Naturpark Bergisches Land - Straße der Arbeit

Die Straße der Arbeit zieht sich durch den Naturpark Bergisches Land und zeigt die Geschichte der Frühindustrialisierung.

Das Bergische Land hat eine interessante industriekulturelle Geschichte. Im 18. Jahrhundert entstanden dort die ersten Fabriken, wobei die Textilindustrie einen Schwerpunkt bildete. Die Brüder Carl und Adolf Vorwerk bauten den ersten vollmechanischen Bandstuhl, die Wuppertaler Fabrikanten Phillip Barthels-Feldhoff und Carl-Theodor Wuppermann erfanden das Eisengarn, das für Bänder, Hutlitzen und in der Kabelindustrie verwendet wurde. So entstanden zahlreiche Bandwebereien. In Wuppertal entstand die Alizarinfabrik der Firma Friedrich Bayer & Co. In Solingen wurden etliche Gesenkschmieden gegründet, die Stadt war schon im Mittelalter für die Produktion von Schneidewerkzeugen berühmt. Heute gibt die "Straße der Arbeit" Zeugnis aus dieser Zeit.

Die Bergische Natur- und Museumsroute "Straße der Arbeit" zieht sich über 280 Kilometer von Wuppertal bis an die Sieg und durchquert dabei den Oberbergischen Kreis. Die Route lässt sich als Rundtour mit dem Auto gestalten oder in Teilabschnitten erwandern. Die Strecke beginnt in Wuppertal, dort bietet das Historische Zentrum eine Zeitreise an. Mit seinem Museum für Frühindustrialisierung und dem Friedrich-Engels-Haus bildet es den kulturellen Kern der Stadt. Zu den Schwerpunkten gehört eine Ausstellung zur Biographie von Friedrich Engels, der Eintritt beträgt 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Weitere Orte der Industriegeschichte in Wuppertal sind das Bandwebermuseum in Ronsdorf, die Bergischen Museumsbahnen sowie die Bänderei und das Museum Kafka.

Die nächste Station bildet Radevormwald mit dem Heimatmuseum und dem Textilmuseum Wülfing, das sich in einer ehemaligen Tuchfabrik befindet. Dann geht es entlang an den schönen Talsperren nach Wipperfürth. Dort lohnt sich ein Rundgang durch die Altstadt mit ihrem Marktplatz und den typischen schieferverkleideten Häusern. Weiter zieht sich die Route durch die hügelige Landschaft bis nach Gummersbach. Wer schöne Wanderstrecken sucht, sollte die Orte Dannenberg oder Müllenbach als Ausgangspunkt wählen. In dieser Gegend gab es in früheren Zeiten zahlreiche Steinbrüche, besonders Pflastersteine wurden dort gebrochen und mit Pferdefuhrwerken in die Bergischen Städte transportiert. In Müllenberg gibt es ein Haus der Geschichte, es hat sonntags von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. In Gummersbach lädt in der Fußgängerzone das Brauhaus Gummersbach zum Verweilen ein.

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Die nächste Etappe der Straße der Arbeit ist Eckenhagen, dort befinden sich einige interessante kleine Museen. Das Bauernhofmuseum, das sonntags von 11 bis 17 geöffnet hat, sowie das Puppenmuseum und die Mineraliengrotte, die in der Kurverwaltung untergebracht sind. Nach den Besichtigungen bietet sich an der Hauptstraße das Café Häwelmann für eine kleine Stärkung an. Über Morsbach wird das nächste Ziel erreicht, Waldbröl mit seinen herrlichen Wanderwegen. Die Region war wichtig für die Frühindustrialisierung wegen ihres Wasserreichtums, zahlreiche Flüsse und Bäche ziehen sich durch die Landschaft. In Nümbrecht gehört das Schloss Homburg zu den Attraktionen, es beherbergt das Museum des Oberbergischen Kreises, dass zum Preis von 3,50 Euro für Erwachsenen und 2 Euro für Kinder besichtigt werden kann.

Die Fahrt geht weiter durch den Naturpark Bergisches Land bis nach Wiehl-Bilstein, wo das Museum Achse, Rad und Wagen interessante Einblicke in die Welt des Transportwesens zeigt. Es hat samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Wer in dieser Gegend Wanderungen unternimmt, wird immer wieder kreisrunde Vertiefungen im Boden entdecken, die Zeugnis davon geben, dass nach Eisenerz gesucht wurde. Den Endpunkt der Strecke bildet Engelskirchen mit dem Rheinischen Industriemuseum. Es präsentiert beeindruckende Dampfmaschinen, historische Bürogeräte und viele andere interessante Exponate. Die Dauerausstellung "Unter Spannung" vermittelt Wissenswertes über die Geschichte der Elektrifizierung. Der Eintritt für das Museum beträgt 3 Euro. In Engelskirchen bietet sich direkt am Markt die Gaststätte Schützenhof für eine Rast an.

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Autor: elke  23.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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