Naturwunder in Südamerika
Südamerika ist von Naturwundern gespickt. Naturwunder wie der Amazonas, die Iguazu-Wasserfälle, der Titicacasee oder Patagonien sind Attraktionen für Touristen und Naturfans.
Schon der Naturforscher Alexander von Humboldt war sich der vielen Naturwunder in Südamerika bewusst. Auf seiner Reise durch den Kontinent machte er Bekanntschaft mit den unbeschreiblichsten Phänomenen auf diesem Planeten. Der Amazonas – seines Zeichens längster Fluss der Erde scheint ihn am meisten begeistert zu haben. Der Strom ist der wasserreichste Fluss der Erde. Er überspannt mit seinen fast 7.000 Kilometer Länge beinahe den gesamten Kontinent von West nach Ost und ist die liquide Lebensader von Staaten wie Peru, Kolumbien, Bolivien, Venezuela, Ecuador, Guyana und Brasilien. Maßgeblich ist er darüber hinaus für die bunte Welt des Regenwaldes im nördlichen Südamerika verantwortlich.
Eng verbunden mit dem Amazonas ist ein weiteres Naturwunder in Südamerika: der Titicacasee. Das Gewässer ist mit seinen 3.800 Höhenmetern der höchste See der Erde. Er befindet sich direkt an der Grenze von Peru und Bolivien und wird im Wesentlichen aus dem Wasser der Neben- und Zuströme des Amazonas gespeist. Bis zu 25 Flüsse münden in den Titicacasee. Die Inseln und die Ufer um den See sind wichtige Orte uralter Inkakultur.
Mindestens genauso wässrig, dafür aber wesentlich schneller, stürzen die berühmten Iguazu-Wasserfälle im brasilianischen Bundesstaat Parana sowie in der argentinischen Provinz Misiones bis zu 82 Meter den Berg hinab. Die Iguazu-Wasserfälle sind eines der größten Naturwunder in Südamerika. Sie bestehen aus über 200 Einzelwasserfällen, die sich auf einer Fläche von 2,7 Kilometern verteilen. Das UNESCO-Weltnaturerbe wird zumeist von der brasilianischen Seite in Augenschein genommen. Die Großteil der Wasserfälle befindet sich nämlich auf der argentinischen Seite, weswegen der panoramareichste Blick auf das Naturwunder von den brasilianischen Aussichtspunkten genommen werden kann. In beiden Ländern sind die Iguazu-Wasserfälle wichtige Nationalparks.
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Ein weiteres Naturwunder von Südamerika wurde vor allem durch einen anderen Naturforscher bekannt: Charles Darwin. Die zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln sind ein geradezu prähistorisches Paradies für Biologen und Evolutionsforscher. Auf den abseits gelegenen Inseln konnten sich, andernorts längst ausgestorbene, Tierarten erhalten bzw. sich an die rauen Umweltbedingungen anpassen. Durch Darwins Forschungen bekannt sind vor allem die Darwinfinken und die Galapagosschildkröte.
Während Alexander von Humboldt und Charles Darwin vor allem den Norden und das zentrale Südamerika bereisten, hat es nur wenige in die bizarre Landschaft aus Felsen, Eis und Meer im argentinischen Patagonien verschlagen. Zu Unrecht: Patagonien ist eines der sagenhaftesten Naturwunder von Südamerika. In der Landschaft, die in den Staaten Argentinien und Chile als Nationalpark gilt, können Besucher schroffe Felsformationen gepaart mit Wasserfällen und Gletschern erleben. Der berühmteste Gletscher in Patagonien ist der Perito Moreno im Los Glaciares Nationalpark. Er erstreckt sich über eine Fläche von bis zu 250 Quadratkilometern und ist Teil eines ganzen Gletschersystems, welches die südlichen Anden überzieht.
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