Mannheim - Ein Leben in Quadraten um das Schloss

Mannheim, die Quadratestadt, ist eine Reise wert. Die Stadt hat Charme - und viel zu erzählen. Besonders sehenswert allerdings ist das Mannheimer Barockschloss, die ehemalige Residenz der Kurfürsten der Pfalz.

In einem Lied von Cris Cosmo heißt es, dass man in Mannheim angeblich zweimal weinen würde: "Einmal wenn man kommt, und einmal, wenn man wieder geht". Wenn Mannheim auf den ersten Blick auch nicht die schönste Stadt Baden-Württembergs sein mag, so zeigt sie ihre innere Schönheit schnell, wenn man hinter die Fassaden schaut. Der Mannheimer selbst ist sehr stolz auf seine Stadt, daher brüstet er sich auch gerne mit der witzigen Frage: "Was ist das schönste an Ludwigshafen?" Ludwiggshafen ist die Nachbarstadt Mannheims und vor allem für die dort ansässige Industrie bekannt. Menschen, die nicht in Mannheim wohnen, zucken mit den Schultern, woraufhin der Mannheimer antwortet: "Die Brücke nach Mannheim" - und sich auf die Schenkel schlägt. Mannheim hat Humor, der vielleicht ein wenig raubeinig daher kommt. Vielleicht weint man da sogar vor Lachen. Am besten zeigt dies der Comedian Bülent Ceylan, der Mannheim deutschlandweit bekannt gemacht hat und ebenso für den Charme dieser Stadt wirbt. Nicht nur Humor wird groß geschrieben in Mannheim, auch die Liebe zur Stadt.

Jeder Einwohner liebt seine Stadt auf die ihm eigene Weise, aber die Mannheimer haben zu ihrer Stadt eine ganz eigene Beziehung, die sich möglicherweise auch nicht immer gleich erkennen lässt. Dennoch sind sie unglaublich stolz auf ihre Stadt, die, zumindest im Stadtkern, in Quadraten angelegt worden ist. Das ist einmalig in ganz Deutschland und auch ziemlich praktisch, da man sich kaum verlaufen kann. Einmal das System verstanden, lässt sich Mannheim in Quadraten erwandern. Zentral bei der Erwanderung Mannheims ist dabei natürlich das Mannheimer Schloss. Das Schloss ist das älteste erhaltene Barockschloss Deutschlands und hat jede Menge zu erzählen.

Heute ist in der ehemaligen Residenz der pfälzischen Kurfürsten in großen Teilen die Universität untergebracht, daher ist der größte Teil des Schlosses auch frei zugänglich für Besucher. Überall im Schloss befinden sich Gipsstatuen, Stuckdecken und imposante Reliquien vergangener Zeiten. Man muss vielleicht ein wenig suchen und ungewöhnliche Orte begehen, aber das Schloss birgt Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Wer dort studiert hat wirklich ein Privileg. Besonders sehenswert ist die Antikengalerie im zweiten Stock des Westflügels, die genau an die Schlosskirche grenzt. Das Schlossmuseum hat für Besucher Dienstags bis Sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

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Wer das Schloss besichtigt hat, will noch mehr von Mannheim sehen, denn es ist ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird. Schiller legte einst hier den Grundstein für das deutsche Nationaltheater, die Atombombe hätte eigentlich auf Mannheim fallen sollen - es gibt viele Geschichten, die der Mannheimer bereitwillig erzählen wird. Und wenn man dann wieder fort fährt, weint man vielleicht tatsächlich.

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Autor: marsielvis  10.03.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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