Madrid - die lebendigste Hauptstadt Europas

Madrid - Haupstadt Spaniens und Metropole der Lebensfreude! Eine Reise nach Madrid bedeutet Kunstgenuss, kulinarische Leckerbissen und ein bombastisches Nachtleben.

Ein Trip nach Madrid führt ins Herz Kastiliens, und so ist die spanische Hauptstadt denn auch gleichzeitig kosmopolitische Metropole mit ultramoderner Architektur entlang des Paseo de la Castellana wie ein großes Dorf mit seinen liebenswert verschachtelten Gassen im alten Maurenviertel La Latina. Dieser Gegensatz prägt auch die Menschen, die oft nicht hier geboren sind sondern aus anderen Regionen Spaniens nach Madrid gekommen sind und dabei natürlich immer auch die eigene Kultur, Küche und Lebenseinstellung mitgebracht haben.

Der Madrilene ist weltoffen und heißt Besucher herzlich willkommen, gleichzeitig ist er aber auch Nationalstolz und liebt seine Stadt - es kann einem nichts besseres passieren, als von einem waschechten Madrileno zu einem kulinarischen Spaziergang durch die zahllosen Tapasbars eingeladen zu werden - auch wenn man nachher bestimmt nicht mehr weiß, wo man überall war, so hat man doch neue Freundschaften mit den Barbesitzern und den Stammgästen gemacht. Stumm am Tresen hocken mag hier keiner, die Menschen reden miteinander und kommentieren gern auch die Köstlichkeiten, die hier aufgetischt werden. Tapas sind eigentlich eine andalusische Spezialiät - der "Deckel", so die deutsche Übersetzung, wurde auf das Bierglas gelegt, um Fliegen am Ertrinken zu hindern. Dass auf den dafür verwendeten Tellerchen von Oliven über Jamón Serrano, einem iberischen Schinken der Extraklasse bis hin zu ausgefeilten warmen Snacks alles liegen kann, ist ein gastronomischer Glücksgriff. So mancher Reisende verzichtet lieber auf ein "richtiges" Essen und vergustiert sich an den Kleinigkeiten, die er manchmal gratis, meist aber auf Bestellung zum kleinen Bier oder zum Gläschen Wein bekommt.

Besonders beeindruckend erlebt man die ausgelassene Fröhlichkeit und Genussfreude an Sonntagen in La Latina - das Viertel unweit vom königlichen Palast unterhalb der Plaza Mayor mit ihren roten Backsteinbauten und ihren Fresken und - leider sündteuren - Cafes unter Arkaden ist eines der typischsten Madrids mit mittelalterlichen Gäßchen, kleinen Läden, die Kerzen, Schrauben, Votivbildchen verkaufen oder alte Möbel und Elektrogeräte reparieren, die anderswo einfach auf dem Sperrmüll landen würden. Am Sonntag sind nun alt und jung auf den Beinen und widmen sich dem "tapeo", dem Wandern von Bar zu Bar, wo es natürlich überall eine Spezialität des Hauses zu naschen gibt. Man kennt sich, die Nachbarn tauschen sich über die Altersgrenzen hinweg aus, das Gedränge stört hier niemanden und an einem Tisch sitzen muss auch nicht sein, ist es doch am Tresen geselliger und billiger.

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Hat man nun genug gegessen und getrunken, so gibt es natürlich auch genug Kultur zu entdecken - Madrid ist ein Zentrum der Kunst mit einigen der bedeutendsten Sammlungen Europas. Mehrere Tage würde der Reisende benötigen, um alle Säle des Prado mit mittelalterlicher und barocker Kunst in Ruhe zu besichtigen, und wer dann noch moderne Kunst im Reina Sofia mit dem berühmten "Guernica" von Picasso und einen Überblick im Thyssen-Bornemisza haben möchte, der muss definitiv sehr lange bleiben oder wiederkommen. Die Auswahl ist schier unerschöpflich, denn es gibt natürlich noch wechselnde Ausstellungen und andere Sehenswürdigkeiten wie den königlichen Palast mit der romantischen Plaza de Oriente davor und den Escorial des gestrengen Philip des II. mit einer beeindruckenden Pinakothek, einer Bibliothek mit 40.000 Bänden und freskengeschmückten Sälen Der Palast liegt zwar 40 Kilometer von Madrid entfernt liegt, ist aber dennoch ein Muss für jeden Besucher.

Ebenfalls ein Muss - egal, wie jung oder alt man ist - ist "la noche". Die madrilenische Nacht ist lang, vor allem ab Freitag, denn es wird eigentlich bis Sonntag abend durchgefeiert. Jeder findet hier etwas nach seinem Geschmack - Oper, Theater oder Musical für die Gesetzteren, dazu Hunderte Kinosäle und natürlich Tausende Bars und Diskotheken jeder Couleur. Die Schwulenszene findet im bunten Chuecas statt, in Huertas rund um die Plaza Santa Ana gibt es Tapasbars, Diskos und Theater für jeden Gusto und jede Altersklasse, in Moncloa und Arguelles in der Nähe der Unistadt wird's studentisch, und die Szene in Malasana ist eher alternativ. Schlafen gehen muss hier also nur, wer wirklich mag! Und in der Früh empfiehlt sich eine dickflüssige heisse Schokolade mit "churros", einem Spritzgebäck, das in die Schokolade getunkt wird. Am besten schmeckt diese in der Chocolatería San Ginés unterhalb der Plaza Mayor. Im Untergeschoss kann sich der Gast in einem fliesengeschmückten Raum vom Ansturm auf die süße Köstlichkeit erholen und wieder so richtig Energie tanken für einen erlebnisreichen Tag in Madrid!

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Autor: jujulia  09.05.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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