Nationalbibliothek Wien - mehr als nur Bücher
Die österreichische Nationalbibliothek ist am Wiener Heldenplatz beheimatet und ist ein Teil der Hofburg. Sie eignet sich aber nicht nur zum Lernen und Lesen sondern auch zu einem Besuch in die Geschichte.
In Wien gibt es viel zu sehen: Den Stephansdom, die Schlößer Schönbrunn und Belvedere und die vielen verschiedenen Museen. Jedoch gibt es auch Sehenswürdigkeiten, die im Reiseführer vielleicht nicht gleich an erster Stelle genannt werden, aber trotzdem einen Besuch wert sind und zu diesen Sehenswürdigkeiten zählt eindeutig die Nationalbibliothek. Die Hauptaufgabe ist die Sammlung und Archivierung aller in Österreich erscheinenden Publikationen und es befinden sich sieben Millionen Einzelobjekte in der Bibliothek. Als Student bieten sich verschiedene Räume zum Lernen an oder man liest einfach ein Buch. Jedoch befindet sich hier noch mehr, nämlich vier Ausstellungen: Prunksaal, Papyrusmuseum, Globenmuseum und Esperantomuseum.
Der Prunksaal wurden von 1723 und 1726 gebaut und stellte das erste Gebäude dar, welches für die Hofbibliothek gebaut wurde. Vor diesem Bau wurden die Bücher im Minoritenkloster aufbewahrt. Der Saal ist in eine Kriegs- und eine Friedensseite aufgeteilt. Dies spiegelt sich auch in den Fresken wieder, wobei diejenigen im Eingangsbereich das Thema Krieg behandeln und die Fresken im hinteren Teil das Thema Frieden. Der Prunksaal beherbergt Kaiserstatuen, vier Globen und 200.000 Bücher von 1501 bis 1850. Darunter befindet sich die 15.000 fassende Sammlung von Prinz Eugen von Savoyen.
Das weltweit einzige Globenmuseum wurde 1956 gegründet und beherbergt 600 Globen sowie die dazu passende Fachliteratur. Man kann Erd- und Himmelgloben aber auch Globen verwandte Instrumente und Instrumente, in denen Globen einen Bestandteil bilden sehen. Das Museum gliedert sich in zwei Bereiche: einem Ausstellungsbereich und einen Magazin- und Studienbereich. Im Papyrusmuseum vermitteln die 200 ausgestellten Objekte einen Einblick in die Geschichte der Kulturen in Ägypten. Das Esperantomuseum beschäftigt sich mit den Plansprachen. Man kann auch an ziemlich unkonventionellen Versuchen sehen, wie mit dem Sprachproblem umgegangen wurde. Für Fans von Star Trek gibt es Klingonisch.
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Die Nationalbibliothek kann man alleine aber auch in Form einer Führung erleben. Je nachdem welchen Bereich der Bibliothek man besuchen möchte, haben die Führungen unterschiedliche Preise. Diese variieren zwischen 3 und 7 Euro jedoch gibt es Ermäßigungen für Schulklassen, Senioren und Studenten. Die Nationalbibliothek hat von Montag bis Samstag von 9.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr abends geöffnet, jedoch haben die Ausstellungen andere Öffnungszeiten. Die vier Ausstellungen haben von Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
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