Madeira Levadas Wanderung: Wandern an Kanälen
Für Besucher der Insel ist die sogenannte - Madeira Levadas Wanderung: Wandern an Kanälen - ein Highlight. Die Wege entlang der Wasserläufe führen Wanderer durch unberührte Natur.
Mitten im Atlantischen Ozean liegt die portugiesische Insel Madeira. Bekannt wurde sie vor allem dadurch, dass ihr der ewige Frühling nachgesagt wird. Tatsächlich weist Madeira klimatisch einige Besonderheiten auf. Auf einer Fläche von rund 750 Quadratkilometern findet sich eine Vielfalt verschiedener Klimata, die von Hitzeperioden im Süden bis zu gussartigen Regenfällen im Norden reichen. Madeira gilt als Geheimtipp unter begeisterten Wanderern, da die Insel von einer Vielzahl befestigter Wanderwege überzogen wird. Ein besonderes Erlebnis für Besucher ist das sogenannte Wandern an Kanälen. Diese Kanäle tragen die Bezeichnung Levadas. Levadas wurden von Madeiras Landwirten künstlich erschaffen, um Wasser vom Norden der Insel in den Süden zu leiten und dort die Anbauflächen zu befeuchten. Die Kanäle bahnen sich einen Weg durch die urwüchsige Landschaft der Insel. An ihnen entlang führen gekennzeichnete Wanderwege quer über Madeira. Es gibt eine Vielzahl festgelegter Routen, die das Wandern an Kanälen ermöglichen.
Eine besonders beliebte Madeira Levadas Wanderung ist die sogenannte Levada dos Tornos. Ausgangspunkt ist der kleine Ort Camache. Für die rund fünfzehn Kilometer lange Strecke benötigen erfahrene Wanderer sechs Stunden. Direkt am Marktplatz von Camache findet man bereits das erste Hinweisschild auf die Levadas. Der erste Teil der Wanderung beinhaltet einen recht steilen Gang bis zum ersten Levada Tunnel. Da die Levadas so angelegt wurden, dass sie auf direktem Weg zum Ziel kommen, bahnen sie sich ihren Weg oft durch Tunnel und enge Feldgassen. An gefährlichen Stellen, wie steilen Abgründen, wurden die Wege gesichert. Wer den ersten Tunnel umgehen möchte, folgt dem Wegweiser in Richtung des Ortes Ribeirinha. Entlang dieser Strecke finden sich viele exotische Pflanzenarten und kleine, typisch madeirische Häuser. Die Straße führt wieder direkt auf die Levada zu und nach einem kurzen Anstieg erreicht man den nächsten Tunnel. Auch dieser kann mit einer gekennzeichneten Strecke umgangen werden. Hinter dem Tunnel führt der Weg an der Levada entlang direkt hinein in einen dichten Wald. Das letzte Stück der Levada dos Tornos führt durch den Ort Romeiros bis zum Marktplatz von Monte. Ab hier geht es mit dem Bus zurück nach Camache.
Der Marktplatz von Camache ist ebenfalls Ausgangspunkt für die Wanderung Levada da Serra Choupana. Entgegen der Levada dos Tornos ist diese Strecke mit knapp acht Kilometern kürzer und mit weniger Anstiegen verbunden. Eine Zeitspanne von drei bis vier Stunden sollte eingeplant werden. Von Camache aus führt ein Weg an der Levada entlang hinein in die unberührte Natur von Madeira. Kleine Aussichtsplätze geben den Blick auf das Meer frei. Gegen Ende der Strecke verschwindet die Levada kurz unter der Erde und taucht dann in einem zugewachsenen Tal wieder auf. Hier befindet sich ein kleiner Rastplatz. Um zurück nach Camache zu kommen, nutzen Wanderer den gekennzeichneten Weg, der an Choupana vorbei bis zum Dorfplatz von Camache führt.
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Wer auf seiner Wanderung entlang einer Levada statt Natur satt lieber den städtischen Charme Madeiras kennenlernen möchte, liegt mit der Levada do Canical genau richtig. Ausgangspunkt für diese Wanderung ist ein restauriertes Wasserhaus in dem kleinen Städtchen Machico. Der erste Teil der Wegstrecke führt den Wanderer durch ein tief gelegenes Tal, vorbei an breiten Wiesen und beackerten Feldern. Entlang des Weges sind immer wieder kleine Häuser mit mediterranem Charme zu sehen. Ziel der Levada do Canical ist die Stadt Canical. Für die Strecke sollten rund fünf Stunden eingeplant werden, da sich am Wegesrand immer wieder kleine Aussichtspunkte und Rastplätze finden, die zu einer Pause einladen.
Wer plant, eine Madeira Levadas Wanderung in Angriff zu nehmen, sollte die Wildheit der Strecken nicht unterschätzen. Festes Schuhwerk gehört zur Grundausstattung, steile Anstiege sind hier keine Seltenheit. Auch auf eine Mütze und wetterfeste Kleidung sollte nicht verzichtet werden, da auf Madeira das Wetter schnell umschlagen kann. Viele Strecken entlang der Wasserläufe führen in unberührte Natur. Hier gibt es keine Restaurants. Ein gut gefüllter Proviantrucksack erspart es den Wanderern, die gekennzeichnete Strecke zu verlassen und sich auf die Suche nach einem der seltenen Supermärkte zu machen. Wer eine direkte Begehung der Levada-Tunnel plant, benötigt auf jeden Fall eine Taschenlampe, da es keine Beleuchtung gibt und an manchen Stellen die Wege schon leicht porös sind. Eine Karte mit der gekennzeichneten Wandererroute, sowie ein Busfahrplan erleichtern den Rückweg zum Ausgangspunkt.
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