Mallorca - Klöster und Kultur
Auf der Balearen-Insel Mallorca gibt es weit mehr zu sehen, als die Promenade von El Arenal. Im Landesinneren verzaubern Klöster und traumhafte Landschaften das menschliche Auge.
Bereits die Mönche wussten, wo es auf Mallorca am schönsten ist. Und genau dort ließen sie sich nieder und errichteten ihre Meditationsstätten. So lohnt sich zum Beispiel ein Abstecher zur Ermita Sant Miquel in das von Palma rund zwanzig Kilometer entfernte Montuiri. Unter einer Ermita wird ein Kloster verstanden, in dem nur wenige Mönche der San Pablo San Antonio-Gluabensgemeinschaft leben. Das für Besucher geöffnete Kloster etwas außerhalb des Ortes an der Fernstraße 715 gelegen, bietet nicht nur eine der schönsten Aussichten der Insel, sondern hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Von Montuiri sollte man dann die Fernstraße 715 entlang fahren und sich auf die nach San Joan ausgeschilderte Nebenstraße 322 begeben.
Heilige Stätten und Klöster auf Mallorca
Dort erwartet einen die Ermita de la Consolaciò. Glaubt man der Legende, so sah hier ein kleiner Araberjunge einen brennenden Dornbusch, der nicht verbrannte und in dessen Mitte eine Madonnen-Statue stand. Der Junge baute ihr einen Altar. Das Bildnis der Mutter Gottes kann man im Inneren der Kirche am Hauptaltar bewundern, ebenso wie den Rest des Gebäudes. Auf der gleichen Straße (322) geht es weiter zur Ortschaft Petra. Von dort fährt man über eine Seitenstraße zum Heiligtum de Nostra Senyora de Bonany. Nach einer jahrelangen Dürre-Periode war das Jahr 1600 für die Bewohner Petras ein gutes Jahr, da das ausgedorrte Land zum ersten Mal wieder mit Regen gesegnet wurde.
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Von Petra aus führt die Tour der Heiligen Stätte und traumhaften Landschaften auf der Nebenstraße 331 (später 511) in das 15 Kilometer südlich liegende Felanitx. Über den östlichen Teil der Stadt erreicht man über eine sehr kurvenreiche Straße – auf der man die Stationen des Kreuzwegs passiert – das Kloster Sant Salvador. Wer körperlich fit ist, sollte nicht nur das Kloster besuchen, sondern auch die 113 Stufen zur Christusstatue erklimmen. Die Statue wurde 1934 von den Bewohnern Felanitx gestiftet. Zehn Kilometer weiter östlich auf der Nebenstraße 610 Richtung Palma, liegt der kleine Ort Porreras. Nur wenige Kilometer außerhalb des malerischen Ortes liegt auf einem Berggipfel das Kloster Monti Sion. Bemerkenswert im Inneren der Kirche ist ein Marmorbildnis der Madonna. Die keineswegs künstlerische Arbeit stammt aus dem 15. Jahrhundert. Neben der Geschichte bietet das ehemalige Kloster eine Herberge und ein Restaurant mit einem atemberaubenden Panoramablick.
Traumhafte Landschaften auf Mallorca
Einen solchen Panoramablick kann man auch vom Klosterberg bei Randa aus genießen. Dafür fährt man die Fernstraße 502 weiter bis nach Llucmayor. In der Ortschaft folgt man der nach Algaida ausgeschilderten Fernstraße 501. Von dort sind es ca. vier Kilometer bis Randa. Ein Abstecher dorthin lohnt in jedem Fall, da es dort gleich drei Klöster zu besuchen gibt. Das unterste, Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, ist nicht mehr bewirtschaftet. Allerdings empfängt einen dort ein prachtvoll angelegter botanischer Garten. Die Mönche von Honorat nehmen ihren geistlichen Auftrag sehr ernst und leben in strikter Klausur. Daher empfangen sie leider keine Besucher.
Anders die Franziskaner im Kloster Nostra Senoyra de Cura. Das Heiligtum ging aus der Eremitenhöhle des seligen Raimundus Llullus (Ramon Llull 1235 – 1316) hervor, der sich hierher zur Meditation zurückgezogen hatte. Der Philosoph, Mystiker und Sprachführer verfasste Traktate und geistliche Werke, in katalanischer Sprache. Die Höhle des Ramon Llull ist leider nicht zu besichtigen, dafür aber der Klosterbau, in dem er einst eine Sprachschule errichtete. Die Glasmalereien an den Klosterwänden schildern Momente aus seinem Leben. Auch für das leibliche Wohl ihrer Gäste sorgen die Franziskaner. In der Herberge des Klosters lässt sich gut und schmackhaft speisen. Ein ganz besonderes Highlight ist die Übernachtungsmöglichkeit, welche das Kloster seinen Gästen bietet. Absolut traumhaft auf dem Klosterberg ist aber die Aussicht. Bei schönem Wetter kann man rund 30 Ortschaften der Insel sehen.
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