Mit dem Wohnmobil durch Neuseeland
Der heutige Tag unserer Rundreise mit dem Wohnmobil durch Neuseeland führte uns über kurvige Straßen und vorbei an Wasserfällen von Whangarei bis nach Kerikeri.
Unser Campertag begann mit dem Ausleeren der Chemietoilette (jaja, das gehört dazu). Nicht weit vom Campingplatz entfernt liegt der A.H. Reed Kauri Park, in dem sich ein kleiner Wasserfall befindet. Zuerst führte der Weg über einen sogenannten "treetop bordwalk", der sich eigentlich dadurch definiert, dass er sich auf der Höhe der Baumkronen befindet. Hier verlief er aber nicht ganz so hoch. Den Wasserfall erreichten wir über einen steilen Weg über Baumwurzeltreppenstufen. Danach haben wir eine kleine Stippvisite bei den Whangarei Falls gemacht. Der Parkplatz lag direkt am Wasserfall, so dass wir nicht erst über beschwerliche Wege wandern mussten. Das passte uns ganz gut, da wir heute noch ein ganzes Stück gen Norden fahren wollten. Von einem Baum im Wasserbecken vor den Wasserfällen hing ein langes Seil hinunter und wir beobachteten viele einheimische Maori-Kinder, wie sie den Baum hinaufkletterten und ins Wasser sprangen.
Weiter ging es nach Tutukaka und Matapouri und die Straßen erschienen uns heute noch kurviger als gestern. So brauchten wir für 20 km locker mal eine Stunde. Am Matapouri Beach haben wir eine Mittagspause eingelegt und wundern uns bis jetzt, warum es hier - genau wie in Whangarei - Pinguinfutter zu kaufen gibt. Wir haben nur einen Vogel mit langem Schnabel gesehen, von dem wir solange glaubten es sei ein Kiwi-Vogel ... bis er wegflog (Kiwis können nicht fliegen!).
Auf dem Weg nach Kerikeri, von wo wir heute unseren Bericht schreiben, haben wir einen Stop in Kawakawa gemacht. Dort befinden sich Neuseelands meist fotografierte Toiletten, die Hundertwasser Toiletten. Der Maler Friedensreich Hundertwasser lebte dort einige Jahre und gestaltete 1997 die öffentlichen Toiletten des Ortes. Nett anzusehen, aber im Grunde sind es eben nur ... Toiletten. ;-)
Am Campingplatz angekommen begrüßten uns drei neugierige Enten vor dem Wohnmobil, die uns gar nicht mehr von der Pelle rückten. Auf dem Weg in die City von Kerikeri saß auf unserem Weg plötzlich ein Frosch, an den wir langsam herankrochen, um eine gute Nahaufnahme hinzukriegen. Er blieb geduldig sitzen, denn es war ein Plastikfrosch!!!! Es ist uns ein Rätsel, wer einen Plastikfrosch auf die Straße setzt und warum.... Kiwis, die keine sind, gewöhnliche Enten und ein Plastikfrosch, ... hoffentlich war das noch nicht alles! ;-)
Die "Innenstadt" von Kerikeri war genauso verschlafen wir alle anderen "Städtchen" hier, aber heute ist ja auch Sonntag. Toll war allerdings der New World Supermarkt, in dem es eine riesige Auswahl an Süßigkeiten, getrockneten Früchten, Mandeln, Nüssen, Getreide, usw. gab, die man sich selbst zusammenstellen und abwiegen konnte. Gefreut hat uns auch der Preis: Für eine ganze Tüte Bananenchips haben wir umgerechnet nur zwanzig Eurocent gezahlt. :-)
Da der Neuseeland-Dollarkus zur Zeit gut ist und somit hier alles richtig günstig ist, haben wir heute nicht im Wohnmobil gekocht, sondern es uns beim Italiener schmecken lassen. Als wir zurück zum Campingplatz gelaufen sind war es schon dunkel und sternenklar. Faszinierend, wie anders der Sternenhimmel hier aussieht, am anderen Ende der Welt.
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