Museen in Innsbruck
Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck kann durch ihre bewegte Geschichte bedeutende Museen vorweisen. Sie werden in diesem Artikel vorgestellt.
Die Museen der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, tummeln sich größtenteils in der Altstadt und zeugen von verschiedenen Epochen: Die Innenstadt zeigt hauptsächlich mittelalterliche Bauten aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, von denen heute viele in Form von Museen für Besucher zugänglich sind.
Die kaiserliche Hofburg zu Innsbruck am Südrand der Altstadt wurde von Herzog Leopold III. als ständige Herberge um 1400 errichtet, unter Maximilian erstmals als Kaisersitz genutzt und von Maria Theresia im 18. Jh. zum heutigen barocken Palast umgebaut. An sie und ihre Familie erinnern die Bilder in den Prunksälen; der private Bereich wurde nach den Plänen des Schwagers von Kaiserin Elisabeth ("Sisi") eingerichtet. Seit dem Abschluss der Restaurierung im Juni 2010 ist die Hofburg wieder vollständig geöffnet. Im selben Gebäude ist auch die Ausstellung des Alpenvereins untergebracht, in der der Bergsport aus allen erdenklichen Perspektiven thematisiert wird.
Mit der Hofkirche, die südlich an die Hofburg anschließt, ließ sich Kaiser Maximilian zu Beginn des 16. Jh. ein einzigartiges Denkmal erbauen: Die "Schwarzen Mander", lebensgroße Bronzestatuen, zeigen Mitglieder seiner Familie sowie politisch hochrangige Zeitgenossen. In der Kirche selbst befand sich ursprünglich sein Grabmal, bevor es in die Wiener Neustadt verlegt wurde. 1810 wurde hier der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer beigesetzt. Weitere Zeugnisse der Ära Maximilians sind das "Goldene Dachl", ein mit 2.000 Goldschindeln geschmückter Prunkerker, im Herzen der Altstadt und das Zeughaus, seinerseits ein Waffenlager, heute ein kulturgeschichtliches Museum, in Dreiheiligen. Direkt neben der Hofkirche befindet sich das Tiroler Volkskunstmuseum, in dem Gegenstände aus dem Kunsthandwerk, Kunstgewerbe und Brauchtum, sowie Krippen und weitere Sammelstücke aus dem Leben des kleinen Tiroler Mannes untergebracht sind.
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Folgende beiden Museen beschäftigen sich mit der Archivierung der Tiroler und Innsbrucker Geschichte: Das Tiroler Landesmuseum, etwas außerhalb der Altstadt gelegen, zeigt Kunst von der Romanik bis heute, eine auf Tirol spezialisierte Bibliothek und Funde aus der Antike und dem Mittelalter. Daneben werden auch wechselnde zeitgenössische Ausstellungen zu bestimmten Themenbereichen angeboten. In der Badgasse findet man das Stadtarchiv, das die Geschichte Innsbrucks anhand von Dokumenten, Urkunden, Plänen, Zeitungen u.ä. nachzeichnet.
Einen der Höhepunkte bildet das Schloss Ambras im Südosten von Innsbruck: Es zeugt von der Präsenz des Renaissancefürsten Ferdinand (16. Jh.) und beinhaltet eine Portraitgalerie der großen Habsburger Persönlichkeiten, eine Sammlung von Bildern aus dem auslaufenden Mittelalter, eine Ausstellung von mittelalterlichen Rüstungen, den spanischen Saal mit Abbildungen von Tiroler Landesfürsten und vieles mehr.
Zwei kleinere und speziellere Museen sind einerseits die Glockengießerei Grassmayr am Südring, wo Einblicke in die bereits 400 Jahre bestehende Produktion gewährt werden und andererseits das Kaiserjägermuseum: 1815 gründete Franz I. die Tiroler Kaiserjäger als Regiment für Tirol und Vorarlberg. Im Kaiserjägermuseum können interessierte Besucher Gemälde zum Thema Andreas Hofer, Waffen und Rüstungen, sowie Zeugnisse über die Entstehungsgeschichte der Kaiserjäger bestaunen. Im Moment befindet sich das Museum im Umbau. Die Neueröffnung wird voraussichtlich 2011 erfolgen.
Alle angeführten Sehenswürdigkeiten liegen recht dicht beieinander, können also in jedem Fall zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von zehn Minuten erreicht werden. Man sollte für jeden einzelnen Besuch mindestens eine Stunde einplanen und berücksichtigen, dass zwar (auch an Wochenenden und Feiertagen) durchgehend geöffnet, die Sperrstunde jedoch meist schon um 17 Uhr ist. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 3 Euro (Stadtarchiv) und 10 Euro (Schloss Ambras). 8 Euro kostet jeweils eine Karte für die Hofburg, das Volkskunstmuseum inkl. Hofkirche, das Landesmuseum und das Zeughaus. Für einen Besuch im Goldenen Dachl werden 4 Euro, in der Glockengießerei Grassmayr 5 Euro verlangt.
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