Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen
Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen - geht das? Ja, diese Stadt ist günstiger als man denkt. Hier ist ein Vorschlag zur Gestaltung.
Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen - geht das? Diese Frage stellen sich viele Touristen, die nach New York kommen, um den „Big Apple“ zu sehen. Mit einer guten Vorausplanung und Stadtkarte „bewaffnet“ kann man sich getrost in dieses Vorhaben stürzen. Die Vorausplanung wird hier geliefert, zumindest ein Konzept dazu - Veränderungen können ja jederzeit vorgenommen werden. Ein Rahmenplan ist jedoch immer sehr hilfreich. Ausgegangen wird davon, dass man in New Jersey übernachtet - das ist wesentlich günstiger als in Manhattan, und man erreicht die Insel mit der U-Bahn bequem und schnell. Genauso kann man aber auch die Routen beschreiten, wenn man in Manhattan selbst wohnt.
Schon am ersten Tag merkt man, dass man Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen kann. Startpunkt ist Macy‘s Kaufhaus an der 34ten Straße zwischen der 6th und 7th Avenue; hier ist auch die U-Bahn-Station 33rd St. Auf dem Herald Square daneben steht eine witzige Uhr mit den zwei Bronzefiguren Stuff und Guff. Einen Block weiter auf der 34ten Straße Richtung 5th Avenue steht das Empire State Building. Wer sich nicht in die lange Schlange einreihen und zig Dollars für den Fahrstuhl bezahlen möchte, kann jetzt weiter gehen: es gibt Alternativen, die hier noch erwähnt werden. Weiter an der 5th Avenue liegt die New York Public Library mit beeindruckenden Lesesälen und den zwei Marmorlöwen Patience und Fortitude vor dem Haupteingang. Weiter auf der 42ten Straße geht es dann zum Chrysler Building mit schöner Art Deo-Verzierung in der Lobby. Gegenüber befindet sich die wunderschöne Grand Central Station, eine riesige Bahnhofshalle mit der Wirkung eines Sternenhimmels. Auf der Park Avenue geht es weiter zum berühmten Hotel Waldorf Astoria, hier sollte man unbedingt auch einmal hinein gehen und den Luxus bewundern. Jetzt läuft man etwas länger zur 53ten Straße, Ecke 3rd Avenue und sieht das Lipstick Building - es sieht wirklich aus wie ein riesiger Lippenstift.
Die 53te Straße muss man jetzt bis zur 2nd Avenue hochlaufen und kommt dann zur - das stimmt wirklich! - einzigen Seilbahn New Yorks, die Roosevelt Island Tramway. Für zwei Dollar setzt man auf Roosevelt Island über und fährt danach wieder zurück. Diese Fahrten sind der erste Ersatz für eine Fahrstuhlfahrt auf das Empire State Building. Von oben hat man während der Fahrt einen schönen Blick in die Häuserschluchten von Manhattan und von Roosevelt Island aus eine gute Aussicht auf die Skyline. Zurück auf der 59ten Straße, geht es weiter zum zweiten berühmten Kaufhaus Manhattans, Bloomingdale‘s. Kurze Zeit später erreicht man den Central Park und kann in ihm lustwandeln - eine tolle Kulisse erhebt sich um das Grün herum mit den großen alten Wolkenkratzern. Wieder zurück vom Spaziergang im Park geht es in die 57te Straße zur Carnegie Hall, die wohl berühmteste Konzerthalle der USA. Jetzt dreht man wieder um, überquert die 5th Avenue und erblickt den mit Gold und Kupfer gepimpten Trump Tower und kurze Zeit später das IBM Building mit einem Bambushain im Atrium. Halt, man darf ja nicht vergessen, noch kurz bei Tiffany‘s reinzusehen.
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Vorbei am Sony-Tower mit dem Chippendale-Aufsatz erreicht man nach ein paar hundert Metern auf der Madison Avenue die St. Patrick‘s Cathedral, eine der größten Kathedralen Amerikas. Interessant an der neugotischen Kirche aus 1879 sind insbesondere die Glasfenster aus Chartres und Nantes. Gegenüber dem Haupteingang liegt das Rockefeller Center, eine Stadt in der Stadt. Von der Aussichtsplattform “Top of the Rock“ hat man einen schönen Blick - auch dies wieder eine Alternative zum teuren Empire State Building. Jetzt geht es als Abschluss des ersten Tages den Broadway entlang zum Times Square, das Symbol schlechthin für den Kommerz. Bunte Reklameschilder leuchten und blinken, hier finden abends die Musicalveranstaltungen statt.
