Naturwunder in Australien
Die Naturwunder in Australien reichen vom Korallenriff bis zu beeindruckenden Felsformationen und vermitteln einmalige Eindrücke.
Die Naturwunder in Australien gehören zu den Höhepunkten einer Reise. Die berühmten Nationalparks, die faszinierenden Felsformationen, die grandiosen Landschaften und die einmaligen Unterwasserwelten machen den Kontinent zu einem Paradies für Naturfreunde. Dabei stellt die einmalige Tierwelt ein besonderes Erlebnis dar. Viele der Tiere sind nur in Australien zu sehen, wie das Känguru, der Koala, der Wombat und der Beutelteufel. Die typischen Vertreter der Flora sind Eukalyptus- und Akazienbäume. Große Flächen sind mit Grasland bedeckt, wobei es sich überwiegend um Spinifex-Grasland handelt.
Ayers Rock
Das berühmteste Naturwunder Australiens ist sicherlich der Ayers Rock auch Uluru genannt, der in der zentralaustralischen Wüste liegt. Es handelt sich um einen gewaltigen Berg aus rostrotem Arkosesandstein. Er ist ein Heiligtum der Aborigines, der Ureinwohner Australiens. Der Name Uluru bedeutet Sitz der Ahnen, der Berg ist für sie ein Platz ihrer religiösen Mythologie. Der Berg ist etwa 350 Meter hoch und hat einen Umfang von 10 Kilometern. Seine Lage im Uluru- Kata-Tujata-Nationalpark mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt macht ihn besonders attraktiv. Er gehört zu den Höhepunkten einer Australienreise. Sein Aufstieg ist von der Nationalparkverwaltung erlaubt, wer das allerdings nicht möchte, da die Aborigines das als Entweihung sehen, kann ihn in drei bis vier Stunden umwandern.
Greet Barrier Reef
Das Greet Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde, es liegt an der Ostküste von Queensland. Seine Länge beträgt 2.300 Kilometer und es besteht aus etwa 1.000 Inseln sowie zahlreichen Einzelriffen und vielen Sandbänken. Das Wasser ist glasklar und besitzt eine Sichttiefe von 60 Metern. Seine Entstehungsgeschichte reicht mehrere Millionen Jahre zurück. Im Großen Barriereriff existieren 359 Arten von Hartkorallen, sie bieten den Lebensraum für Weichkorallen, verschiedene Schwammarten, Fische und Stachelhäuter. Die empfindlichen Ökosysteme des Riffs werden von Wissenschaftlern und Naturschützern überwacht. Dieses Naturwunder in Australien ist eine der größten Touristenattraktionen. Pro Jahr erkunden acht Millionen Urlauber das Greet Barrier Reef als Tagesausflügler oder während eines Segeltörns. Wer nicht Tauchen oder Schnorcheln will, hat die Möglichkeit, die Unterwasserwelt bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot oder Halb-U-Boot kennen zu lernen.
Shark Bay
Vor der Westküste Australiens liegt die Shark Bay mit ihrem Marine-Nationalpark. Die Fläche dieses geschützten Gebietes beträgt 23.000 Quadratkilometer. Neben zahlreichen Delfinen leben dort rund 10.000 Gabelschwanz-Dugongs, dabei handelt es sich um eine besondere Seekuhart. Außerdem haben dort verschiedene Meeresschildkröten, Rochen, Seeschlangen, Wale und Haie ihren Lebensraum. Die Shark Bay ist von Buschland umgeben, das etwa 26 Säugetierarten eine Heimat bietet. Zahlreiche Reptilien und über 230 Vogelarten sind dort zu beobachten.
Blue Mountains
Im Bundesstaat New South Wales, nahe der Metropole Sydney, liegen die Blue Mountains. Sie erreichen eine Höhe von über 1.000 Metern und sind größtenteils mit Eukalyptusbäumen bewachsen. Bereits im Jahre 1880 wurde dort mit dem Naturschutz begonnen, schon damals wurde ein Teilgebiet zu einem Naturschutzgebiet erklärt. 1959 wurde der Blue-Mountains-Nationalpark gegründet. Die ältesten Felsen dort sind 470 bis 330 Millionen Jahre alt, das ist an den verschiedenen Ablagerungsschichten erkennbar. Auch die Vulkanausbrüche, die vor 14 bis 18 Millionen Jahren stattfanden, prägten die Landschaft. Die Tierwelt wird von verschiedenen Känguruarten bestimmt, dazu gehören das Rotnackenwallaby, das Östliche Graue Riesenkänguru und das Bergkänguru. Weiter Tiere, die dort leben, sind Koalas, Schnabeltiere und Wombats. Touristen können bei einem Besuch der Aussichtsplattform in der Nähe der Stadt Katoomba mit dem Scenic Skyway die Schluchten überqueren und dabei einmalige Eindrücke sammeln.
Pinnacles
Bei den beeindruckendsten Naturwundern im Westen Australiens sind die Pinnacles zu nennen. Sie liegen im Nambung Nationalpark nordöstlich von Perth. Es handelt sich um tausende von Kalksteinsäulen in unterschiedlichen Größen. Für ihre Entstehung ist eine Vegetation von vor 500.000 Jahren, die in den letzten 20.000 Jahren ausstarb, verantwortlich. In Verbindung mit einem erhöhten Wasservorkommen bildete sich eine sehr feste Kalksteinschicht. Wind und Wanderdünen sorgten für die Entstehung der Pinnacles mit ihren eigenartigen Formen. Auf die Besucher wirken sie wie eine Mondlandschaft. Besonders sehenswert sind die Pinnacles im Frühjahr, wenn die zahlreichen Wildblumen blühen. Dann sind besonders in den Morgen- oder Abendstunden wunderschöne Farbspiele zu beobachten, die herrliche Fotomotive liefern.
Kakadu-Nationalpark
Australien besitzt eine Reihe tropischer Regenwälder, die überwiegend im Norden liegen, wie auch subtropische Regenwälder im Süden des Kontinents. Zu den wichtigsten Touristenattraktionen zählt der Kakadu-Nationalpark mit seinen Wasserfällen, Regenwäldern, Sandsteinplateaus sowie den berühmten Felsmalereien der Aborigines. Mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt gehört er zu den Höhepunkten einer Australienreise. Als die beeindruckendsten Tiere wären die Süßwasserkrokodile und die Leistenkrokodile oder Salzwasserkrokodile zu nennen, der Film Crocodile Dundee wurde teilweise im Kakadu-Nationalpark gedreht. Dieser bietet aber auch Lebensraum für verschiedene Arten von Kängurus sowie Dingos, Schwarzfuß-Baumratten und Schwarze Flughunde. Insgesamt leben dort 117 Reptilienarten, 25 Froscharten und mehr als 10.000 verschiedene Insekten. Im südlichen Bereich des Parks sind die mächtigen Termitenhügel zu bestaunen. Die Flora besteht aus über 1.700 Pflanzen, darunter Teebäume, Mangroven, Eukalyptusbäume, Sonnentau und Wasserlilien. Am Nourlangie Rock und am Ubirr Rock sind Felsmalereien der Ureinwohner, der Aborinies, zu bestaunen, diese lebten dort schon vor 20.000 Jahren und suchten während der Regenzeit Unterschlupf in den Höhlen.
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