München Biergarten

Biergärten gibt es viele in München, aber halten alle, was sie versprechen? Hier eine kurze Beschreibung der schönsten Freiplätze der Stadt.

Was wäre München nur ohne seine Biergärten. Schon im März, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen aus dem Winterschlaf wecken, genießen Hartgesottene ihre erste Maß im Freien, ab Mai aber gibt es kein Halten mehr. Dann sind die kleinen und großen Freiplätze so bevölkert von fröhlichen Menschen, dass man den Biergarten einfach für den Himmel auf Erden halten muss. Hier eine kleine Übersicht der beliebtesten und schönsten Biergärten der Stadt:

Biergarten am Viktualienmarkt: Der Biergarten im Herzen des Marktes wartet mit einem bunten und internationalen Speisenangebot auf. Seit 1970 bemüht sich die Familie Hochreither um das leibliche Wohl – und vor allem den Durst – ihrer Gäste. Alle sechs Wochen wird das Bier gewechselt, so dass hier größtmögliche Vielfalt herrscht. Aber auch in unmittelbarer Nähe wird allerhand geboten. So locken ein paar Meter weiter frische Säfte, deftige Suppen oder Leberkas-Semmeln, und am Fischladen "Poseidon" trifft sich die Schickeria auf ein paar Austern oder ein Schwertfisch-Carpaccio. 

Den mit Abstand ältesten (und nach Meinung vieler Münchner vielleicht auch schönsten) Biergarten bietet der Augustinerkeller. Das weitläufige Areal ist von hohen Kastanienbäumen durchzogen, die an warmen Sommertagen kühlen Schatten spenden. Hier wird sogenanntes "Edelstoff" (Augustiner) ausgeschenkt, dazu gibt's kleine Brotzeiten, eine Hendlbraterei sowie allerlei andere "Schmankerl". Das Publikum ist sehr authentisch - hier kommen nicht nur Touristen, sondern auch viele alteingesessene Münchner her, um ihren Feierabend zu genießen und ein bisschen zu ratschen. 

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In neuem Gewand und alter Frische: Der Biergarten des Paulanerkellers am Nockherberg war im November 1999 einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Die uralten Kastanien überlebten den Brand allerdings ohne größere Schäden, so dass der 2003 wieder eröffnete Biergarten von seinem alten Charme nichts eingebüßt hat. Genauso gut ist auch die Küche geblieben: Im "Paulaner Garten" gibt’s knusprigste Brezn, leckere Schupfnudeln, Brotzeitteller sowie saftige Fleischpflanzern, Haxn und Hendl.

Biergarten „Zum Flaucher“: Etwas abseits der Innenstadt, an den südlichen Isarauen - und unweit der berüchtigten Kiesinsel mit seinen Nacktbadern - liegt der Flaucher-Biergarten. Erreichen lässt sich diese Oase der Ruhe gut mit Bus und U-Bahn, aber auch mit Rad oder Auto (Parkmöglichkeiten am Isarkanal). Gut 1.700 Plätze bietet der Biergarten, dazu das kulinarische Rundumprogramm mit Schnittlauchbrot, Obatzda, Brezn, Steckerlfisch&Co. Das Personal ist superfreundlich und auch Kinder sind hier willkommen. 

Der Szene-Biergarten schlechthin: Das Seehaus in Schwabing, direkt am Kleinhesseloher See gelegen. Immer rappelvoll mit jungen, hippen Leuten, die des alten Sehen-und-Gesehen-Werden-Spiels nicht müde werden. Man sollte sich davon jedoch nicht abschrecken lassen - das Seehaus gehört noch immer zu den schönsten Biergärten Münchens und der Ausblick auf die Uferpromenade macht einfach selig. Bei gutem Wetter hat der Biergarten übrigens auch im Winter geöffnet.

Zu den bekanntesten Biergärten zählt sicherlich auch der Biergarten am Chinesischen Turm. Zentral im Englischen Garten gelegen und daher beliebtes Ausflugsziel, treffen sich hier allerdings eher Touristen und Schulklassen als Einheimische. Nur hier und dort kann man noch auf ein paar urige Originale treffen, die meist schon um 11 Uhr zum Weißwurst-Frühstück eintrudeln. 

Ebenso namhaft ist das Hofbräuhaus, das neben seiner "Schwemme" auch einen kleinen, schattigen Biergarten zu bieten hat. Die meisten Münchner - bis auf einige verkrachte Existenzen - meiden das Hofbräuhaus wie der Teufel das Weihwasser. Das hat der angrenzende Biergarten aber eigentlich gar nicht verdient: Hier lässt es sich durchaus gut verweilen, essen und trinken, wobei die Speisenauswahl ziemlich deftig ist. 

Etwas feiner geht es im Aumeister zu. Das traditionsreiche Wirtshaus mit angegliedertem Biergarten liegt idyllisch am Nordrand des Englischen Gartens, in unmittelbarer Nähe zu den Isarauen. Bayrische Köstlichkeiten mit mediterranem Einschlag sind die Spezialität der etwas anspruchsvolleren Küche - wobei es nicht immer Zander sein muss, denn auch der Steckerlfisch schmeckt hier.  

Ungewöhnlich, exotisch, aber gut: Das Mangostin Gardens. Der asiatische Biergarten gehört zum Hotel Mangostin. Nicht jeder ist ein Freund der bayerisch-asiatischen Fusion, aber manche Münchner schwören auf das thailändisch/japanische Essen, die Tropical Bar und das außergewöhnliche Ambiente.

Und wer am Ende des Tages immer noch nicht genug hat, kann in den Biergarten des Backstage übersiedeln. Dort gibt es zur (eher härteren) Musik Bier und andere Drinks bis 3 h morgens (Fr und Sa sogar bis 5 Uhr) - auf das "Hendl" wird man hier allerdings verzichten müssen.  

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Autor: Sofie  29.04.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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