Auch am zweiten Tag wird man merken, dass man Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen kann. Dieser zweite Tag beginnt an der 9ten Straße - hier ist auch eine gleichnamige U-Bahn-Station. Man befindet sich jetzt in Greenwich Village. Hier geht es über schöne Wohnstraßen zum Washington Square Park - hier steht ein echter Triumphbogen - und weiter in die Bleecker Street. Jetzt wechselt der Baustil, alte Ziegelhäuser beherbergen Shops, Cafes und Kneipen, teilweise wirkt das ganze ein wenig schmuddelig. Am Broadway geht man jetzt rechts und kommt in das Stadtviertel SoHo, das bekannt ist für seine gusseisernen Feuerleitern und Bodenkonstruktionen. Das Little Singer House und das Haughwout Building sind hier von Interesse. Durch die Broome Street, die Green Street und die West Houston Street gelangt man zur Avenue of the Americas, noch ein Stückchen weiter, am oberen Ende der Mulberry Street, befindet man sich in Little Italy. Leider gibt es hier nur noch wenige Cafes und Restaurants, die Chinesen erobern mehr und mehr von diesem Viertel. Ihr Quartier befindet sich am anderen Ende der Mulberry Street und darüber hinaus in der Canal und Mott Street.
Jetzt kommt noch ein Highlight, das aber erobert werden will: der Marsch auf die Brooklyn Bridge, oben für Fussgänger und Radfahrer reserviert, darunter fahren die Autos. Dazu muss man von Chinatown nur einen kurzen Fußweg über das Municipal Building nehmen. Von der Brooklyn Bridge ergibt sich ein besonders guter Blick auf Manhattan, und das völlig kostenlos. Zurück von der Brücke geht es dann links in die Park Row bis zum Broadway und kurz danach links nach dem Woolworth Building in die Fulton Street bis zum South Street Seaport. Hier wird man an Fisherman‘s Wharf in San Francisco erinnert, nur dass alles ein bißchen kleiner dimensioniert ist. Jetzt läuft man den East River Drive in Richtung Norden und biegt kurz danach in die Wall Street ein. Hier ist der berühmte Financial District von New York mit der Börse. Geradeaus sieht man schon die Trinity Church, eine ruhige Oase aus 1846.
Von der Trinity Church geht es dann den Broadway entlang, am berühmten Bullen vorbei, über das US Custom House mit vier Statuen, die die Erdteile darstellen sollen - Australien hat man einfach negiert - zum Pier 1. Von hier aus wird es dann entspannend: man nimmt die Staten Island Ferry statt des Touristendampfers und fährt an der Statue of Liberty vorbei nach Staten Island und gleich wieder zurück - die Fahrten sind kostenlos! Auf der Rückfahrt, die man am besten nachmittags macht, sieht man eine wunderbare Skyline mit Segelbooten davor - dies ist ein absolutes Muss für den Fotografen. Wieder an Land, geht man jetzt noch ein paar hundert Meter zum Ground Zero und schaut sich diese historische Stätte an. Hier befinden sich wieder U-Bahn-Stationen, so dass man zum Hotel zurückfahren kann.
Es gibt sicherlich noch andere Dinge in Manhattan zu sehen, aber die beschriebenen Routen zeigen dem Besucher nicht nur die Main Tourist Spots, sondern enthalten auch einige Geheimtipps, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Und so kompakt bekommt man sie auch nicht bei Stadtrundfahrten serviert. Die einzigen Kosten, die man hat, sind U-Bahn-Anreisefahrten und die Cable-Car Passage! Und war das Versprechen am Anfang falsch? Nein, man kann wirklich Manhattan in zwei Tagen für weniger als 10 US Dollar besichtigen. Essen kann man günstig in vielen kleinen Bistros. Und wo sollte man übernachten? Am besten und günstig schläft man in New Jersey im Holland Motel, direkt neben dem Holland-Tunnel und nicht weit von der U-Bahnstation nach Manhattan bzw. zum Flughafen New Jersey. Den Flughafen sollte man auch dem JFK-Airport vorziehen, er ist sehr sauber und nicht so hektisch.
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