nicht nur für Pflanzenliebhaber lohnt sich der Besuch, denn solch eine Kakteensammlung ist äußerst selten und auch ihre Umgebung ist interessant. Rings um Guatiza sieht man riesige Felder mit Opuntien oder Feigenkakteen. Dort wurden früher die Cochenille-Läuse gezüchtet, die den begehrten Farbstoff Karmin lieferten. Der Jardin de Cactus beherbergt rund 1.400 Arten von Kakteen, insgesamt sind es über 10.000 Pflanzen. Der Garten ist in einem Vulkantrichter gelegen, die Kakteen sind terrassenförmig angeordnet. Sehr harmonisch fügt sich auch das Café in die Gesamtheit ein, es bietet seinen Gästen einen herrlichen Ausblick auf die Kakteen. Geöffnet hat der Kakteengarten täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, der Eintrittspreis beträgt 5 Euro.
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Mirador del Rio & der Weitblick
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Eingang zur Höhle Jameos del Agua
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